fringe ensemble – in unserem Namen äußert sich nicht nur der Wunsch nach Grenzüberschreitungen, sondern es kündigt sich mit dem englischen „fringe“ und dem französischen „ensemble“ eine internationale Ausrichtung an. Seit der Gründung 1999 sind über hundert Produktionen, Projekte und Projektreihen entwickelt – viele davon in Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen im In- und Ausland. Die notwendige Kontinuität im künstlerischen Team kombinieren wir projektabhängig mit Künstler*innen und Spezialist*innen aus den Bereichen Schauspiel, Musik, Digitale Medien, Film, bildende Künste. In unseren Projekt-Entwicklungen nutzen wir selten bestehendes Material, sondern recherchieren zu komplexen Themen und Zusammenhängen, spannen einen Bogen von dokumentarischen, individuell-subjektiven bis zu philosophischen Positionen.
In unseren Produktionen geht es um vielfältige, auch widersprüchliche Perspektiven, um eine Polyphonie der Erzähl-, Sprach- und Schreibstile; es geht darum, metaphorisch gesagt, mehr als ein Lied zu singen, mehr als eine Melodie zu spielen, mehr als eine Geschichte zu erzählen, und zwar parallel oder kontrapunktisch, in Reibung verbunden.
Wir verfolgen seit gut vier Jahren die Erarbeitung von Projekten, in denen wir in unterschiedlicher Form und Intensität digitale Techniken einsetzen. Dem Raum messen wir in unseren Arbeiten eine große Bedeutung bei. Wie teilen wir einen Raum mit dem Publikum? Was bedeutet speziell diese Frage für digitale und hybride Formate? Welche Art von Eingriff, welche Gestaltung ist bei Outdoor-Formaten sinnvoll? Antworten auf diese Fragen finden wir in der konkreten Ausgestaltung der Projekte und sind geleitet von dem Gedanken optimale Voraussetzungen für einen Dialog zwischen Kunst und Publikum zu schaffen.
Wir sind im Theater im Ballsaal in Bonn zuhause. Hier produzieren wir, von hier aus starten wir zu Arbeiten mit nationalen wie internationalen Partner*innen und bringen die im Ausland entstandenen Produktionen hierher. Zudem verbinden uns in NRW langjährige Partnerschaften mit der studiobühneköln, der Orangerie Köln, dem FFT Düsseldorf sowie dem Pumpenhaus Münster, überregional zum tak und theaterdiscounter, beide Berlin, und der Schaubühne Lindenfels in Leipzig. Neu ist unsere Zusammenarbeit mit boat people projekt, Göttingen, mit denen wir seit 2020 an einem innovativen Hybriden Theaterhaus arbeiten, dessen Funktionen wir an konkreten Projekten fortentwickeln.
Projekte und Stücke entstanden in den letzten Jahren in Deutschland, Lettland, in der Türkei und in West-Afrika. Die Produktionen zeigten wir in Bonn und u. a. in Münster, Köln, Düsseldorf, Berlin, Leipzig, im Ausland.
Wir knüpfen Bande zum Fachpublikum z.B. bei Einladungen zum internationalen PPLG Symposium, auf dem next level – festival for games oder der Tagung „Hybride Bühne“ in Göttingen. Und wir suchen den Austausch mit anderen über aktuelle Entwicklungen in der Szene, z.B. auf den Festivals, zu denen wir zuletzt eingeladen wurden, wie İstanbul Tiyatro Festivali, Internationale Kulturtage Karlsruhe, Internationales FigurenTheaterFestival sowie A MAZE./Berlin-Festival (dort ausgezeichnet mit dem Human Human Machine Award).
Das fringe ensemble gehört zum zweiten Mal zu den Ensembles, die in die Spitzenförderung des Landes NRW aufgenommen wurden.