München, 24.2.2003. Im Frühjahr letzten Jahres haben die Gremien des Genossenschaftsverbandes Bayern beschlossen, Fusionsverhandlungen mit dem Württembergischen Genossenschaftsverband aufzunehmen. „Die bisherigen Gespräche zwischen den Vorständen beider Verbände und im gemeinsamen Lenkungsausschuss sind in einer guter Atmosphäre verlaufen. Sie haben die große Bereitschaft und den festen Willen beider Verhandlungsdelegationen erkennen lassen, ein Gesamtkonzept zu erarbeiten, das reelle Chancen hat, die erforderliche Zustimmung der Gremien und der Mitglieder beider Verbände zu erhalten“, betonte Verbandspräsident Wilhelm Frankenberger. Die Fusionsverhandlungen bewegen sich bisher im Zeitplan. Der Entwurf einer Satzung für den gemeinsamen Verband, der den Namen „Süddeutscher Genossenschaftsverband München-Stuttgart e.V.“ erhalten soll, liegt vor. Ebenso ist die Bestandsaufnahme bei den beiden Verbänden weitgehend abgeschlossen. Darin wurden die Leistungen und Strukturen, der Aufwand und die Erträge in den beiden Verbänden vergleichbar gemacht. Aus dieser Bestandsaufnahme wird zur Zeit das Sollkonzept für den neuen Verband entwickelt, das auch den wirtschaftlichen Nutzen der Fusion transparent machen wird. Dieses Sollkonzept wird dann den Verbandsmitgliedern vorgestellt. Im 4. Quartal dieses Jahres sollen dann nach ausführlicher Information und Diskussion mit den Mitgliedern die Beschlüsse auf den außerordentlichen Verbandstagen gefasst werden. Die Verschmelzung könnte dann zum 1. Januar 2004 wirksam werden. Dazu sind 75-prozentige Mehrheiten der Mitglieder in beiden Verbänden notwendig.Einig sind sich die Verbände, dass die Mitgliederorientierung und Mitgliedernähe auch in einem gemeinsamen und größeren Verband gewahrt werden muss. Deshalb ist das Sollkonzept als Standortkonzept geplant, das die Funktionen beschreibt, die jeweils von München bzw. Stuttgart aus wahrgenommen werden. Daneben ist eine ausgeprägte regionale Struktur mit Bezirksverbänden, so wie sie derzeit in Bayern besteht, vorgesehen.Mit der Fusion wollen die beiden Verbände auch der veränderten Mitgliederbasis Rechnung tragen. So hat sich in Bayern binnen zehn Jahren die Zahl der Genossenschaftsbanken von 766 Ende 1992 auf 412 Ende 2002 verringert, also um rund 46 Prozent. Insgesamt ging die Zahl der Verbandsmitglieder in diesem Zeitraum von 1.730 auf 1.226 zurück. Dazu kommt die zunehmende Komplexität der Rahmenbedingungen in der Prüfung und Beratung, die in einem größeren Verband effizienter und kostengünstiger bewältigt werden kann. KontaktGenossenschaftsverband BayernPresse, Öffentlichkeitsarbeit und VolkswirtschaftTürkenstraße 22-2480333 MünchenTelefon (089) 28 68-3400Fax (089) 28 68-3405E-Mail
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