(openPR) Im Naturpark Dübener Heide ist am Dienstag (12. September) um 14 Uhr der Spatenstich für ein 225.000 Euro-Projekt, das mit Mitteln der europäischen Gemeinschaftsinitiative LEADER+ gefördert wird. Am barocken Wasserschloss im Bad Schmiedeberger Stadtteil Reinharz wird der Förderverein Schloss „Reinharz“ e.V. als Träger des Projektes in den nächsten Monaten eine Erdsondenanlage zur Gewinnung von Erdwärme in Kombination mit einer Scheitholzvergaseranlage sowie eine vollbiologischen Kläranlage über Schilfbeete errichten lassen. Des weiteren wird der barocke Vorplatz des Schlosses wiederhergestellt.
„Der Einbau einer Heizungsanlage für regenerative Brennstoffe und die Errichtung einer vollbiologischen Kläranlage stellen für den Schlosskomplex ein zukunftsweisendes Energie- und Umweltkonzept dar“, sagte Peter Snyder vom Förderverein. „Das Ganze ist nicht nur umwelt-, sondern kostenverträglich und lässt sich daher wirtschaftlich betreiben.“
Wasserschloss Reinharz wurde zwischen 1690 und 1701 durch den sächsischen Erbmarschall Heinrich Löser errichtet. Es war bis 1824 in Familienbesitz, wurde später für 130.000 Taler an Friedrich Wilhelm Hertwig verkauft. Zu DDR-Zeiten war ein Genesungs- und Erholungsheim untergebracht. Der Förderverein will das barocke Bauwerk als touristisches Ausflugsziel inmitten des Naurparks Dübener Heide öffnen und nach Fertigstellung der Baumaßnahmen wieder für kulturelle Veranstaltungen nutzen.
Der Naturpark Dübener Heide ist seit 2003 LEADER+ -Region. Träger der EU-Gemeinschaftsinitiative ist der 400 Mitglieder starke Verein Dübener Heide e.V. LEADER fördert in der Region modellhaft innovative Aktionen. Ziel ist es, diese auf dem Weg zu einer eigenständigen Entwicklung zu unterstützen.
Im sächsischen und anhaltischen Teil des Naturparks Dübener Heide werden bis Ende dieses Jahres über zwei Millionen Euro EU-Gelder in nachhaltige Natur-, Umwelt-, Wirtschafts- und Tourismusprojekte investiert sein. Leader steht für „Liaison entre actions de développement de l´économie rurale“ (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft).












