(openPR) Dachte ich doch, dass ich durch meine Liebesgeschichte im Buch, mehr Männer vor dem Prostata-Krebstod bewahren kann. Naives Wunschdenken beim Schreiben. Oder? Im Jahr 2017 ist die Zahl der Männer, die zum Arzt gehen, gestiegen. Mehr Männer wollen nicht den grausamen Krebstod sterben. Woher weiß ich das? Aus der Krebs-Statistik.
Obwohl ich ein gestörtes Verhältnis zu den Medizinstatistikern habe (aus meiner Krankengeschichte verständlich) will ich hier mal eine Ausnahme machen. Es tut gut, wenn ich mit meinem Buch im Trend liege, sogar den Trend befördern kann.
Reden wir von Vorsorge! Der Begriff ist positiv besetzt. Beruhigt, klingt wie ein Versprechen in der Versicherungsbranche.
Bevor die Sorgen im Alter auftreten, kann man(n) überlegen, wie er sich gegen schwere fatale Krankheiten schützt. Vorsorge kennen wir als Lebensversicherung (obwohl sie das Leben nicht versichert). Oder eine Zusatzversicherung für einen eventuellen Krankenhausaufenthalt. Geht es um ein gesundes, beschwerdefreies Altern, raten die Mediziner auf ein paar Laster zu verzichten. Diabetes im Alter kann man vermeiden, wenn ich meinen Zuckerkonsum erheblich reduziere. Durch den Verzicht aufs Rauchen kann ich die Wahrscheinlichkeit an Lungenkrebs zu erkranken minimieren und zu viel UV-Strahlung provoziert Hautkrebs. Das sind gängige Beispiele.
Und was tue ich gegen den drohenden Haarausfall, gegen die bevorstehende Glatze, wie die meines Vaters? Aha, jetzt bin ich beim Thema. Vorsorglich kann ich durch bewusste Ernährung und intelligentes Verhaltens meine Gesundheit beeinflussen. Doch nicht in allen Bereichen. Der Vergleich ist banal aber deutlich: Die Glatze kommt, egal was ich tue oder lasse. Erblich bedingt oder eine Begleiterscheinung des Alterns.
Unser Gesundheitssystem bietet Vorsorge-Untersuchungen an. Das klingt wie "sorgenfreie" Zukunft, wenn man die Angebote der Krankenkassen annimmt. Doch hier verschleiert der Begriff die Tatsachen. Prostatakrebs-Vorsorge kann den Krebs *nicht* verhindern. Das ist wie mit der Glatze. Sie kommt - oder auch nicht.
Altersbedingt wächst die Prostata gutartig - oder bösartig. Deshalb gehen wir zur Untersuchung, um diese Entwicklung frühzeitig zu erkennen. Prostatakrebs-Früherkennung heißt es richtig.
Der Begriff "Vorsorge" ist irreführend. Die Untersuchungen können die Krankheit nicht verhindern, sondern lediglich eine Erkrankung im Frühstadium erkennen. Und genau diese Untersuchung rettet unser Leben!
Die Prostata wächst im Alter. Die Zeichen kennt jeder Mann ab 60. Doch ob das wachsende Gewebe gutartig oder bösartig ist, darauf haben der Arzt wie der Patient keinen Einfluss. Das ist das tückische an dieser Krankheit. Darum sollte der Mann zum Arzt gehen, um rechtzeitig zu erkennen, was da wächst.
Zehn Jahre lang bin ich regelmäßig, einmal im Jahr, zur Untersuchung gegangen. Dann kam es an den Tag: Aggressiver Tumor. Seit elf Jahren lebe und liebe ich ohne Prostata.
Es geht um Früherkennung. Arzt und Patient haben viele Möglichkeiten herauszufinden, was da in der Drüse wächst. Sobald bestimmte kritische Marker darauf hinweisen, dass da eventuell in Karzinom entsteht, können Arzt und Patient nach einer Lösung suchen, wie Krebswachstums mit Todesfolge verhindert werden kann. Durch die relativ lange Vorlaufzeit kann frühzeitig interveniert werden. Dann nämlich gilt der Spruch: Frühe Diagnose rettet Leben.
In meinem Buch „LIEBE LUST PROSTATA, Eine wahre Liebesgeschichte“ (Webseite: liebe-lust-prostata.de/)
beschreibe ich die Zeit vorher und nachher. Und hätte meine Partnerin mich nicht gedrängt, ich hätte fast den Zeitpunkt für eine Operation verpasst.
Die Geschichte hat ein Happy End. Heute bin ich krebsfrei und genieße das Leben mit Lust und Liebe.










