(openPR) Schaut man vom Turm der der kleinen neugotischen Kirche in der Hundert-Seelen-Gemeinde Pantlitz, dann hat man nicht nur einen herrlichen Blick in das waldreiche pommersche Hinterland. Über das naturgeschützte Recknitztal, dem einstigen Grenzfluss zwischen Pommern und Mecklenburg, kann man weit ins Mecklenburgische hineinschauen. Ribnitz-Damgarten im Norden und Marlow im Süden sind die größeren Städte in der Nähe dieses verschlafenen vorpommerschen Örtchens.
Dabei liegt Pantlitz gar nicht so weit ab von den großen Wegen dieser Welt, zumindest nicht für Radwanderer. Nicht nur, dass der Radwanderweg in Richtung Ostseeküste und in die Barlachstadt Güstrow hier vorbei führt, der kleine Ort liegt auch direkt an einem europäischen Radwanderweg, der Gibraltar und Sankt Petersburg sowie die Adria und das Nordkap verbindet.
Diese Tatsache machten sich Pfarrer Hirte und seine Kirchgemeinde zu nutze. Seit Anfang Juni dieses Jahres ist die Pantlitzer Kirche die erste Fahrradkirche in Mecklenburg-Vorpommern und damit erst die vierte in den neuen Bundesländern. Und sie wird angenommen, wie die ersten Wochen beweisen. Immer mehr Radwanderer machen hier Rast, um sich bei Kaffee und Kuchen für die Weiterfahrt zu stärken, kleinere Reparaturen an ihren Rädern mit dem in der Kirche vorhandenem Werkzeug durchzuführen oder einfach, um für einige Zeit Ruhe und Erholung zu finden, die Stille zu genießen.
Und immer mehr interessieren sich für die Geschichte des Gotteshauses, finden beim Rundblick vom Kirchturm Gefallen an der fast unbelassenen Natur des Recknitztals. Zudem ist die Gegend auch sehr geschichtsträchtig. Nur einen Steinwurf von der Kirche befinden sich eine noch unerforschte Burganlage aus der Slawenzeit zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert und der Rest eines frühdeutschen Turmhügels aus der Zeit der Christianisierung im 11. und 12. Jahrhundert.
Wenn zukünftig Radwanderer an der ersten Radfahrerkirche in Mecklenburg- Vorpommern Station machen, können sie sich in einer Dauerausstellung über Natur und Geschichte der Region informieren. Zu sehen sind schon jetzt Arbeiten einheimischer Künstler. Inzwischen erfreut auch die Kopie des Altarbildes "Die Anbetung des Hirten" des holländischen Malers Gerrit van Honthorst den Radwanderer. Das Gemälde wurde bei Restaurationsarbeiten entdeckt und befindet sich im Original jetzt im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald. Mehr dazu unter www.kirche-ahrenshagen.de
Nicht nur die Radfahrerkirche im kleinen Dorf Pantlitz gibt es entlang der über 2.000 Kilometer Radwege in Mecklenburg-Vorpommern zu entdecken. Die sieben Radfernwege quer durchs Land und die vielen Rundtouren bieten noch eine Menge mehr und dabei auch noch manche Überraschung.
Information, Kataloge und Buchung unter: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, Platz der Freundschaft 1 in D-18059 Rostock, fon +49 (0) 180 5000 223 (0,12 Euro/min - ein Service der Ventelo GmbH), fax +49 (0) 381 / 40 30 555, www.auf-nach-mv.de und
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