(openPR) Im Frühjahr 2018 begibt sich die Dokumentarfilminitiative bundesweit auf die Suche nach Netzwerken und Kollektiven, die von Dokumentarfilmer*innen, Kameraleuten oder Autor*innen gegründet werden. Sie wollen ihre eigenen Filme machen und zugleich ihre Position im Markt stärken. Auf einmal gibt es dabei das Bedürfnis, auf einen politischen Begriff der Nach-68er-Jahre zurückgreifen. Doch wie wird das Kollektiv heute gefüllt und genutzt? Wie praktisch umgesetzt in einer Produktionslandschaft, die immer schon nur teamorientiert funktioniert hat?
Die aktuellen Motive liegen schnell auf der Hand: immer mehr Anbieter im Filmmarkt treffen auf erodierende bzw. sich neu formierende Verwertungs- und Finanzierungsstrukturen. Da ist Selbsthilfe und Sich-Neu-Erfinden angebracht. Wie stark ist der Wunsch nach Unabhängigkeit und Autonomie und welche weiteren Impulse führen zu Zusammenschlüssen dieser Art?
Am 19. April präsentieren wir aktuelle Netzwerke und Kollektive mit nicht-hierarchischen Strukturen in Filmproduktion, Vertrieb und in der Weiterbildung. Wir fragen nach ihren Tools für die Vermittlung und Umsetzung ihrer Anliegen in Zeiten von Social Media und nach den Konsequenzen für die Ökonomie in einer Gruppe.
Es werden unter anderen vorgestellt das neopan-Kollektiv, das Filme ohne jegliche öffentliche Filmförderung realisiert, das Hamburger Kollektiv Das Kind mit der goldenen Jacke, in dem sich verschiedene Gewerke von Filmschaffenden zusammengeschlossen haben oder die Kölner Produktionskooperative petrolio. Im Bereich der Verwertung wird u.a. die Streamingplatform Dokomotive präsentiert. Die Filmarche Berlin ist eine seit 15 Jahren erfolgreich selbstverwaltet agierende Filmschule. Das Programm verfolgt auch historische Linien zu Kollektiven der 70er und 80er Jahre und den Spuren, die sich bis heute finden.
Das Publikum hat Gelegenheit, nachzufragen und sich anregen zu lassen.
Tagung, 19. April 2018, 10-18 Uhr, Filmforum NRW, Bischofsgartenstraße 1
Eintritt: 15 Euro (ermäßigt 10 Euro).
Der Rahmen:
Diese eintägige Veranstaltung bildet den Auftakt des großen Jahresthemas der dfi im Filmbüro NW Welche DOKUMENTAR-FILM-KULTUR wollen wir?
Im Zentrum stehen die Fragen: Welche Filme möchten wir in Zukunft sehen angesichts der Veränderungen des Markts und durch die Digitalisierung? Durch welche Strukturen und Neuorientierungen wäre eine im besten Sinne eigensinnige und ästhetisch vielfältige Produktion langfristig zu unterstützen?
Vorschau: Teil 2: Am 20. / 21. September 2018 wird zu diesen weiterführenden Fragen das Herbstsymposium der dfi stattfinden.
Im Verlauf des gesamten Jahres wird die Diskussion Online in Social Media –Gruppen fortgesetzt.
Infos, Programm, und Anmeldung unter www.dokumentarfilminitiative.de
News und Hintergrundinformationen zum Thema finden sich laufend unter www.facebook.com/dfi.Dokumentarfilminitiative
Pressekontakt Stefanie Görtz,
Veranstaltungsort Filmforum NRW (Kino im Museum Ludwig), Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln
Veranstalter dfi dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW in Kooperation mit dem Filmbüro NW
Kooperationspartner: AG DOK; Duisburger Filmwoche; Kunsthochschule für Medien Köln
Förderer: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW; VFF Verwertungsgesellschaft der Film und Fernsehproduzenten; Stadt Köln














