Die Temeswar-Arbeitsgemeinschaft Hamburg (TEMAH) besteht seit 1991. Gegründet vor dem Hintergrund von erschreckenden Berichten über die Zustände im Kinderkrankenhaus in Temeswar (Timisoara). TEMAH leistete zunächst elementare, humanitäre Hilfe. Heute sind Hauptanliegen der diakonischen Arbeit die Betreuung von armen Menschen, die Förderung von Kindern und Jugendlichen und die Begleitung einer Wohngruppe für geistig behinderte junge Frauen, die TEMAH 1998 als erste Einrichtung dieser Art in Rumänien gegründet hat. TEMAH unterstützt Projekte vorwiegend in Temeswar, aber auch in Bukarest und anderen Orten. Die Arbeit versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe. TEMAH arbeitet überkonfessionell und unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit.
Ars Pontem heißt „Kunst baut eine Brücke“. Seit 1995 fördert TEMAH unter diesem Motto junge rumänische Künstler. Gegründet wurde dafür in Bukarest die Stiftung Ars Pontem. Jährlich finden Konzerte mit rumänischen Musikern in Norddeutschland statt. Im Juni 2011 stellen zum vierten Mal Studenten der Kunsthochschule Temeswar ihre Werke aus einem Wettbewerb in der Rogate-Kirche Hamburg-Meiendorf aus. Auch renommierte bildende Künstler haben ihre Werke hier ausgestellt. Deutsche Künstler waren durch Vermittlung von Ars Pontem zu Konzerten und Ausstellungen in Rumänien. Überschüsse und Spenden gehen direkt an die Stiftung. Sie ermöglichen beispielsweise die Finanzierung von Meister- oder Sprachkursen oder die Teilnahme an Wettbewerben. Aus der Förderung durch Ars Pontem sind u.a. bisher ein Professor für Musik, zwei an bedeutenden Opernhäusern engagierte Sopranistinnen und ein in Rumänien sehr prominenter Interpret von klassischer wie populärer Musik, der einen Auftritt beim Eurovision Song Contest vorzuweisen hat, hervorgegangen.