Weimar. 05.09.2005
„Die zentrale Perspektive im QM-Prozess ist der Kunde. Das ist bei der Öffentlichkeitsarbeit nicht anders. In den meisten Einrichtungen werden die beiden Themen aber behandelt, als hätten sie nichts miteinander zu tun.“, sagt Carsten Tesch, Geschäftsführer der wwsc Märkte und Medien GmbH. Dabei läge die Verbindung so nahe. „Mit QM informieren sich Einrichtungen und Dienste über sich selbst.“ Was machen wir eigentlich, wie machen wir das, was denken wir uns dabei, was bewegt die Kunden? „Öffentlichkeitsarbeit stellt dieselbe…
Neue Wohnmodelle integrieren Pflege ins Alltagsleben
„Wir müssen weg von der überholten Heimlogik. Alte und Pflegebedürftige sollten sich nicht einigeln. In kleinen Wohngruppen für Senioren bleiben persönliche Kontakte erhalten“, sagte Alexander Künzel, Vorstand der Bremer Heimstiftung, im Gespräch mit TM sozial.
Die Idee des Wohngruppenkonzepts sei, kleine Pflegeeinheiten zu schaffen und sie in ihren Stadtteilen zu vernetzen. Kooperationen mit Kindergärten, Hochschulen oder Begegnungsstätten tragen dazu bei, dass Senioren weiter am gesell…
„Eltern sind verantwortlich für die Erziehung ihrer Kinder. Sie haben das Recht, deren Betreuung selbst in die Hand zu nehmen. Aber im Unterschied zu den großen Wohlfahrtsverbänden haben Eltern keine Lobby“, sagte Hannes Lachenmair, Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft Elterninitiativen, im Gespräch mit TM sozial.
Deshalb fordert Lachenmair die Anerkennung von Elterninitiativen als eigenständige Trägerform für die Kinderbetreuung. Damit verbunden wären auch Gelder, die bisher den Kommunen oder anderen Trägern zu Gute kommen. Die Eltern wür…
DRG-basierte Abrechnung Grund für vorzeitige Überweisungen
„Viele ältere Patienten kommen frisch nach einer Operation in die Reha. In einem Zustand, in dem die Rehabilitationsfähigkeit noch nicht gegeben ist. Das ist ein Problem, mit dem wir sehr zu kämpfen haben“, sagte Dr. Michael Rückert, Ltd. Direktor der Stiftung Bürgerspital zum Hl. Geist, im Gespräch mit TM sozial.
Die Ursache dafür sei die veränderte Kostenstruktur im Krankenhauswesen. Seit 2004 werden Krankenhausleistungen nach dem so genannten DRG-System (Diagnosis Related Groups…
Der Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien fordert mehr Rechte für Pflegeeltern gegenüber den Jugendämtern.
„Die Pflegefamilie ist ein Schutzraum für das Pflegekind. Pflegeeltern wissen oft am besten, was gut für ihr Kind ist“, sagt die Geschäftsführerin des PFAD, Ines Kurek-Bender im Interview mit TM sozial. Die Jugendämter sollten mehr Vertrauen zu den Pflegeeltern haben. Insgesamt gebe es viel zu viele Kinder, die in Heime kommen, weil sie nicht in Pflegefamilien vermittelt werden. Nach einer Statistik des Verbandes werden in Hesse…
Verein rechnet mit Schließungen
„Seeleute sind lange von ihren Familien getrennt. Häufig sind wir die einzigen, mit denen sie über ihre Probleme reden können. Die Finanzkürzungspläne der evangelischen Kirche bedrohen jedoch die Existenz unserer Einrichtungen“, sagt Heiner Radke, Geschäftsführer der Deutschen Seemannsmission, im Interview mit TM sozial.
Bisher wird die traditionsreiche Institution zur Hälfte von der Evangelischen Kirche Deutschland finanziert. Diese hat jedoch angekündigt, ihre Zuwendungen bis 2009 zu reduzieren. Die Seeman…
„Die Pflege ist in unserer Gesellschaft extrem unterbewertet. Deshalb ist es wichtig, dass alle im Pflegebereich tätigen Menschen lernen, über ihre Arbeit zu sprechen. Nur so begreifen wir alle die Komplexität von Pflege“, sagte Bernice Buresh, Fachjournalistin und Professorin in Boston, im Gespräch mit TM sozial.
Die Öffentlichkeit wisse mehr darüber, was Physiker machen, als von dem, was Krankenschwestern tun. Dabei sind sie die Stützpfeiler der Gesundheitsfürsorge. Das Problem ist, dass die Allgemeinheit die Komplexität von Pflegearbeit n…