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Strategischer Forschungsbereich „Advanced Manufacturing“ gestartet

14.11.201718:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Strategischer Forschungsbereich „Advanced Manufacturing“ gestartet
Bundesrat Johann Schneider-Ammann beim offiziellen Start des Strategischen Forschungsbereichs
Bundesrat Johann Schneider-Ammann beim offiziellen Start des Strategischen Forschungsbereichs "Advanced Manufacturing" in Bern (Empa)

(openPR) Industrie und Wissenschaft suchen Antworten auf die Herausforderungen der Digitalisierung – auch im Bereich der Produktion. Um die Schweiz für die Zukunft mit dem nötigen Knowhow zu versorgen, rief der ETH-Bereich den Strategischen Forschungsbereich „Advanced Manufacturing“ ins Leben. Die Eröffnungsveranstaltung fand am Montag in Anwesenheit von Bundesrat Johann Schneider-Ammann in Bern statt.



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Die herstellende Industrie erlebt derzeit eine Revolution: Völlig neuartige Vernetzungen von Computern, Daten und physischen Dingen entstehen – und verändern die Art, wie wir produzieren. Der neu gegründete strategische Fokusbereich „Advanced Manufacturing“ des ETH Bereichs (SFA-AM) soll dabei unterstützen, das Potential der Digitalisierung in der herstellenden Industrie gezielt zu nutzen und fortschrittliche Fertigungstechnologien zu entwickeln. Die Eröffnungsveranstaltung mit dem Titel „Industrie – die Basis unseres Wohlstands“ fand am Montag, 13. November in Bern statt. Neben dem Vorsteher des Wirtschaftsdepartements, Bundesrat Johann Schneider-Ammann nahmen der Präsident des ETH-Rats Fritz Schiesser, ETH-Präsident Lino Guzzella, EPFL-Präsident Martin Vetterli Empa-Direktor Gian-Luca Bona und mehrere Industrievertreter teil, darunter Swissmem-Präsident Hans Hess, Jean-Pascal Bobst, CEO der Anlagenbauers Bobst und Peter Pirklbauer, Innovationsmanager bei Airbus.
Eröffnungsrede des Bundesrats
Zunächst wurde in mehreren Vorträgen das Thema „Advanced Manufacturing“ umrissen. Bundesrat Schneider-Ammann lobte in seiner Eröffnungsrede die international starke Stellung der Schweizer Wirtschaft. Zugleich wies er darauf hin dass man den industriellen Wandel genau im Auge behalten müsse. „Jobs, die einmal abgewandert sind, kommen nie mehr zurück.“ In der Regierung, versicherte er, sei man sich bewusst, dass die Digitalisierung jeden Lebensbereich in der Bevölkerung berühren werde. Das sei eine Herausforderung, auch für die Politik. „Jeder Parlamentarier muss in Zukunft auch ein Minister für Digitalisierung sein“, sagte Schneider-Ammann.
ETH-Ratspräsident Fritz Schiesser stellte anschliessend die vier strategischen Forschungsbereiche vor, die unter dem Dach des ETH-Bereichs finanziell gefördert werden: neben Advanced Manufacturing sind dies die Bereiche Data Science, Energieforschung und personalisierte Medizin. Anschliessend präsentierte Lars Sommerhäuser, Programmanager des SFA-AM die thematischen Schwerpunkte und Fördermöglichkeiten des strategischen Fokusbereichs „Advanced Manufacturing“.
Zeit und Raum für Innovationen
Jean-Pascal Bobst, CEO des gleichnamigen Industrieunternehmens, warb in seinem Vortrag dafür, Industrieunternehmen genügend Zeit für die Entwicklung von neuen Technologien und Geschäftsfeldern zu lassen. „Wir sind in den letzten fünf Jahren durch drei Krisen gegangen.“ Das sei jedoch nichts Ungewöhnliches – nur die Aktionäre brauchen dafür einen langen Atem. „Für Innovationen brauchen wir Zeit, aber auch Raum für grössere Transformationen im Unternehmen“, sagte Bobst, mit Kurzatmigkeit gewinne man am Ende nichts. In seiner Präsentation zeigte er die Elemente, die zur Industrialisierung der Schweiz notwendig sind. Von der Politik forderte er hierzu, Visionen für die Zukunft auszuarbeiten. „Wir sollten wissen, wo werden wir in 30 Jahren sein?“
Bremsklappen wie Seerosenblätter
Den Abschlussvortrag hielt Peter Pirklbauer, Innovation Manager bei Airbus. Er ist Teil eines kleinen Teams, das Potentiale der additiven Fertigung im Flugzeugbau identifiziert und Lösungen entwickelt. So würden bald immer mehr Ersatzteile für Flugzeuge nach Bedarf vor Ort an den Flughäfen hergestellt. Ersatzteillager brauche es in Zukunft nicht mehr. Gelagert werden muss nur noch die Datei, in der die Druck-Informationen für das Ersatzteil gespeichert sind. Im Flugzeug selbst könne durch 3D-Druck von intelligent konstruierten Metallbauteilen beträchtlich an Gewicht eingespart werden. Pirklbauer zeigte hierzu viele Beispiele. Die Verstärkungsstreben der Bremsklappen wolle Airbus künftig nach bionischem Vorbild fertigen – abgeschaut von den inneren Verstrebungen von Seerosenblättern, die auf dem Wasser schwimmen und hohe Tragfähigkeit besitzen.
Eine Podiumsdiskussion, moderiert von der früheren BBC-Produzentin Gill Parker, schloss die Veranstaltung ab. Die Teilnehmer bekräftigten, dass der Transfer von Wissen und Technologie von den Hochschulen in die Industrie und insbesondere in mittelständische Unternehmen weiterhin gefördert werden müsse, um den Wirtschaftsstandort Schweiz international wettbewerbsfähig zu erhalten. Gleichzeitig müsse man nicht nur auf die Hochschulen schauen, sondern bereits in der Primarschule beginnen. Man müsse den spielerischen Umgang und die Begeisterung für Technologie bei Kindern wieder stärker fördern und ihnen die Werkzeuge hierzu an die Hand geben – warum nicht auch einen leicht zu bedienenden 3D-Drucker.

Weitere Informationen:
Website des Strategischen Fokusbereichs Advanced Manufacturing: www.sfa-am.ch

Dr. Lars Sommerhäuser
Program Manager SFA Advanced Manufacturing
Advanced Manufacturing Center
Empa
Tel +41 58 765 4787
Mobil +41 79 814 5892
E-Mail

Weitere Informationen:
- https://www.empa.ch/web/s604/am-launch-event

Quelle: idw

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