Internationale Gesellschaft fur Menschenrechte (IGFM)
Arbeitsgruppe München
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Über das Unternehmen
Der Auftrag der IGFM zielt auf die friedliche Verwirklichung der Menschenrechte, deklariert von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948, dem Tag der Menschenrechte. Seit einigen Jahren leistet die im Jahre 1972 gegründete und seitdem anerkannt gemeinnützige Gesellschaft auch mildtätige Arbeit. Die IGFM hat Beobachterstatus beim Europarat sowie ECOSOC-(Roster) Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen. Die Arbeitsgruppe München hat Tibet als Schwerpunkt gewählt. Eine umfangreiche Sammlung von Texten zur Menschenrechtslage in Tibet steht auf unserer Website unter der Rubrik "Tibet", wir versenden auch kostenlos aktuelle Meldungen zu Tibet per e-mail. Anmeldung unter .
Die alarmierenden Berichte aus Tibet reißen nicht ab: Ein weiterer Tibeter starb bei seinem Selbstverbrennungsprotest aus Opposition gegen die chinesische Regierung.
Der 24jährige Sangdag Tsering verbrannte sich gestern um etwa 7 Uhr abends vor einem chinesischen Regierungsbüro in der Ortschaft Dokar Mo in der Gegend von Rebkong. Er starb am Ort seines feurigen Protestes.
Seine Tat erfolgte nur Stunden, nachdem die Tibeterin Chagmo Kyi vor einem chinesischen Finanzamt in der Stadt Rongwo den Flammen erlegen war.
Quellen zufolge beriefen d…
Noch eine Tibeterin starb am 17. November den Feuertod im Bezirk Rebkong (chin. Tongren). Somit haben sich alleine in diesem Monat acht Tibeter in Rebkong selbst verbrannt.
Chagmo Kyi hinterließ ein auf Chinesisch und Tibetisch beschriebenes Blatt Papier, ehe sie sich am 17. November auf dem Dolma Platz verbrannte. Darauf brachte sie ihren Wunsch für Gleichheit unter allen Nationalitäten zum Ausdruck und rief den neuen chinesischen Staatsführer Xi Jinping auf, mit dem Dalai Lama zusammenzutreffen. Sie schrieb das Wort „Friede“ auf Chinesisch…
Monate nach ihrer willkürlichen Festnahme und ihrem Verschwinden sind fünf tibetische Mönche des Klosters Drango zu Gefängnisstrafen von sechs bis sieben Jahren verurteilt worden. Sie waren angeblich an der Protestaktion vom 23. Januar im Bezirk Drango (chin. Luhuo) der TAP Kardze (chin. Ganzi), Provinz Sichuan, beteiligt (1).
Einer bestätigten, dem TCHRD zugegangenen Information zufolge wurde Tulku Lobsang Tenzin, 40, ein reinkarnierter Lama und Abt des Klosters Gochen, zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt, Geshe Tsewang Namgyal, 40, ein L…
Zwei junge Tibeter setzten sich aus Protest gegen Chinas Herrschaft über Tibet in Rebkong in Brand und starben sogleich. Indessen unterbrachen die Behörden die Kommunikationswege, damit keine Nachrichten über Selbstverbrennungen die Ankündigungen über den Führungswechsel der herrschenden kommunistischen Partei überschatten mögen.
Mit den heutigen Vorfällen stieg die Zahl der Selbstverbrennungen in Tibet auf 74 [76 bei Tibetan Review] seit dem Februar 2009. „Heute verbrannten sich zwei Personen in Rebkong“, teilte ein dort ansässiger Bewohne…
Ein Tibeter, der seinem feurigen Protest erlag, forderte in seiner Abschiedsbotschaft, die er vor seiner Protestaktion geschrieben hatte, „Freiheit und Unabhängigkeit für Tibet“.
Nyingkar Tashi, 24, der in seinem Testament deutlich machte, daß er sich aus Protest gegen die chinesische Regierung verbrenne, flehte außerdem um die Rückkehr Seiner Heiligkeit des Dalai Lama.
„Sechs Millionen Tibeter begehren Freiheit für Tibet, Unabhängigkeit für Tibet, die Freiheit zum Lernen der tibetischen Sprache, die Freiheit, ihre Muttersprache zu sprechen…
Die chinesischen Behörden untersagten Mönchen des Klosters Ngoshul, nach dem Tod eines jugendlichen Mönches , der starb, nachdem er sich im Dorf Ngoshul in der Gemeinde Gomang, TAP Ngaba, Provinz Sichuan, aus Protest gegen die chinesische Regierung in Brand gesetzt hatte, die Gebetsrituale zu vollziehen.
Dorjee, 15, ein Novize des Klosters Ngoshul, legte am 7. November zusammen mit zwei Mitmönchen, Samdup und Dorjee Kyab, beide 16, vor dem Gebäude des Public Security Bureau der Gemeinde Gomang Feuer an sich. In Flammen stehend riefen sie Slo…
Der Vater der Tibeterin Tamdrin Tso, die nach ihrem Feuerprotest letzte Woche starb, bat darum, man möge für seine Tochter beten, damit ihr nächstes Leben in einem unabhängigen Tibet erfolge.
„Ich bitte euch alle, dafür zu beten, daß meine Tochter in einem unabhängigen Tibet wiedergeboren wird und in ihrem nächsten Leben Seine Heiligkeit den Dalai Lama mit eigenen Augen sehen und seine Worte vernehmen kann“, sagte ihr Vater, Tamdrin Kyab, zu einer Gruppe von Ortsansässigen, die gekommen waren, um seiner Tochter die letzte Ehre zu erweisen.
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Während es zu zwei weiteren Selbstverbrennungen kam, äußerte sich ein tibetischer Offizieller offen gegen Chinas Politik der Härte.
Zwei junge Tibeter legten unabhängig voneinander am Montag, dem 12. November, Feuer an sich und starben. Dies geschah in der Provinz Qinghai, wo ein tibetischer Lokalfunktionär öffentlich die chinesischen Behörden wegen ihrer diskriminierenden Politik rügte, welche zu den Selbstverbrennungen beigetragen habe.
Die Feuerproteste in der Gemeinde Dowa, Bezirk Rebkong (chin. Tongren), in der TAP Malho (Huangnan) bra…
Chinesisches Sicherheitspersonal nahm heimlich den Ehemann von Dolkar Tso, die sich im August verbrannt hatte, fest, weil er das von den Lokalbehörden angebotene Bestechungsgeld zurückgewiesen hat.
Exilquellen zufolge boten die Behörden Dhonue eine stattliche Summe an, wenn er aussagen würde, daß seine Frau Dolkar Tso sich wegen eines Familienstreits verbrannt habe und nicht aus Protest gegen die chinesische Herrschaft.
Dhonue wies das Geld zurück, und nun ist er seit einer Woche im Gewahrsam des Sicherheitspersonals, man weiß nicht wo, no…
Noch ein tibetischer Teenager verbrannte sich am Samstag, dem 10. November, aus Protest gegen die chinesische Herrschaft in der Provinz Gansu und starb. Damit stieg die Gesamtzahl der feurigen Proteste in den von Tibetern bewohnten Gebieten unter chinesischer Besatzung auf 70 [72 unter Miteinbeziehung von Thubten Nyandrak und Jetsun Atse].
Tibet-Gruppen vermuten, daß die Opfer durch ihre Tat ein kräftiges Signal an die KPC senden wollten, die derzeit zum 18. Parteikongreß in Peking zusammengetreten ist, um einmal in zehn Jahren eine neue Füh…
Chinesische Sicherheitskräfte marschieren im Bezirk Rebkong ein, wo Tausende von Tibetern am Schauplatz einer Selbstverbrennung zusammenströmten.
Der 18jährige Kalsang Jinpa steckte sich am 8. November um vier Uhr nachmittags auf dem Dolma Platz vor dem Kloster Rongwo im Bezirk Rebkong (chin. Tongren) in Brand. Der frühere Mönch des Klosters Rongwo hielt ein weißes Banner hoch, auf dem er die Rückkehr des Dalai Lama und Menschenrechte für die Tibeter forderte, hoch, ehe er sich anzündete. Er starb auf der Stelle.
„Innerhalb kurzer Zeit vers…
In der TAP Kanlho (chin. Gannan), Präfaktur Gansu, wo sich vergangenen Monat sieben Tibeter verbrannten, hat die Regierung eine fast komplette Nachrichtensperre verhängt.
Die Lokalbehörden griffen gegen Internet und Mobilfunk hart durch, sie erließen ein unbefristetes Verbot für den Verkauf von mobilen SIM-Karten in drei bekannten Läden im Bezirk Sangchu (chin. Xiahe).
Quellen aus der Gegend sprachen auch von der Schließung eines Internet-Cafés und schwacher oder gänzlich ausbleibender Mobiltelefon-Signale. Dort ansässige Bewohner sagen, si…
Tausende von Tibetern protestierten gegen die chinesische Herrschaft, nachdem sich am 4. November eine weitere Selbstverbrennung in einer tibetisch-besiedelten Gegend der Provinz Qinghai ereignete.
Der Thangka-Maler und Vater zweier Kinder Dorje Lhundup, 25, forderte Freiheit und die Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet, ehe er sich vormittags um 10.30 Uhr an einer der wichtigsten Kreuzungen in der Stadt Rongwo, der Hauptstadt des Bezirks Rebkong (chin. Tongren) in der TAP Malho (chin. Huangnan), in Brand setzte.
Der morgendliche Feuerprotest…
Die chinesischen Behörden im Bezirk Machu (chin. Maqu), TAP Kanlho (chin. Gannan), Provinz Gansu, nahmen kürzlich einen tibetischen Mönch und Erzieher, der eine Organisation zur Erhaltung und Förderung der tibetischen Sprache gegründet hatte, fest.
Der 38jährige Jinpa Gyatso, ein Mönch des Klosters Mayul Samten Choekorling in Machu, wurde am 25. Oktober um ca. 14 Uhr festgenommen. Er war gerade auf dem Weg zu einem kranken älteren Lama seines Klosters, der in der Stadt Chengdu (tib. Tridu) in einem Krankenhaus behandelt wurde.
Wie das TCHR…
Zwei junge Tibeter setzten sich am Freitag, den 26. Oktober, in Gansu in Brand und starben.
Lhamo Tseten, 24, setzte sich um halb drei Uhr nachmittags in der Nähe eines Verwaltungsgebäudes und der Basis der Bewaffneten Volkspolizei in der Gemeinde Amchok, Bezirk Sangchu, TAP Kanlho (chin. Gannan), in Brand, berichteten Augenzeugen auf tibetischen Websites.
Die andere Selbstverbrennung ereignete sich kaum sechs Stunden später, als Tsepak (Tsewang) Kyab, 23, sich auf der Hauptstraße der Gemeinde Sangkhok, ebenfalls in Sangchu, anzündete, ber…
Die chinesische Polizei animiert die Tibeter, sie über Personen zu informieren, die vorhaben sich zu verbrennen.
Die chinesischen Behörden in der unruhigen Provinz Gansu bieten denjenigen eine großzügige Belohnung, die sie über „Planung von Selbstverbrennungsprotesten oder der Anstiftung dazu“ informieren, wobei sie sich verpflichten, die Sicherheit der Informanten zu gewährleisten.
Am 21. Oktober erschienen offizielle Aushänge auf Tibetisch und Chinesisch in der Präfektur Kanlho (chin. Gannan) in der Provinz Gansu, auf denen die Bevölkerun…
Die Zahl der bekannt gewordenen Fälle von Tibetern, die sich in dem von China beherrschten Tibet selbst verbrannten, beträgt zum 17. Oktober tatsächlich 57 und nicht 55, wie allgemein angegeben wird, wenn man den Beitrag der tibetischen Blog-Aktivistin Tsering Woeser vom 1. August heranzieht, der inzwischen von High Peaks Pure Earth ins Englische übersetzt wurde (1).
Unberücksichtigt blieb bisher die offensichtliche Selbstverbrennung von Thubten Nyandak Rinpoche (auch als Athub bekannt), dem Rinpoche des Klosters Dragkar in der Gemeinde Lhag…
Ein Tibeter zündete sich am Dienstag vor einer Poliziestation [oder militärischen Einrichtung wie es in einigen Meldungen heißt] in der Nähe des berühmten Klosters Labrang in der Provinz Gansu an. Es ist die siebte Selbstverbrennung aus Protest gegen die chinesische Herrschaft in ungefähr einem Monat.
Dorjee Rinchen, 58, setzte sich am 23. Oktober um 15.30 h Ortszeit an der Hauptstraße der Ortschaft Labrang im Bezirk Sangchu, TAP Kanlho, in Brand. Nach einem Gerangel mit der chinesischen Polizei gelang es Ortsansässigen, seiner Überreste hab…
Im Verlauf ihrer ständigen Unterdrückungsmaßnahmen gegenüber den Tibetern und den damit verbundenen willkürlichen Festnahmen haben die chinesischen Sicherheitskräfte in Wonpo (Nomadengegend von Dzachuka), Bezirk Sershul, TAP Kardze, Provinz Sichuan, wieder 12 Tibeter festgenommen.
Der in Südindien lebende Mönch Jampa Yonten, der Kontakte zu der Gegend hat, berichtete, daß die Sicherheitskräfte am 15. Oktober bei einem nächtlichen Überfall zahlreiche Personen festnahmen.
„Die Chinesen marschierten in großer Zahl während der Nacht in der Gege…
Zum 57. Selbstverbrennungsprotest kam es im berühmten Kloster Labrang
Beim fünften Feuerprotest innerhalb eines Monats verbrannte sich am 22. Oktober ein Tibeter in einem für seinen Widerstand gegen die chinesische Herrschaft bekannten Kloster in Gansu und war sogleich tot.
Dhondup, ein etwa 65jähriger Nomade und Bauer, zündete sich am Montag um 9.30 h Ortszeit rechts von dem zum Klosterkomplex Labrang gehörenden Serkhang („Goldener Tempel“) an.
Die Selbstverbrennung ereignete sich auf dem Umrundungsweg und in der Nähe des Eingangs zum Kl…