(openPR) "Krankheit der Dämonen" – Ein Tabu ins Licht rücken
Weltweit leiden etwa 450 Millionen Menschen an psychischen und neuropsychiatrischen Erkrankungen, die mit individuellen und gesellschaftlichen Folgen einhergehen können. Ängste, Vorurteile und fehlende medizinische Versorgung erhöhen den Bedarf an fundierten Information und Angeboten zur Förderung psychischer Gesundheit in der Bevölkerung in Deutschland und weltweit. Zur Sensibilisierung und für den Austausch zu psychischer Gesundheit laden das Deutsche Institut für Ärztliche Mission e. V. (Difäm), das Zentrum für Entwicklungsbezogene Bildung (ZEB) der Evangelischen Landeskirche Württemberg und der Freundeskreis Yenfaabima der Kirchengemeinde Stetten im Remstal ein zu einem ersten: Internationalen Fachtag "Psychische Gesundheit – in Deutschland und weltweit" am 18. April 2018, von 14.30 - 20.00 Uhr im Evang. Bildungszentrum Hospitalhof, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart.
In Ländern mit niedrigem Einkommen erhalten die Betroffenen selten die notwendige medizinische Versorgung – weil es keine ausgebildeten Fachkräfte gibt oder weil sie oder ihre Familien die Erkrankung aus Furcht vor Stigmatisierung leugnen. In Deutschland steigt die Anzahl der Krankmeldungen aufgrund psychischer Erkrankungen seit Jahren. "Zunehmender Stress, aber auch eine veränderte Diagnostik und Klassifizierung spielen eine Rolle", sagt Difäm-Gesundheitsreferentin Dr. Beate Jakob. Neben einem erhöhten Bedarf an Prävention, Enttabuisierung und der Förderung der psychischen Gesundheit in der Bevölkerung rückt auch die Lücke in der psychosozialen Versorgung traumatisierter Geflüchteter in den Fokus. "Mit dem Fachtag möchten wir für das vielschichtige Thema der psychischen Gesundheit sensibilisieren, aber auch zur Vertiefung von Einzelaspekten und zum Austausch von Akteuren beitragen, die bereits zum Thema psychischer Gesundheit arbeiten", erläutert Ralf Häußler vom ZEB.
Einführend nähern sich Fachreferentinnen in kurzen Hauptvorträgen dem Thema von globaler sowie lokaler Seite. "Dabei geht es um Krankheitszahlen und die Rolle psychischer Gesundheit in der Entwicklungszusammenarbeit, aber auch um kulturelle Unterschiede im Verständnis von Krankheit und Behandlung", sagt Rudolf Schmid vom Freundeskreis Yenfaabima. Zur Vertiefung aktueller Projekte und Hintergründen zu menschenrechtlicher Arbeit und traditioneller Heilkunst gibt es thematische Workshops mit Gästen aus Burkina Faso, Indonesien und Südafrika und einen Markt der Möglichkeiten für den persönlichen Austausch. Im Anschluss wird der Film "Die Krankheit der Dämonen" in Anwesenheit Protagonisten aus Burkina Faso und der Regisseurin gezeigt.
Der Fachtag richtet sich an alle am Thema Interessierten. Der Eintritt ist frei.
Anmeldungen an
Die Referentinnen und Referenten des Tages stehen Ihnen für Interviews zur Verfügung. Melden Sie sich gerne bei Anna Buck, 07071-7049030 oder








