(openPR) Der Weingeniesser von heute wird immer kritischer. Das ist eine gute Entwicklung. So haben minderwertige Weine oder Weine aus der Massenprodutkion immer weniger Chancen auf dem Markt. Auch "Weinanfängern" wird immer deutlicher, dass die Flasche Wein, die für schmale 1,79 Euro im Regal steht, nicht wirklich hochwertig und liebevoll produziert werden kann. Hier mögen sicherlich trinkbare Tropfen dabei sein und diese sehr günstigen Weine mögen der Einstieg für den Beginner sein, die Endstation in der persönlichen (Geschmacks)entwicklung sollten sie allerdings nicht darstellen.
Ungeachtet der preislichen Vielfalt auf dem Markt, gibt es aber noch andere Kategorien, die der geneigte Geniesser beim Weinkauf breücksichtigt. Immer mehr Menschen hinterfragen auch die Herstellungsmethoden ihres potenziellen Lieblingsweins. Wird viel Chemie verwendet? Zum Beispiel als Düngemittel oder Pestizid? Welche Mittel werden zur Klärung des Weins im Weinkeller verwendet? Natürliche oder ebenfalls chemische? Und wie werden überhaupt die Mitarbeiter des Weinguts behandelt? Letztere Frage stellen sich viele bei Herkünften aus Übersee. Hierzulande gehen wir davon aus, dass dieser Punkt schon von gesetzeswegen unstrittig ist. Selbst wenn der Weinerzeuger im Einklang mit Natur und Mensch arbeitet, wie bekommt das der Käufer der Flaschen gewahr?
Auf dem Flaschenetikett stehen solche Informationen nicht unbedingt. Das ist nicht in allen Ländern vorgeschrieben. In manchen Wein produzierenden Ländern ziert ein Siegel die Flasche, wenn der Winzer bei der Erzeugung entsprechende Kriterien einhält. Dies gilt insbesondere bei offiziellen Faritrade-Produkten.
Südafrika ist das Land mit den meisten Fairtrade-Weinen weltweit. Aber was heisst das für den Kunden? Nun, jeder Wein, der dieses Siegel tragen darf, ist nach den strengen Richtlinien der international operierenden Faritrade-Organisation hergestellt. Dies betrifft allerdings nur am Rande die tatsächliche Aufzucht von Reben und Trauben. Bei Fairtrade geht es eher um die Einhaltung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen. So bekommen die Arbeiter nicht nur den im Land üblichen Mindestlohn, sie erhalten auch zwingend die nötigen Unterweisungen für Maschinen und Arbeitsgeräte, leider nicht immer selbstverständlich. Auch hygienische und gesundheitliche Grundversorgung muss im Betrieb vorhanden sein. Weitreichender ist die Tatsache, dass von jeder unter Fairtrade-Logo verkauften Flasche ein fester Prozentsatz des Umsatzes in einen Fonds für die Mitarbeiter fliesst. Hieraus werden, als Beispiel, die Finanzierung von Kindertagesstätten, bessere Essensversorgung, Transportmittel für die Mitarbeiter und die weitere Gesundheitsförderung bestritten. Damit dies alles gelingt, werden diese Kriterien regelmässig in jedem beteiligten Unternehmen streng kontrolliert.
Es ist also gar nicht verkehrt, auf dieses Logo zu achten.
Gibt es nicht weitere oder andere Möglichkeiten, dem Kunden zu zeigen, dass auch der Umgang mit den natürlichen Ressourcen nachhaltig erfolgt? In Südafrika gibt es tatsächlich ein weltweit einzigartiges System. Auf den meisten südafrikanischen Weinflaschen findet man am Flaschenhals ein weiteres Siegel. Dies gibt es in grau und grün.
Beide sagen für den Endverbraucher Folgendes aus: Jahrgang, Rebsorten und Herkunft, die auf dem Etikett abgedruckt sind, stimmen mit dem Inhalt der Flasche überein. Ausserdem ist diese Flasche in Südafrika abgefüllt worden. Fehlt das Siegel, ist der Wein als Massenware nach Europa gekommen und hier abgefüllt worden. Zusätzlich ist auf jedem Siegel eine Nummer, die es ermöglicht, die einzelne Flasche bis auf den Weinberg zurück zu verfolgen. Ein wichtiges Instrument für die Verbraucher. Beim grünen Siegel kommt hinzu, dass der Winzer verpflichtet ist, noch weniger künstliche Substanzen in Berg und Keller zu verwenden, als das staatliche Weinbaugesetz ohnehin erlaubt. Auch muss der Winzer, der dieses grüne Siegel bekommen möchte, sein Nutzwasser selbst wieder aufbereiten, seinen Mitarbeitern arbeitssicherheitstechnische, hygienische und gesundheitliche Grundlagen bieten (ähnlich wie bei Fairtrade) und, nicht unwesentlich, mindestens zwei Hektar seines eigenen Landes unter Naturschutz stellen. Hier darf also nichts wachsen und leben, was nicht in die hiesige Flora und Fauna gehört. Dies sicherzustellen liegt in der Verantwortung des Winzers. So kommt es dazu, dass in Südafrika mehr von Winzern besessenes Land unter Naturschutz steht als für die Aufzucht von Reben verwendet wird. Eine erstaunliche Leistung. http://bit.ly/2zZyB8h
Ein tatsächlichs Bio-Siegel wie wir es aus Europa kennen, gibt es allerdings bei südafrikanischen Weinen nicht. Das grüne Siegel ist hier schon sehr nachhaltig. Wenn der Geniesser aber gerne Weine verkosten möchte, die komplett ohne künstliche, chemische Zusätze in Berg und Keller hergestellt werden, sollte er nach dem Wort "organic" auf dem Etikett Ausschau halten. Steht das nämlich drauf - entweder direkt auf der Vorderseite oder im Text auf der Rückseite - ist dieser Wein tatsächlich biologisch hergestellt worden. Eine weitere Kennzeichnungspflicht besteht zurzeit nicht. Allerdings sind die Winzer natürlich stolz auf solche Produkte und erwähnen es gerne auf ihren Etiketten.
Der geneigte Leser fragt an dieser Stelle sicher nach einer Empfehlung. Sehr gerne, hier kommt sie! Die vier Weine von Earthbound vereinen nämlich sowohl das grüne Siegel als auch das Fairtrade-Logo mit der biologischen also -organic - An- und Ausbaumethode. Im Weißweinbereich stehen hier reiner Sauvignon Blanc und Chenin Blanc parat. Im roten Sektor Cabernet Sauvignon und Pinotage. Und das Beste dabei: alle vier Weine schmecken hervorragend und sind eine Probe wert! http://bit.ly/2ixxbdQ
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