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Fokus ÜBER DEUTSCHLAND

29.01.201816:09 UhrKunst & Kultur
Bild: Fokus ÜBER DEUTSCHLAND
NSU Spot_Tribunal NSU Komplex auflösen
NSU Spot_Tribunal NSU Komplex auflösen

(openPR) "Volk, ja was versteht man unter Volk? Meinen Sie jetzt auch so mit den Ausländern und so alles?"
(aus „Former East, Former West“ // Shelly Silver, 1994)

Fokus: ÜBER DEUTSCHLAND - Filmprogramm mit multiplen Formaten im Rahmen des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund | Köln



Vom 24. Bis 29. April findet in Köln die 35. Ausgabe des Internationalen Frauenfilmfestivals statt. Sechs Tage lang sind rund 100 Filme in den Sektionen Panorama, begehrt! – filmlust queer, Internationaler Debüt-Spielfilmwettbewerb, Deutscher Wettbewerb für Nachwuchs-Bildgestalter*innen und der Filmbildung zu sehen.

In der Kölner Ausgabe stellt das IFFF stets ein Land oder eine Region in den Fokus und beleuchtet das Filmschaffen der Frauen aus diesem Kulturkreis. Nach der Auseinandersetzung mit Kinematografien diverser Länder in den vergangenen Jahren, scheint der Zeitpunkt gekommen, den Blick nach innen zu richten: ÜBER DEUTSCHLAND lautet der Fokus des Festivals 2018 und präsentiert sich als offenes künstlerisches und politisches Plädoyer für Vielfalt jenseits von Nationaldebatten.

Identität und Zugehörigkeit, Ausgrenzung und Empowerment sind Schlüsselbegriffe des Programms. Zwar gelten Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung als erklärte Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Doch nicht nur im Filmbereich sind Angehörige sogenannter Minderheiten eher als Protagonist*innen und Themen von Kulturprodukten zu finden (falls sie überhaupt repräsentiert werden), als dass sie selber Handelnde hinter der Kamera sind und eigene Themen setzen können. Diese Ausschlüsse, Hierarchien und Machtstrukturen werden vom Kulturbetrieb selbst kaum thematisiert. „Die idealisierte Vorstellung von der freien Kunst bedeutet gleichzeitig die irrige Annahme, dass der Kulturbetrieb automatisch allen gleich zugänglich wäre – ohne darüber zu sprechen, dass auch die Kunst ein kapitalistisches System ist, das Menschen mit Gewalt raushält.“ (Sandrine Micossé-Aikins)

Zum Themenschwerpunkt ÜBER DEUTSCHLAND lädt das Festival verschiedene Akteur*innen, Initiativen und Projekte ein, um gemeinsam über diese strukturellen Rassismen nachzudenken und Alternativen anzubieten. Jeder Teil dieses vielformatigen Programms mit aktuellen und historischen Filmen und Videos, Diskussionen, Vorträgen, einer szenischen Lesung und einem Videoworkshop hat eine eigene Ideengeberin. Mehr als zehn Filmemacher*innen, Kurator*innen, NGOs und Institutionen, denen die Vielstimmigkeit in diesem Land ein grundlegendes Anliegen ist, sind beteiligt an dem von Betty Schiel kuratierten Programm. Dazu gehören u.a. Cana Bilir-Meier, Alexandra Gerbaulet, Janine Jembere, Karin Michalski, Sandrine Micossé-Aikins (Diversity.Arts.Culture Berlin), Irit Neidhardt (mec Film), Aurora Rodonò, belit sag und Britta Wandaogo sowie die Deutsch-Afrikanische Kooperation e.V., Hochschule Düsseldorf Peter Behrens School of Arts, Tribunal „NSU-Komplex auflösen“, Kunsthochschule für Medien Köln, ZAK Zukunftsakademie NRW.

Die Filme des Programms zeigen Entwicklungslinien und Strukturen von Diskriminierungen in der deutschen Gesellschaft auf, aber auch gelungene politische Interventionen, in denen die Ausgrenzungen überwunden wurden, wie in dem Dokumentarfilm PIERBURG. IHR KAMPF IST UNSER KAMPF. Edith Schmidt und David Wittenberg dokumentierten 1974 den von Gastarbeiterinnen vorangetriebenen legendären Arbeitskampf beim Automobilzulieferer Pierburg in Neuss.

Shelly Silver hat zwei Jahre nach der Wiedervereinigung im Stil einer Straßenumfrage Passanten in Berlin nach ihren Wünschen und Phantasien befragt. Es geht um Begriffe wie „Volk“, „Zugehörigkeit“, „Geschichte“, „Ausländer“ oder das Wort „Heimat“. In FORMER EAST, FORMER WEST (1994) hat sie das Thema in einen konkreten politischen Zusammenhang gestellt. Angela Melitopoulos verortet in ihrem Dokumentarfilm PASSING DRAMA (1999) den Beginn von Fluchtbewegungen als Massenphänomen am Ende des ersten Weltkriegs. Die Auswirkungen dieser Migrationsbewegungen wirken bis heute nach. Beide Film-Programme werden in Kooperation mit der Kunsthochschule für Medien Köln präsentiert.

Das Tribunal NSU-Komplex auflösen wird eingeladen, beim Festival mehrere NSU-SPOTS vorzustellen. Das sind kurze Videos verschiedener Autor*innen, die unter anderem zur Mobilisierung für das Tribunal entstanden und die blinden Flecken in der Aufarbeitung des NSU-Komplexes thematisieren.

Die Filmemacherinnen Cana Bilir-Meier und belit sag fragen in ihrem Kurzfilmprogramm, wie wir uns mit Hilfe von filmischen Bildern erinnern: Wer spricht und wer wird adressiert? Wer profitiert davon, was und in welcher Lesart erinnert wird und in die Geschichtsschreibung eingeht?

Liwaa Yazij ist eine der Autor*innen von HEIM, einer Fernsehserie über Ausländer*innen in Deutschland, die mit einer renommierten deutschen Produktionsfirma realisiert werden sollte. Das Projekt ist ins Stocken geraten, weil derzeit kein deutscher TV-Sender die Serie in Auftrag gibt. Beim Festival wird das Projekt diskutiert und Auszüge aus dem Drehbuch in einer szenischen Lesung präsentiert.

Der Video-Workshop I speak so you don't speak for me - The Cinema of Me nutzt das Projekt "Paradise Park“ der Hochschule Düsseldorf Peter Behrens School of Arts. "Paradise Park" ist ein Ü-Wagen, der Informationen einholt, Bürger*innen einbezieht und mediale Events inszeniert. Gemeinsam mit der Filmemacherin Britta Wandaogo wird der Ü-Wagen in Köln für einen 2-tägigen Workshop zum Einsatz kommen. Unter dem Motto „I speak so you don’t speak for me“ können die Teilnehmer*innen ihre Ansichten über sich und ihr Umfeld in einem Video umsetzen. Eine Kooperation mit der Fakultät Design der Hochschule Düsseldorf PBSA, ZAK Zukunftsakademie NRW und den Kölner Vereinen DAKO e.V. und der Alten Feuerwache. Das Video, das im Rahmen des Workshops entsteht, wird im Festivalprogramm präsentiert.


Allgemeine Infos

Festivalorte Köln
Odeon Kino, Filmforum im Museum Ludwig, Filmpalette, Kunsthochschule für Medien Köln,
Altes Pfandhaus mit Festival- und Pressezentrum.

Kino Dortmund
Kino im U

Programm (ab Ende März)
www.frauenfilmfestival.eu / Vorverkauf: www.koelnticket.de

Weitere Termine:
Eröffnungs-Pressekonferenz: 24. April 2018, 14 Uhr Ort: Flandrischer Hof, Flandrische Str. 3-11

Festivaleröffnung: 24. April 2018, Odeon Kino, Severinstraße 81

Preisverleihung: 29. April 2018, Außenspielstätte am Offenbachplatz


Gefördert von: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Stadt Köln

Mit Unterstützung der: Zukunftsakademie NRW, Gleichstellung der Kunsthochschule für Medien Köln

Video-Workshop in Kooperation mit: Fakultät Design der Hochschule Düsseldorf - HSD PBSA, DAKO e.V., Alte Feuerwache Köln e.V.

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