(openPR) „Es ist schon alles gesagt – nur noch nicht von jedem!“ Wer diesen Satz auf regelmäßige Besprechungen und Sitzungen übertragen kann, verschwendet seine Zeit mit Rumsitzen, Zuhören und Langeweile. Effizienz geht anders.
• Ziel
• Zeit
• Ergebnis
Sitzungen, die in diesem Dreiklang stattfinden, folgen einem Plan und jemandem, der diesen Plan umsetzt: der kompetenten Gesprächsleitung. Eine kompetente Leitung muss nicht zwangsweise eine Führungsposition innehaben, sondern sie verfügt über Kompetenzen als Moderator bzw. Moderatorin.
• Auffordern
• begrenzen
• zusammenfassen
sind die wesentlichen Aufgaben einer Gesprächsleitung, die Wortbeiträge koordiniert und managt. Dazu gehört nicht zwangsweise das Fachwissen zum Gesprächsgegenstand, sondern vielmehr die Fähigkeit, Wesentliches herauszuhören, Gesprächspartner zu identifizieren und Redundanzen zu unterbinden.
TIPP: Wenn es darum geht, in einer Diskussion einen wesentlichen Punkt zu entscheiden, stellen Sie sich das Gespräch wie eine Blüte vor: Das Zentrum der Blüte ist die Entscheidung, alle Blütenblätter drumherum sind nichts als Worte. Manchmal zielführend, manchmal überflüssig, manchmal sinnvoll. Kehren Sie stets zum Zentrum der Blüte zurück, wiederholen Sie die Argumente und stellen Sie die immer wieder die Entscheidungsfrage. Lassen Sie die Teilnehmer nicht vom Thema ablenken, es verwässern oder zerreden. Ein Moderator hält die Zügel in der Hand und lenkt das Geschehen.
„Man kann über alles reden, nur nicht über 2 Stunden“ - auch diese Weisheit ist für eine gute Moderation wichtig. Zeit ist Geld, Zeit ist Macht und Zeit ist kostbar. Deshalb ist eine Begrenzung von Zeit für eine konstruktive Diskussion wichtig. Um dies zu realisieren, gibt es viele Ideen:
• Wir reden im Stehen.
• Wer spricht, hält ein brennendes Streichholz in die Höhe. Nach kurzer Zeit ist Auspusten wichtiger als Reden.
• Die Uhr läuft – für jeden Redebeitrag gibt es eine begrenzte Zeit.
• Wir reden nicht, wir schreiben es auf.
Um festgefahrene Strukturen zu verändern, muss in erster Linie die Gesprächsleitung neu definiert werden. Eine Person mit Moderationskompetenz bestimmt die Organisation eines Meetings, die Bestuhlung, die Tischordnung, das Angebot von Getränken und Keksen, den Einsatz von Medien. Sie hat das Recht, eine Tagesordnung zu bestimmen, Aufgaben während der Besprechung zu verteilen und Redebeiträge zu koordinieren.
TIPP: Sie werden als neue Gesprächsleitung innerhalb der Abteilung benannt? Dann bemühen Sie sich zuerst um die wesentlichen Punkte: Was muss entschieden werden? Wer braucht welche Information? Welche TOPs sind überflüssig? Konzipieren Sie mit diesem Wissen die geplante Sitzung und tun Sie auf keinen Fall das, was sonst immer getan wurde! Als Moderator bzw. Moderatorin halten Sie die Fäden in der Hand und haben einen Wissensvorsprung über das, was kommt und wie es ablaufen soll. Alle anderen müssen ihnen folgen.
Um eine Sitzung zu konzipieren, braucht es Methoden. Abhängig vom Ziel, den Inhalten, den Teilnehmern und der Umgebung sind manche Methoden sinnvoll, manche weniger praktikabel. Auch die Gruppengröße und die Technik können wesentliche Elemente sein, die zu berücksichtigen sind. Eines jedoch ist bei allen gleich: Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer brauchen einen Überblick über das, was kommen wird; alle brauchen eine Orientierung über das, was sie tun sollen; nicht jeder hört immer zu. Respekt, Autorität und Aufmerksamkeit muss jeder Moderator sich verdienen und immer wieder einfordern.










