(openPR) Projekt mit mobilem Kunst-Container ausgezeichnet
Paderborn, im Dezember. Als einziger Künstler 2017 erhielt der Paderborner Manfred Webel den mit 7500 Euro dotierten Preis für kulturelle Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Webel wurde für seine partizipativen Kunstaktionen geehrt.
NRW Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen zeichnete Webels Projekt im Rheiner Stadteil Dorenkamp aus. Dort kam sein mobiler Kunst-Container zum Einsatz.
Werner Schaub, Vorsitzender des Bundes Bildender Künstler (BBK) sagte über Webels Arbeit: «Herr Webel sucht in seinen Projekten stets die Verbindung herzustellen zwischen künstlerischen Fragestellungen einerseits und den sozialräumlichen und psychischen Gegegebenheiten andererseits. Diese – in ihren Ansprüchen beeindruckende – künstlerische wie pädagogische Tätigkeit bildet fast untrennbar eine Einheit.»
Vom mobilen Kunst-Container aus (Infos dazu unter http://www.manfred-webel.de) entwickelte Manfred Webel in drei Phasen – gemeinsam mit den Dorenkamper Bürgern – ein Konzept zur Identifikation. Das Resultat sind fließend-bewegte Skulpturen, die im kommenden Jahr gebaut und an markanten Punkten aufgestellt werden.
Manfred Webel: «Es geht um die Auseinandersetzung mit dem Stadtteil. Was macht ihn als Raum aus? Warum lebt Marie gerne hier? Nimmt sie Ihren Stadtteil als solchen wahr?»
Das Projekt wurde in drei Phasen umgesetzt: In der ersten Phase gab es einen lokal auf allen Ebenen kommunizierten Wettbewerb. 280 Bürger – Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder – nahmen teil und reichten ihre Entwürfe ein.
In der zweiten Phase kam der mobile Kunst-Container vor Ort zum Einsatz: In dem rollenden Atelier wurden weitere 170 Bürger mit Webels Hilfe kreativ und die besten Entwürfe von der Skizze bis zum Bauplan wurden gemeinsam weiterentwickelt und Orte für die Aufstellung gefunden.
In Phase drei werden die Skulpturen gebaut und aufgestellt.
Manfred Webel zu seiner Philosphie: «Von Kunst berührt sein, mit allen Sinnen, sollte keine Einbahnstraße sein. Kunst sollte auch berührt werden, bewegt, besessen, bewohnt. Das ist einfach eine Übertragung von Empathie für Menschen auf Empathie für die Dinge. Und ich will ja Menschen auch nicht nur ansehen.“
In 25 Jahren künstlerischer Tätigkeit hat Manfred Webel 96 partizipative Kunstprojekte umgesetzt – im Klassenzimmer, im Stadtteil, mit Unternehmensmitarbeitern. Dabei hat er Grundformen künstlerischer Partizipation herausgearbeitet, die als Module künftiger Projekte adaptierbar sind.
Downloads Bilder (Porträt, Preisverleihung, Kunst-Container):
https://pr.pressebuero-gerling.de/manfred-webel/partizipative-kunst-kulturpreis-nrw/










