(openPR) LIEBENAU – Man kann schon fast von einer Tradition sprechen: Am Sonntag vor Weihnachten gehört die Liebenauer Kirche St. Maria der Mädchenkantorei an der Domkirche St. Eberhard Stuttgart. In diesem Jahr stand „A Ceremony of Carols“ von Benjamin Britten im Mittelpunkt. Außerdem war Irmgard Gorzawski an der Harfe zu hören.
Fast engelsgleiche Stimmen
Die Köpfe der Zuhörer in der voll besetzten Liebenauer Kirche drehten sich nach oben zur Empore, als der Konzertchor der Mädchenkantorei mit kräftiger Stimme „Veni Domine“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy intonierte. Unter der Leitung von Domkapellmeister Christian Weiherer ließen die klaren, fast engelsgleichen Stimmen der Sopranistinnen ebenso aufhorchen wie der warme Klang der Alti.
Bunte Vielfalt der Zuhörer
Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau, hieß willkommen zu einer bunten Mischung adventlicher und weihnachtlicher Musik aus mehreren Jahrhunderten. „So bunt ist auch die Vielfalt der Zuhörer bei diesem Konzert“, betonte Prälat Brock. „Das ist quasi die Würze.“ Viele Bewohner der Stiftung Liebenau seien normalerweise nicht in der Lage, ein Konzert zu besuchen. „Wir sind, wie wir sind, und das wollen wir auch zum Ausdruck bringen.“
Aufbauchor berührt die Herzen
Zu „Es kommt ein Schiff geladen“ zogen die jüngeren Mädchen des Aufbauchors nach vorne in den Altarraum. Unter der Leitung von Domkantorin Lydia Schimmer folgte das anspruchsvolle „Rorate Caeli“ von Enjott Schneider. Konzentriert sangen die jungen Stimmen „Ave maris stella“ von Josef Rheinberger und das schlichte, dadurch besonders zu Herzen gehende „Die Nacht ist vorgedrungen“ von Johannes Petzold.
A Ceremony of Carols
Benjamin Brittens schrieb den Zyklus „A Ceremony of Carols“ zu Weihnachten 1942. Begleitet von Irmgard Gorzawskis Harfenspiel dürfen sich die Töne nicht nur bei „Wolcum Yole!“ reiben. Mit höchster Aufmerksamkeit folgten die Mädchen des Konzertchors dem Dirigat von Domkapellmeister Weiherer. Nach dem besinnlich-ruhigen „There is no Rose“ folgte „Balulalow“ und „As dew in Aprille“ mit Solostimmen aus den eigenen Reihen. Rasant und mit prägnanter Rhythmik gelang den jungen Sängerinnen auch „This little Babe“. Das „Interlude“ gehörte ganz der Harfe. Mal zart, mal mit Verve ließ Irmgard Gorzawski die Saiten des Instruments klingen, dem nicht umsonst das Attribut himmlisch zugeschrieben wird.
Eine Rose als Dankeschön
Schließlich sangen Konzert- und Aufbauchor gemeinsam „Dein Reich komme“ von Heino Schubert. Die ganze Singfreude der Mädchen kam bei „The heavenly Aeroplane“ von John Rutter zum Ausdruck. Mit den Fingern schnippend ließen sie am Ende ein kräftiges „Yeah“ folgen, das die Zuhörer zum anhaltenden Applaus hinriss. Am Ende erhielt jede Sängerin eine weiße Rose als kleines Dankeschön und eine Zugabe für das begeisterte Publikum durfte natürlich nicht fehlen.
_________________________________________
















