Physik, Mathe oder Französisch – welches Fach ist bei Schülerinnen und Schülern heutzutage eigentlich besonders unbeliebt? Dieser Frage wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Osnabrück bei einer Studie nachgehen, für die sie rund 20.000 Schülerinnen und Schüler verschiedener Schultypen befragen wollen. Online dürfen die dann einmal selbst Schulnoten vergeben: von Eins bis Sechs.
An der Studie sind Prof. Dr. Christian Reintjes, Prof. Dr. Ferdinand Stebner sowie Till Kaiser vom Institut für Erziehungswissenschaften bet…
KI-Sprachmodelle prägen Studium, Arbeit und Alltag. Am 13. November 2025 beleuchtet das Nachmittagsprogramm an der TH Bingen, wo Chancen liegen und wo blinde Flecken entstehen, wenn Systeme zwischen „null und eins“ Entscheidungen vorbereiten oder Sprache erzeugen. Das zweigeteilte Format umfasst einen Impuls-Vortrag zu technischen und ethischen Dimensionen von KI-Sprachmodellen und deren Auswirkungen auf Diversity sowie eine Diskussion mit Hochschulangehörigen verschiedener Bereiche. Ziel ist es, Perspektiven zu bündeln und Lösungsansätze für…
Bakterien der Candidate Phyla Radiation (CPR) gehören zu den am weitesten verbreiteten, aber am wenigsten erforschten Mikroben im Grundwasser. Sie machen dort bis zu 50 Prozent der Bakteriengemeinschaft aus. Versuche, diese Bakterien im Labor zu kultivieren, sind eine Herausforderung, da ihre Populationen unter Laborbedingungen oft nicht überleben.
Ein Team um Nachwuchsgruppenleiter Dr. Martin Taubert vom Exzellenzcluster „Balance of the Microverse“ der Universität Jena hat nun erstmals Bedingungen identifiziert, unter denen Vertreter aus sec…
„Die Bergische Universität unterstützt aktiv innovative Wissenschaft. Das Senior Fellowship ist ein Instrument der Wertschätzung und der gezielten Unterstützung für unsere herausragenden Forschenden. Hier machen wir gewagte, aber dennoch potenziell höchst lohnende Forschungsideen möglich, die sonst schlicht nicht gestartet werden könnten. Die Förderung etablierter Expertise zahlt auf die Sichtbarkeit und Attraktivität des Standorts Wuppertal ein und ist eine wichtige Säule in unserem strategischen Portfolio“, betont Prof. Dr. Stefan Kirsch, P…
„Wir haben eine Fluorverbindung verwendet, die zwischen die Perowskitschicht und der Buckyball-Kontaktschicht (C60) gleitet und dort einen fast monomolekularen Film bildet“, erklärt Abate. Diese teflonartigen Moleküle isolieren die Perowskitschicht chemisch von der Kontaktschicht, was zu weniger Defekten und Verlusten führt. Darüber hinaus erhöht die Zwischenschicht die strukturelle Stabilität beider Schichten, aber ganz besonders in der C60-Schicht. Dadurch wird diese gleichmäßiger und kompakter. „Es ist eigentlich wie der Teflon-Effekt“, sa…
Mario Chemnitz arbeitet daran, Rechnen auf eine neue Grundlage zu stellen: nicht mit elektrischen Strömen in Computerchips, sondern mit Licht. Sein Ziel sind optische neuronale Netze, die Lichtwellen nutzen, um Datenmuster zu verarbeiten, ähnlich wie Nervenzellen im Gehirn. In seiner Nachwuchsgruppe Smart Photonics untersucht er Glasfasern und optische Mikrochips, in denen ultrakurze Lichtpulse miteinander wechselwirken. Diese Wechselwirkungen – sogenannte nichtlineare Effekte – verändern das Spektrum und die Form der Pulse. So können Rechens…
Wenn Louis Sichelstiel über Straßenbau spricht, schwingt seine Leidenschaft für das Handwerk in jedem Satz mit. Der 23-Jährige bereitet sich gerade auf seinen nächsten großen Auftritt vor: den Bundeswettbewerb der Straßenbauer-Azubis in Feuchtwangen. Für den gebürtigen Hahnbacher (Landkreis Amberg-Sulzbach) ist der Bau von Straßen nicht nur ein Job, sondern eine Berufung, die er dank seines dualen Studiums optimal mit akademischer Bildung verbindet.
Der Weg zum dualen Studium an der OTH Regensburg
Seine Begeisterung für das Handwerk begann …
Vor rund 40 Jahren wurde eine neue Materialklasse plötzlich berühmt: Hochtemperatur-Supraleiter können Strom vollkommen verlustfrei leiten, und zwar nicht erst nahe dem absoluten Nullpunkt der Temperatur (0 Kelvin oder minus 273 Grad Celsius), sondern bei viel höheren Temperaturen, wenn auch immer noch weit unterhalb der Raumtemperatur. Inzwischen gibt es bereits technische Anwendungen mit solchen Materialien. Dabei ist das Phänomen noch immer nicht vollständig verstanden. Sicher ist nur, dass Wechselwirkungen zwischen den Ladungsträgern dafü…
Die Ergebnisse der Forschenden des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) in Zusammenarbeit mit der brasilianischen NGO Instituto Tamanduá zeigen, dass Genomstudien wichtige Erkenntnisse für den Schutz gefährdeter Arten liefern können.
Vom 10. bis zum 21. November treffen sich conservation leaders aus aller Welt in Brasilien zur 30. Conference of the parties (COP30) des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC). Das Land beherbergt …
Berlin, 07.11.2025. Aus „Knowledge made in Germany“ müsse „Innovation made in Germany“ werden, öfter und schneller als bisher. Wer Innovationen zuerst realisiere, der setze auch Standards – technologisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich, dies hob Bundesforschungsministerin Dorothee Bär zur Eröffnung des Gipfels für Forschung und Innovation im Rahmen des Falling Walls Science Summit hervor.
Angesichts globaler Umbrüche, wachsender technologischer Abhängigkeiten und fragmentierter internationaler Kooperationen geraten Deutschland und Europ…
Die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung hat ein neues Förderprogramm ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Forschung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern im Bereich Physik zu unterstützen. Sie vergibt daher künftig jährlich bis zu fünf Research Fellowships an herausragende Forschende im frühen Karrierestadium, die sich durch ihre Kreativität, Innovation und Forschungsleistungen als nächste Generation von Führungskräften auszeichnen und das Potenzial haben, ihr Fachgebiet entscheidend voranzubringen. Die Mittel in Höhe von 100.0…
Symbolträchtig ist der Austragungsort der 30. Vertragsstaatenkonferenz (COP30) der UN-Klimarahmenkonvention gewählt. Belém, die Hafenstadt im Nordosten Brasiliens, ist das Eingangstor zum größten zusammenhängenden Tropenwald der Erde, dem Amazonasbecken. Diese „grüne Lunge“ unseres Planeten beherbergt noch immer 6 Millionen Quadratkilometer dichten Regenwalds – eine Fläche, mehr als halb so groß wie Europa. Die Amazonaswälder,der einzigartige Hort biologischer Vielfalt, sind akut von Abholzung bedroht. Früher wirkte der Regenwald als Gegenspi…
Der oberste Teil des Grönländischen Eisschildes besteht an den meisten Stellen aus Firn – einer Art komprimierter Schnee mit unzähligen Lufteinschlüssen. Wenn im Sommer Schnee und Eis schmelzen, saugt dieser einen Großteil des Schmelzwassers auf wie ein Schwamm und schützt so die Eismassen unter ihm. Mit dem Anstieg der arktischen Temperaturen entsteht immer mehr Schmelzwasser, das in den Firn einsickern kann. Wie genau diese Veränderungen aussehen und – noch wichtiger - wie sie sich auf den gesamten grönländischen Eisschild auswirken, ist bi…
Agri-Photovoltaik kann ein wichtiger Baustein der Energiewende sein und zugleich helfen, die Landwirtschaft widerstandsfähiger gegen Klimastress zu machen: Wie sich Stromerzeugung und Ackerbau bestmöglich auf einer gemeinsamen Fläche verbinden lassen, untersuchen Forschende der Universität Hohenheim in Stuttgart ab sofort auf einer 3.600 m² großen Forschungsanlage am Ihinger Hof in Renningen. Die PV-Module sind auf einer bis zu zehn Meter hohen Stahlkonstruktion installiert und erbringen eine Nennleistung von 218 kWp. Zu erwarten ist ein jähr…
„Klimaschutz und Artenschutz sind zwei Seiten derselben Medaille“, sagt Prof. Dr. Bernhard Misof, Generaldirektor des LIB. „Wir können die Folgen der Erderwärmung nur dann wirksam begrenzen, wenn wir zugleich die biologische Vielfalt bewahren – und verstehen. Jeder Quadratmeter Erde erzählt uns etwas über die Anpassungsfähigkeit des Lebens. Dieses Wissen zu verlieren hieße, unsere Zukunft zu riskieren.“
Nach dem „Global Stocktake“ von der COP28 in Dubai und den Finanzierungsverhandlungen der COP29 in Baku steht die COP30 in Belém vom 10. bis…
Schnell noch eine Nachricht über das Mobilfunknetz versenden oder sich per WLAN mit dem Internet verbinden: Drahtlose Kommunikation ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Allerdings verschlingt sie enorme Mengen an Energie. Das soll sich mit einer neuen Technologie ändern, die Prof. Dr. Giuseppe Caire von der TU Berlin, Prof Andrea Alù von der City University of New York, Prof. Marco di Renzo von der Universität Paris-Saclay und Prof. Christoph Studer von der ETH Zürich in den nächsten sechs Jahren erforschen wollen. Für ihr Projekt „Wave…
Am 5. November 2025 wurden im Landesmuseum die Gewinnerinnen und Gewinner des diesjährigen Gutenberg-Stipendiums der Stadt Mainz bekannt gegeben. Dabei bekamen drei Projekte der Hochschule Mainz jeweils eine Auszeichnung. Mit den Gutenberg-Stipendien werden abgeschlossene akademische Facharbeiten gewürdigt, die eine herausragende wissenschaftliche, künstlerische oder fachliche Leistung darstellen und die thematisch einen Bezug zur Landeshauptstadt Mainz aufweisen.
Für das Jahr 2025 vergab die Stadt fünf Stipendien an insgesamt sechs Absolven…
Zumeldung zur Pressemitteilung des Europäischen Forschungsrats (ERC):
https://erc.europa.eu/news-events/news/erc-2025-synergy-grants-results
Zur Förderentscheidung des Europäischen Forschungsrats (ERC) über die Synergy Grants, die am Donnerstag bekanntgegeben wurde, sagte Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Petra Olschowski: „Das hervorragende Ergebnis der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Baden-Württemberg in dem europaweiten Auswahlverfahren unterstreicht die Exzellenz unserer Forschungslandschaft. Die Verbundprojekte der…
„Die Klimaforschung hat seither ihr methodisches und inhaltliches Verständnis des Erdsystems noch einmal deutlich vertieft – und kann Risiken heute genauer benennen als je zuvor“, sagt Professor Joaquim Pinto vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung – Troposphärenforschung (IMKTRO) des KIT. „Tropische Gewittersysteme und Zyklonen konnten in früheren Klimamodellen kaum realistisch abgebildet werden. Heute erreichen Erdsystemmodelle Auflösungen im Kilometerbereich und liefern deutlich präzisere Simulationen, etwa zu Starkregen, Sturzflu…
Tief im Inneren unserer Sonne verbrennen Kernreaktionen Wasserstoff, das leichteste chemische Element, zu Helium, dem zweitleichtesten. Diese Fusionsprozesse und ihre Auswirkungen werden im sogenannten Standardmodell der Sonne beschrieben. Dieses Modell ist die Grundlage für das Verständnis Tausender sonnenähnlicher Sterne. Für die Sonne lässt sich das Modell durch Beobachtungen von Sonnenneutrinos, seismischen Wellen an der Sonnenoberfläche und der Elementhäufigkeiten in der Sonnenatmosphäre validieren. Es gibt jedoch ein überraschendes Prob…