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Erster Autostromtarif, der Netzdienlichkeit belohnt

11.12.201712:09 UhrTourismus, Auto & Verkehr

(openPR) https://autostrom.stromdao.de/



Die STROMDAO beweist mit ihrem neuen Autostromtarif für private Haushalte, dass die Elektromobilität ein wichtiger Baustein der Energiewende sein kann. In der politischen Diskussion wird stattdessen oft künstlich ein Gegensatz zwischen der Energiewende und dem angestrebten Ausbau der Elektromobilität konstruiert. So wird beispielsweise ein langsamerer Ausstieg aus der klimaschädlichen Stromerzeugung mit dem Hinweis gefordert, dass der von Elektroautos benötigte Autostrom künftig zusätzlich erzeugt werden müsse. Dieses Argument verkennt, dass das wahre Problem nicht die Menge des insgesamt in Deutschland produzierten Stroms ist, sondern der zeitliche Verlauf des täglichen Strombedarfs. Genau für dieses Problem bietet der Autostromtarif der STROMDAO eine überzeugende Lösung an.

Das Grundproblem der Energiewende

Im Bereich der Stromversorgung besteht das Kernproblem der Energiewende darin, dass Wind- und Solarstrom nicht frei regelbar sind. Wann ein Windrad oder eine Photovoltaikanlage Strom erzeugen kann, hängt von nicht kontrollierbaren äußeren Bedingungen ab. Im Kleinen kennt jeder Betreiber einer Photovoltaikanlage das Problem aus eigener Erfahrung. Die Solaranlage erzeugt mittags den meisten Strom, wenn oft niemand Zuhause ist. Benötigt wird der Strom hingegen in den Abendstunden, wenn die Photovoltaikanlage ihn nicht liefern kann. Das führt zu der höchst unbefriedigenden Situation, dass mittags viel Strom ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird und abends viel Strom aus dem Stromnetz bezogen wird.

Netzdienlichkeit als Lösung

Als netzdienlich werden Technologien und Verhaltensweisen bezeichnet, die dazu beitragen, die durch die volatilen Stromerzeuger verursachten Probleme zu lösen. Grundsätzlich sind dazu zwei Wege gangbar. Ein Lösungsweg besteht darin, den Stromverbrauch durch intelligente Technologien möglichst gut dem zeitlichen Verlauf der Stromerzeugung anzupassen. Ein beliebtes Beispiel hierfür ist die intelligente Waschmaschine, die vom Netzbetreiber ferngesteuert werden kann und irgendwann am Mittag gestartet wird, wenn viel Solarstrom ins Netz eingespeist wird. Im größeren Stil können zum Beispiel Kühlhäuser dieselbe Funktion übernehmen, deren Kühlaggregate auch nicht ständig laufen müssen. Der zweite Weg besteht darin, Strom zu speichern. Könnte Strom in beliebigen Mengen einfach gespeichert und bei Bedarf abgerufen werden, wäre es überhaupt kein Problem, den gesamten Strombedarf mittels regenerativer Energien zu decken.

Autostrom ist Teil der Lösung!

Nach diesen Vorbemerkungen wird klar, wieso die Elektromobilität nicht Teil des Problems ist, sondern Teil der Lösung: Elektroautos sind auch Stromspeicher! Das tagsüber an eine private Ladesäule angeschlossene Elektroauto stellt in gewissem Sinne den idealen Stromverbraucher der Energiewende dar, weil es keine Rolle spielt, wann genau der Akku geladen wird. Man könnte an dieser Stelle über Ladesäulen nachdenken, die vom Netzbetreiber ferngesteuert werden können, aber es geht auch einfacher. Für die regenerativen Stromerzeuger im Umfeld der Ladesäule liegen ständig Ertragsprognosen für die nächsten 24 Stunden vor. Es gehört zu den Aufgaben der Vermarkter von Solar- und Windstrom, solche Prognosen zu liefern. Also muss nur noch dafür gesorgt werden, dass möglichst viele Elektroautos dann geladen werden, wenn viel umweltfreundlicher Strom zur Verfügung steht. Der Autostromtarif der STROMDAO tut dies nicht durch Zwangsmaßnahmen wie beispielsweise Abschaltzeiten, sondern durch wirtschaftliche Anreize. Wer sein Auto zu dieser Zeit lädt, wird mit Prämien belohnt. Netzdienlichkeit zahlt sich also unmittelbar aus.

Prämien von bis zu fünf Cent pro Kilowattstunde

Kunden des Autostromtarifs der STROMDAO erhalten Prämien von bis zu fünf Cent pro Kilowattstunde, wenn sie ihr Elektroauto dann laden, wenn regional viel umweltfreundlicher Strom erzeugt wird. Die genaue Höhe der Prämie variiert, abhängig von der Menge des Ökostroms. Im Jahresdurchschnitt beträgt sie 2,5 Cent. Kunden können ihre Prämie also einfach maximieren, indem sie die Ladezeiten anhand der Ertragsprognose für die nächsten 24 Stunden planen. Auch ansonsten ist der Autostromtarif einfach zu nutzen. Es wird keine zusätzliche Stromzähler, kein weitere Stromanschluss und auch kein Rundsteuerempfänger benötigt, lediglich eine private Ladesäule. Die für Stromtarife ungewöhnlich kurze Kündigungsfrist von zwei Wochen zum Monatsende garantiert maximale Flexibilität. Die vertragliche Mindestabnahmemenge beträgt 2000 Kilowattstunden. Wenn mindestens diese Strommenge aus dem Netz bezogen wird, erhalten Kunden die Prämie auch für Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage. Das Angebot ist bundesweit verfügbar.

Intelligente Lösungen statt Netzausbau

Der Autostromtarif ist ein weiterer Baustein in der Strategie der STROMDAO, das Stromnetz intelligenter zu nutzen, statt immer mehr Kabel in der Erde zu vergraben. Im Kern geht es dabei immer darum, dass sich die Leistungsschwankungen einzelner Photovoltaikanlagen oder Windräder deutlich weniger dramatisch auswirken, wenn man zahlreiche Stromerzeuger intelligent vernetzt. Mittelwerte schwanken deutlich weniger stark als Einzelwerte.

100 Prozent Ökostrom

Der Strom stammt im Autostromtarif zu 100 Prozent aus CO2-freien Quellen. Ökostrom versprechen viele, aber nicht alle meinen dasselbe damit. Dabei soll hier gar nicht von den Anbietern gesprochen werden, die dreckigen Kohlestrom produzieren und diesen mit Zertifikaten zu Ökostrom umdeklarieren, die sie von irgendeinem Betreiber eines uralten Wasserkraftwerks irgendwo in Europa gekauft haben. Auch die wirklich guten normalen Ökostromtarife können nur garantieren, dass irgendwo die vom Kunden verbrauchte Strommenge an Ökostrom ins Netz eingespeist wird. Die Rechnung, dass dadurch automatisch der Anteil umweltschädlichen Stroms sinkt, geht leider nicht immer auf. Es kann durchaus passieren, dass das Stromnetz mit Kohlestrom verstopft ist und dieser Ökostrom als Überschuss ins Ausland verschenkt werden muss, um das Netz stabil zu halten. Es gibt im Stromnetz keine physikalische 1:1-Beziehung zwischen einer Stromquelle und einem Stromverbraucher, die kann auch die STROMDAO nicht herstellen. Aber die intelligente Steuerung des Stromverbrauchs über das Prämienmodell sorgt dafür, dass der Ökostrom tatsächlich dann Abnehmer findet, wenn er produziert wird.

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