openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Die munteren Neunzigjährigen

08.12.201714:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Sind Lebenswille und Optimismus der Schlüssel zu einem langen Leben in weitgehender Selbstbestimmung? Diesen Schluss lässt ein einzigartiges Forschungsprojekt der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) zu. Wissenschaftler untersuchten, welche Bedingungen und Chancen zu einem langen Leben in weitgehender Selbstbestimmung beitragen. Dabei ging es vor allem darum, die Situation von Hochbetagten zu verstehen, die gerade keine akute medizinische Versorgung erhalten oder in betreuten Einrichtungen leben. Zielsetzung war es zu untersuchen, welche Besonderheiten und Verhaltensweisen die Gesundheit und Lebensqualität von überdurchschnittlich aktiven älteren Menschen kennzeichnen.



---
In Bayern leben rund 107.000 Frauen und Männer im Alter von 90 Jahren und älter. Eine große Mehrheit der über 90-Jährigen lebt zu Hause in ihren eigenen vier Wänden. Bislang ist nur wenig über die gesundheitliche Situation dieser besonderen Gruppe von Hochbetagten bekannt, die nicht akut geriatrisch oder pflegerisch versorgt werden und ihr Alltagsleben in weitgehender Selbstbestimmung meistern.

Erste Befunde der Nürnberger Studie zum Leben in der zehnten Lebensdekade belegen, dass viele der untersuchten Hochbetagten trotz einer oftmals hohen gesundheitlichen Belastung und trotz zahlreicher medizinisch diagnostizierter Krankheiten noch ein positives Lebensgefühl und einen aktiven Lebensstil pflegen, der sich insbesondere auch durch eine meist hohe Willenskraft auszeichnet. Hinsichtlich der Gesundheit der untersuchten Neunzigjährigen zeigt sich eine große individuelle Vielfalt der körperlichen Belastungen. Dennoch fühlten sich die meisten teilnehmenden Hochbetagten deutlich jünger, als ihr tatsächliches chronologisches Alter und ihr Gesundheitszustand erwarten ließen. Für eine hohe Lebensfreude und ein hohes subjektives Gesundheitserleben in der zehnten Dekade des Lebens erscheint insbesondere körperliche Aktivität bedeutsam, ob es zufriedenstellende, enge Vertrauensbeziehungen im Umfeld gibt und wie gut es gelingt, den Alltag weitgehend aus eigener Kraft zu meistern.

„Da es in Deutschland bislang nur wenige Studien zur Situation der im eigenen Privathaushalt, nicht pflegebedürftig lebenden hochbetagten Menschen über 90 Jahre gibt, ist davon auszugehen, dass unsere Studie eine deutschlandweite Relevanz und Aussagekraft hat. Allerdings ist zu beachten, dass es sich bei den Teilnehmern zugleich um eine besondere Bevölkerungsgruppe handelt, über die bislang nur wenig bekannt ist“, sagt Studienleiter Prof. Dr. Frieder Lang vom Lehrstuhl für Psychogerontologie der FAU.

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml wirbt anlässlich der neuen Studie dafür, dass ältere Menschen möglichst lange aktiv an der Gesellschaft teilhaben. Huml betont: „Es ist wichtig, im Ruhestand fit zu bleiben und die eigene Gesundheit sinnvoll zu unterstützen – etwa durch Bewegung und eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Von großer Bedeutung ist aber auch die soziale Einbindung. Dies bestätigen die ersten Ergebnisse der Studie.“

Die Ministerin verweist auf ihre aktuelle Schwerpunktkampagne zur Seniorengesundheit mit dem Titel „Mein Freiraum. Meine Gesundheit. In jedem Alter“. Huml erläutert: „Wir informieren darüber, wie es gelingen kann, möglichst lange möglichst gesund und selbstständig zu leben. Körperlich aktiv zu sein, stärkt nicht nur die Gesundheit. Mobilität unterstützt vielmehr auch ein selbstbestimmtes Leben – und vor allem die Teilhabe an der Gesellschaft. Dafür sind die hier in Nürnberg befragten Senioren beste Vorbilder!“

An der Studie nahmen 125 Frauen und Männer im Alter von 90 bis 100 Jahren teil. Sie ließen ihre körperliche und geistige Funktionstüchtigkeit untersuchen und beantworteten eine Vielzahl von Fragen zu ihrer Lebenssituation sowie zu ihren Einstellungen zum Leben. Die Studie wurde in Zusammenarbeit den Lehrstühlen für Gesundheitspsychologie und für Psychogerontologie, gemeinsam mit der von der Schöller-Stiftung geförderten Beratung für gesundes Altern (BegA) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) durchgeführt.

Weitere Informationen für die Medien:
Prof. Dr. Frieder Lang
Tel.: 0911/5302-96100
E-Mail

Quelle: idw

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 984622
 739

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Die munteren Neunzigjährigen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Mit Müsli gegen Arthritis
Mit Müsli gegen Arthritis
Dass eine gesunde Ernährung unser allgemeines Wohlbefinden steigert, ist altbekannt. Jetzt haben Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) herausgefunden, dass eine ballaststoffreiche Kost den Krankheitsverlauf von chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen positiv beeinflussen und zu einer Stärkung der Knochen führen kann. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler im renommierten Fachmagazin Nature Communications (DOI: 10.1038/s41467-017-02490-4) veröffentlicht. --- Schlüssel für die Wirkung unserer Ernährung auf …
„Kulturhauptstädte in Europa“: Brückenbauer oder Marketinginstrument?
„Kulturhauptstädte in Europa“: Brückenbauer oder Marketinginstrument?
Können internationale kulturpolitische Initiativen, wie das EU-Programm „Kulturhauptstädte Europas“, ein Gegengewicht zu der derzeit viel beschworenen politischen Krise in der europäischen Union schaffen und Bürgerinnen und Bürgern eine gemeinsame europäische Zugehörigkeit vermitteln? Oder werden die Initiativen als reine Marketinginstrumente und zur Tourismusförderung zweckentfremdet? Kulturgeographen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) erforschen in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziertem Pr…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: 1932-2012: 80 Jahre Judo in Deutschland - 90 Jahre 1. DJCBild: 1932-2012: 80 Jahre Judo in Deutschland - 90 Jahre 1. DJC
1932-2012: 80 Jahre Judo in Deutschland - 90 Jahre 1. DJC
… beachtliche Zahl an deutschen Judoka entwickelt. Zur Erinnerung an den Beginn des deutschen Judo im Jahr 1932 in Frankfurt am Main und zur Feier seines neunzigjährigen Vereinsjubiläums als ältester deutscher Budosportverein veranstaltet der 1. DJC vom 2.-4. März 2012 einen bundesoffenen Judo-Lehrgang in Frankfurt am Main mit dem ehemaligen Judo-Weltmeister …
Bild: Energy Capital Invest: Verlässliche Ausschüttungen und weitere gute NachrichtenBild: Energy Capital Invest: Verlässliche Ausschüttungen und weitere gute Nachrichten
Energy Capital Invest: Verlässliche Ausschüttungen und weitere gute Nachrichten
… in den vergangenen Monaten in West Texas erworben hat, ist zweifellos außergewöhnlich: Die international anerkannte Erdöl- und Erdgas-Servicegesellschaft Halliburton, mit ihrer fast neunzigjährigen Unternehmenshistorie eine der größten der Welt, ermittelte für das in unmittelbarer Nähe gebohrte Tex 1 ein garantiertes Erdölreservoir von ca. 400.000 Barrel. …
British Chamber of Commerce in Germany ruft zur Spendenaktion zum neunzigjährigen Jubiläum auf
British Chamber of Commerce in Germany ruft zur Spendenaktion zum neunzigjährigen Jubiläum auf
Die BCCG Foundation startet ihre ganz eigene „Bildungsoffensive“. Die Mitgliedsunternehmen der BCCG werden aufgerufen, anlässlich des neunzigjährigen Bestehens der BCCG zu stiften. Mit den erlösten Mitteln will die BCCG Foundation 2009 noch mehr Studenten als sonst ins Ausland schicken. So unterstützt die Foundation diese jungen Menschen dabei, aktiv …
Bild: Neu in der edition tieger im Autorenhaus Verlag - Dame Wiggins aus Lee und ihre sieben wunderbaren KatzenBild: Neu in der edition tieger im Autorenhaus Verlag - Dame Wiggins aus Lee und ihre sieben wunderbaren Katzen
Neu in der edition tieger im Autorenhaus Verlag - Dame Wiggins aus Lee und ihre sieben wunderbaren Katzen
… vom Bauern eingeladen. Nach ihrer Rückkehr feiert die wilde Katzenbande mit Dame Wiggins. Die Autorin: In einer späteren Ausgabe wurde gerätselt, wer sich hinter der neunzigjährigen Autorin verbergen könnte. Welche Dame dieses „am Kamin“ zu lesende Büchlein, das nichts Trauriges enthalte und nichts Hässliches porträtiere (John Ruskin) geschrieben hätte. …
Clarissa Caine veröffentlicht ihren Roman im August von Goethe Literaturverlag
Clarissa Caine veröffentlicht ihren Roman im August von Goethe Literaturverlag
… Mitglieder der angesehenen und alteingessenen Familie Farnsworth sind mehr als beunruhigt über das neuerliche Stochern in alten Wunden: Wenige Wochen vor der öffentlichen Ehrung des mittlerweile neunzigjährigen Sir Philipp gilt es einen Skandal um jeden Preis zu vermeiden. Oder werden er und seine Gattin Lady Vivian, die jüngere Schwester von Greta, nach so …
Bild: Dekubitus – ein vom Demenzpatienten zu tragendes (unvermeidbares) Risiko?Bild: Dekubitus – ein vom Demenzpatienten zu tragendes (unvermeidbares) Risiko?
Dekubitus – ein vom Demenzpatienten zu tragendes (unvermeidbares) Risiko?
Was war passiert? „Der Gesundheitszustand einer neunzigjährigen Frau war wesentlich gekennzeichnet durch eine(n) • zerebro-vaskuläre Insuffizienz mit seniler Demenz und wechselnder neurologisch-psychischer Symptomatik, schwankend zwischen zeitweiser Kooperationsfähigkeit und schwerer Verwirrtheit mit vollständiger Kooperationsunfähigkeit, • insulinpflichtigen …
Bild: Ein zweiter Sokrates, ein ganz, ganz großer Geist !Bild: Ein zweiter Sokrates, ein ganz, ganz großer Geist !
Ein zweiter Sokrates, ein ganz, ganz großer Geist !
… jemandem begleitet. Als uns Studenten dann unser Professor Hans Waldenfels, der Wilhelm Kleins Mitbruder im Jesuitenorden (S.J. = Societas Jesu) war, einmal ermunterte, den damals bereits über Neunzigjährigen einfach mal anzusprechen, taten wir es. Es würde sich lohnen, hatte Waldenfals uns noch auf den Weg gegeben. Und in der Tat, es lohnte sich. Der …
Sie lesen gerade: Die munteren Neunzigjährigen