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Angelika Lemp
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Das Robert Koch-Institut (RKI) ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Das RKI ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention und damit auch die zentr
Die Grundimmunisierung im Baby- und Kleinkindalter reicht nicht aus, um Krankheiten lebenslang und sicher zu verhüten. Manche Infektionskrankheit lässt sich nur durch regelmäßige und wiederholte Auffrischungs-Impfungen auch im Jugend- und Erwachsenenalter verhindern und abwehren.
Ein typisches Beispiel ist der Keuchhusten, medizinisch: Pertussis. Er hat die Kinderstube längst verlassen. Nur noch ein Prozent der Erkrankungen treten im ersten Lebensjahr auf, 75 Prozent der Fälle dagegen bei über 19-jährigen. Das Durchschnittsalter lag noch 199…
Keuchhusten ist weit davon entfernt, als Kinderkrankheit zu gelten. In unserem Land ist das Durchschnittsalter aller an Keuchhusten Erkrankten innerhalb von 18 Jahren von 15 auf 42 Jahre angestiegen. Der Grund für diese Entwicklung ist fehlender oder lückenhafter Impfschutz.
Der Keuchhusten, medizinisch: Pertussis, wird meist mit lang anhaltendem, häufig schwerem, anfallartigem Husten in Verbindung gebracht - wie er im Kindesalter auftritt. Bei Erwachsenen fehlen diese typischen Symptome oft. Die Diagnose lautet dann eher Bronchitis oder har…
Die Masernimpfung - mit dem Dreifach-Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln - wird nun auch für Erwachsene empfohlen. Die STIKO (Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut) hat Anfang August die Empfehlung ausgesprochen, dass generell alle Erwachsenen, die nach 1970 geboren und älter als 18 Jahre sind, die Masern-Impfung einmalig auffrischen sollen. Angesprochen sind zudem alle, die 18 Jahre und älter sind, im Kindesalter nur eine Impfung erhalten haben oder deren Impfstatus unklar ist. Ziel ist es, die Herdenimmunität, den Schutz auch…
Mit ein paar "harmlosen" roten Pusteln hatte es begonnen, doch nun ist daraus eine schwere Infektion mit hohem Fieber geworden. Kein Einzelfall! Windpocken sind längst nicht so unkompliziert, wie viele Eltern immer noch meinen. Von den rund 760.000 Windpocken-Erkrankungen, die bei uns pro Jahr auftreten, verlaufen nach Angaben von Ärzten über 16 Prozent schwer.
Mehr als 40.000 Kinder kämpfen alljährlich mit Komplikationen wie bakteriellen Hautinfektionen, Hirnentzündung und Lungenentzündung. In Einzelfällen wurden sogar Schlaganfälle als Fo…
Viele jüngere Menschen und auch jüngere Ärzte kennen schwere Infektionskrankheiten wie z.B. Diphtherie und Kinderlähmung (Polio) nicht mehr aus eigener Beobachtung. Die Erreger gibt es aber immer noch. Von Urlaubern, Geschäftsreisenden und Einwanderern können sie täglich eingeschleppt werden und sich wieder ausbreiten. Vor einiger Zeit wurden Fälle von Kinderlähmung beispielsweise in der Dominikanischen Republik und Bulgarien registriert. In Afrika und Indien kommt es ständig zu zahlreichen Neuerkrankungen. In der ehemaligen Sowjetunion sind …
Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Erwachsenen, ihre nächste Impfung gegen Tetanus und Diphterie einmalig als "Tetanus/Diphterie/Pertussis (=Keuchhusten)" zu kombinieren.
Auch wenn die letzte Tetanus-Diphterie-Impfung erst weniger als 5 Jahre zurückliegt, kann mit dieser Dreifach-Kombination der Keuchhusten-Schutz aufgefrischt werden. Denn immer mehr Erwachsene und auch Jugendliche haben eine Lücke im Impfpass, weil sie auf die Auffrisch- oder Booster-Impfung gegen Keuchhusten verzichten. Stecken sie sich dann mit dem Erreg…
Wer A sagt, muss auch B sagen! Dies gilt nicht nur beim Erlernen des ABCs, sondern gerade bei der Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken. Denn erst mit dem zweiten Impfdurchgang ist die Immunisierung abgeschlossen. Ab elf Monaten sollte bei Kleinkindern die erste Impfung, spätestens zum zweiten Geburtstag und allerallerspätesten zur Einschulung die zweite Impfdosis erfolgen. Mit einer Vierfach-Impfung ist das ganz komfortabel mit nur einem Pieks möglich. Sie schützt so vor den hohen Ansteckungsrisiken wie zum Beispiel durch Windpo…
Eine Virusgrippe, die Influenza, ist schon schlimm genug! Sie schlägt ganz plötzlich zu und verursacht hohes Fieber, starke Kopf-, Glieder - und Muskelschmerzen, trockenen und quälenden Reizhusten, nicht selten auch Kreislaufprobleme - kurz: der ganze Körper ist betroffen und man ist innerhalb kürzester Zeit richtig krank.
Besonders dramatisch sind die Auswirkungen, wenn Komplikationen hinzukommen wie beispielsweise Herz-Rhythmus-Störungen, eine Herzmuskelentzündung, eine Lungenentzündung oder gar ein Infarkt. Dann ist die rasche Krankenhau…
In allen Altersgruppen kann die Virusgrippe, die Influenza, Menschen schwer krankmachen. Die gefährlichen Viren, die jedes Jahr in neuen Kleidern auftreten, verbreiten sich rasend schnell von Mensch zu Mensch durch so genannte Tröpfcheninfektion, auch über Gegenstände, Spielzeug, Geld, Türgriffe oder ein höfliches Händeschütteln.
Je mehr Menschen sich alljährlich impfen lassen, desto weniger Chancen hat die Virusgrippe um sich zu greifen. Geimpfte schützen dabei nicht nur sich selbst, sondern auch andere vor Ansteckung: Familie, Freunde, Ko…
23.10.2008
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