openPR Recherche & Suche
Presseinformation

3D-Druck auf Mikrochips für photonische Systeme und MEMS

Optisches Mikroskopbild einer 3D gedruckten hemisphärischen Linse auf einen Photonik-Chip.
Optisches Mikroskopbild einer 3D gedruckten hemisphärischen Linse auf einen Photonik-Chip.

(openPR) Additive Herstellung von Mikrokomponenten für integrierte Systeme spart Packaging-Kosten und Zeit

Steigende Anforderungen in der High-Speed Datenkommunikation, der Drohnentechnologie sowie an portable medizinische Geräte lassen die Industrie nach neuen Herstellungsmethoden, wie z.B. Nanoscribe's direktem Laserschreiben, Ausschau halten. Aktuell erfordert die Fertigung der in diesen Anwendungen benutzten photonischen Systeme und MEMS Aktoren die Kombination verschiedener Herstellungsmethoden und mehrere Fabrikationsschritte bis alle Komponenten auf einem Chip vereint sind. Mit Nanoscribe's hochauflösenden 3D-Druckern lassen sich nun Mikrokomponenten wie beispielsweise Mikrolinsen direkt in photonische Systeme integriert herstellen oder verformbare Strukturen direkt auf MEMS Aktoren drucken. Dank dieser zukunftsweisenden Technologie können so allerkleinste Objekte mit komplexen Geometrien und Baugrößen von ein paar hundert Nanometern bis hin zu einigen Millimetern in einem einzigen Prozessschritt und auf einer bisher für den 3D-Druck nicht erreichbaren Skala hergestellt werden. Diese bedeutende Neuerung des direkten Druckens auf einen Chip birgt völlig neue Perspektiven für die Nano- und Mikrofabrikation: Dreidimensionale Komponenten können genau dort aufgedruckt werden, wo sie gebraucht werden.



Für diesen 3D-Druckprozess nutzen Nanoscribe's Photonic Professional GT Systeme die Technik der Zwei-Photonen-Polymerisation. Mit ihren präzisen Optiken sowie hochmodernen Software-Tools lassen sich polymere 3D Strukturen mit Submikrometerauflösung herstellen und die Vorteile der additiven Fertigung nun auch für die Nano- und Mikrofabrikation nutzen. Die Stärken des 3D-Drucks, große Designfreiheit und einfacher Workflow vom CAD Modell direkt zum fertigen Objekt, führen so zu verkürzten Iterationszyklen. Dies wiederum bringt weitere Vorteile wie Kosten- und Zeiteinsparungen bei der Produktentwicklung.

Die bereits große Bandbreite an bedruckbaren Substraten wird nun um die der vorstrukturierte Chips ergänzt, was die Miniaturisierung von 3D funktionalen Teilen in integrierte Systeme ermöglicht. Das Video zeigt erstmalig den Druck von Mikrolinsen auf photonische Chips (Bild 1). Dazu wurde eine Reihe von Mikrolinsen auf optische Gitterkoppler gedruckt, die zuvor auf einem Chip hergestellt wurden (Bild 2). Auf diese Weise kann ein Array aus Mikrolinsen Licht in das photonische System einkoppeln. Die Mikrolinsen wurden dafür in einem einzigen Arbeitsprozess hergestellt und mussten weder nachträglich ausgerichtet noch mechanisch auf dem vorstrukturierten Chip montiert werden.

Die direkte On-Chip Fabrikation spart Kosten beim sogenannten Packaging und den dafür benötigten Maschinen sowie Zeit für Kalibrierung. Darüber hinaus werden aufwendige Justierungen und Fixierungen für die Montage überflüssig. Aufgrund der extrem hohen Präzision beim Schreiben mit Lasern, bietet der 3D-Mikrodruck Submikrometerpräzision und Oberflächen in optischer Qualität, die die hohen Anforderungen leistungsstarker Mikrooptiken erfüllen. Aufgrund dieser Stärken ist die additive Mikrofabrikation eine neue, wertvolle Methode zum direkten Druck mikrooptischer Komponenten auf integrierte Systeme, z.B. für den High-Speed Datentransfer in der Telekommunikation.

3D gedruckte mikromechanische Komponenten auf MEMS Aktoren

Anwendungen auf dem Gebiet der medizintechnischen Bildgebung, Geweberegeneration und MEMS können ebenfalls von der direkten Herstellung integrierter Systeme profitieren. So stellte ein Nanoscribe Kunde an der Universität in Boston (USA) eine verformbare dreidimensionale Struktur, deren Form an eine Fliege erinnert, direkt auf einem MEMS Aktor her. Derartige „Fliegen“-Strukturen zeichnen sich aufgrund ihrer Geometrie durch ein hohes Maß an Dehnbarkeit und Verformbarkeit aus. Den Wissenschaftlern um Prof. Alice White gelang es, die gedruckte Mikrostruktur durch Anlegen einer Spannung an den MEMS Aktor zu verformen. Die Professorin hierzu: „Wir zeigen, dass der 3D-Mikro-Druck im Zusammenspiel mit MEMS-Aktoren eine effektive Methode zur Herstellung mikromechanischer 3D-Systeme ist, genau abgestimmt auf die jeweiligen Anforderungen.

Nanoscribe's 3D-Drucker ermöglichen das Rapid Prototyping von Strukturen mit Submikrometer-Auflösung. Diese wären mit Ein-Photonen-Stereolithografie oder den in der Halbleiterfertigung üblichen Abscheide- und Ätzmethoden schlichtweg nicht herstellbar.“ Potenzielle Anwendungen für diese Forschungsergebnisse liegen in den Bereichen dynamischer Antriebe von gedruckten 3D Strukturen wie sie z.B. in verformbaren Optiken benötigt werden oder möglicherweise in Zukunft bei der Gewebezüchtung zum Einsatz kommen könnten.

Die Integration mikroskopischer Komponenten in photonische und MEMS Systeme ist für Packaging und Produktion eine große Herausforderung. Im Zuge zunehmender Miniaturisierung sollen immer mehr funktionale Komponenten auf immer kleineren Bauräumen kombiniert werden. Im Bereich der High-Speed Datenkommunikation und mobiler Geräte für das Gesundheitswesen lassen sich durch den direkten 3D-Mikrodruck in integrierte Systeme nun gänzlich neue Wege für kommerzielle Anwendungen erschließen.

Die Technologie hinter dem 3D-Druck auf Mikrochips

Der Zwei-Photonen Polymerisationsprozess ist die Basis von Nanoscribe's 3D Drucktechnologie. Während des Druckprozesses belichtet ein Laserstrahl photosensitives Material gemäß durch ein CAD-Modell vorgegebenen Schreiblinien in einem Lage-für-Lage Verfahren. Der flüssige Lack härtet im Laserfokus aus. Das Verfahren ermöglicht nahezu beliebige 3D-Strukturen mit Submikrometerauflösung. Dank neuer technologischer Möglichkeiten kann der 3D-Druckprozess nun auch auf vorstrukturierte Systeme ausgedehnt werden und bietet gänzlich neue Anwendungen für das direkte Drucken auf Mikrochips.

Video:
Submicron Additive Manufacturing: Integrated Systems

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1010846
 1677

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „3D-Druck auf Mikrochips für photonische Systeme und MEMS“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Nanoscribe GmbH

Bild: Ultrapräziser 3D-Druck ermöglicht die Serienproduktion von Mikrooptiken
Ultrapräziser 3D-Druck ermöglicht die Serienproduktion von Mikrooptiken
Auf der Messe Photonics West zeigt Nanoscribe erstmals Fertigungsprozesse vom 3D-gedruckten Polymer-Master zum Serienprodukt. Die neue Generation der Nanoscribe 3D-Drucker - Photonic Professional GT2 - ebnet den Weg für neue Herstellungsprozesse von mikrooptischen Komponenten. Damit können hochpräzise Polymer-Master gedruckt und für die replizierende Fertigung von Mikrooptiken verwendet werden. Kleine Optiken mit submikrometergenauen Details werden beispielweise in mobilen und Augmented-Reality-Anwendungen sowie in der Sensorik und Automobil…
Bild: Photonic Professional GT2 druckt diffraktive optische Elemente mit Submikrometergenauigkeit
Photonic Professional GT2 druckt diffraktive optische Elemente mit Submikrometergenauigkeit
Nanoscribe präsentiert additiv gefertigte Multilevel-DOE auf der SPIE Photonics West 2019 Auf der Photonics West 2019, der renommierten Fachmesse für die Optik- und Photonik-Branche, präsentiert Nanoscribe sogenannte Multilevel Diffractive Optical Elements (DOE), die mit dem hochauflösenden 3D-Drucker Photonic Professional GT2 hergestellt wurden (Stand 366, South Hall). Die Herstellung von solchen aus vielen Stufen bestehenden DOE-Mikrostrukturen gewinnt immer mehr an Bedeutung – sowohl in der wissenschaftlichen Forschung als auch für indu…

Das könnte Sie auch interessieren:

FIDURA Private Equity Fonds beteiligen sich an SensorDynamics
FIDURA Private Equity Fonds beteiligen sich an SensorDynamics
… operativ auf dem Gebiet der Mikro-Sensorik - im speziellen im Bereich der Entwicklung, Herstellung und Lieferung von Mikro-Sensoren auf Basis von MEMS (Mikro-Elektro-Mechanische-Systeme) - tätig. Sensoren auf Basis von MEMS stellen eine neue Sensortechnologie dar und eignen sich vor allem als Druck-, Durchfluss-, Temperatur- und Trägheitssensoren. Die …
direct/ VTI Technologies Oy (FI) - Gehäuselose Sensormontage mit VTI Chip-on-Mems
direct/ VTI Technologies Oy (FI) - Gehäuselose Sensormontage mit VTI Chip-on-Mems
… einem breiten Spektrum neuer Sensoranwendungen in Handgeräten. Eine Herausforderung in der Sensortechnologie besteht darin, die sehr unterschiedlichen Anforderungen der mikroelektromechanischen Systeme mit denen der konventionellen elektronischen Schaltungen auf Waferniveau zu kombinieren. In der ersten Phase seiner Entwicklungsarbeit konnte VTI eine …
EXCELerate – neue Barcode-Laser-Scanning Technologie von Intermec Scan-Engine erlaubt extrem schnelle Scan-Vorgänge und weist hohe Lebensdauer auf
EXCELerate – neue Barcode-Laser-Scanning Technologie von Intermec Scan-Engine erlaubt extrem schnelle Scan-Vorgänge und weist hohe Lebensdauer auf
… mittleren Osten und Afrika verfügbar sein. Weltweite Verfügbarkeit ist für die zweite Jahreshälfte 2005 geplant. MEMS wurde vom Fraunhofer Institut für Photonische Microsysteme (IPMS) in Dresden entwickelt. Das IPMS konzentriert sich auf die Forschung, Entwicklung und Herstellung von optischen Mikrokomponenten, darunter Sensoren und Opto-Mechanische …
Bild: Nachhaltige Digitalisierung: Preis für energieeffiziente Kommunikationstechnologien
Nachhaltige Digitalisierung: Preis für energieeffiziente Kommunikationstechnologien
… des KIT. „Eine enge Verzahnung von Forschung und industrieller Anwendung, wie bei diesen Arbeiten, ist für zukunftsweisende Entwicklungen in der Hochtechnologie unverzichtbar.“Optische Mikrochips: Licht statt StromKoos und sein Team haben unter anderem optische Mikrochips entwickelt, die Licht statt Strom nutzen, um Informationen zu übertragen. Diese …
Bild: MEMS-Vektor-Scanmodul mit erhöhter Vibrations- und Schockfestigkeit für Weltraum-Anwendungen
MEMS-Vektor-Scanmodul mit erhöhter Vibrations- und Schockfestigkeit für Weltraum-Anwendungen
… View) mit hoher Positionierdynamik und optischer Auflösung, während das optische System einfach gestaltet werden kann.Dr. Thilo Sandner, Gruppenleiter Aktive Mikrooptische Komponenten und Systeme am Fraunhofer IPMS, ist optimistisch: „Das neue Scanmodul kann durch seine gedämpfte Aufhängung jetzt auch einen Raketenstart schadlos überstehen. Durch ein …
MikroSystemTechnik Kongress präsentiert neueste Forschungsergebnisse
MikroSystemTechnik Kongress präsentiert neueste Forschungsergebnisse
… Schülerwettbewerbs Invent a Chip wie auch die des Studierendenwettbewerbs COSIMA von VDE und BMBF finden auf dem Kongress statt. Hier präsentieren Schüler und Studierende ihre eigenen Mikrochips. Speziell an Studierende richtet sich die YoungNet Convention vom 22. bis 24. Oktober. Für sie hat der Technologieverband ein eigenes Programm auf die Beine gestellt. …
Bild: Kompaktes Pattern Scan-Modul mit weltweit einzigartigen Eigenschaften für die Ophtalmologie
Kompaktes Pattern Scan-Modul mit weltweit einzigartigen Eigenschaften für die Ophtalmologie
… Herausforderung bestand darin, das Scanmodul auf die geforderten Maße zu miniaturisieren“, erklärt Dr. Thilo Sandner, Projekt- und Gruppenleiter „Aktive Mikrooptische Komponenten und Systeme“ am Fraunhofer IPMS. „Das Modul enthält einen sehr schnell vektoriell - also 2D-quasistatisch - positionierenden Mikroscannerspiegel, der im Vergleich zum Stand …
Bild: MEMS-Mikrofone von DB Products bei H&H
MEMS-Mikrofone von DB Products bei H&H
H&H Components, der Spezialist für Design-In und Elektromechanik mit Zentrale in Neuried bei München, erweitert sein Portfolio um MEMS (Micro-Electromechanical-System) Mikrofone von DB Products. MEMS-Mikrofone arbeiten nach dem gleichen Prinzip wie andere Mikrofone, sie wandeln den Schalldruck in elektrische Signale um. Je nach Bauart wird das Schallsignal …
Micronit und iX-factory haben fusioniert
Micronit und iX-factory haben fusioniert
… GmbH, gegründet 2007, ist eine reine FOUNDRY für MEMS/NEMS und mikrofluidische Anwendungen und unterstützt ihre Kunden in der Entwicklung und Herstellung kundenspezifischer Mikrochips und MEMS/NEMS Produkte. Das Dienstleistungsspektrum umfasst: persönliche Fachberatung, Herstellung und Projektarbeit, MEMS Foundry Service und die „Welt um den Chip“. Durch …
Bild: Neue DELO-Klebstoffe für das MEMS-PackagingBild: Neue DELO-Klebstoffe für das MEMS-Packaging
Neue DELO-Klebstoffe für das MEMS-Packaging
… Eigenschaftskombinationen vor. Die Klebstoffe verbinden erstmals eine hohe Flexibilität und mit höchster Scherfestigkeit und bieten zusätzlich beste Verarbeitungseigenschaften. Mikroelektronisch-mechanische Systeme, kurz MEMS, sind auf dem Vormarsch und kommen mittlerweile in vielen Alltagsprodukten wie Mobiltelefonen oder Automotive-Anwendungen vor. „Obwohl …
Sie lesen gerade: 3D-Druck auf Mikrochips für photonische Systeme und MEMS