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Krieg und Revolution. 1917 als (Ein-)Bruch der Moderne

10.11.201711:03 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Eröffnet wird am 16.11. um 19.30 Uhr mit Stummfilmen von Charlie Chaplin und Sergei M. Eisenstein, die live mit Klaviermusik untermalt werden: Die Tagung „Krieg und Revolution“ in Leipzig bringt die Sicht von Musik-, Literatur-, Kunst-, Theater-, Geschichts- und Politikwissenschaft auf das Jahr 1917 als Wendepunkt der Moderne zusammen.



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Am 17. und 18.11. treffen auf Einladung der Sächsischen Akademie der Wissenschaften und des Vereins Weimarer Republik Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig aufeinander, um ein Epochenjahr und damit den Machtkampf zweier Systeme, der Sowjetunion und der USA, aus unterschiedlichsten Perspektiven zu beleuchten.

Das Jahr 2017 ist nicht nur ein Reformations-Gedenkjahr, sondern es kennzeichnet auch das 100jährige Jubiläum dessen, was George Kennan die „Urkatastrophe des Jahrhunderts“ nannte.
Der Erste Weltkrieg geht zwar schon in sein drittes Jahr, aber erst 1917 kommt es zu zwei wesentlichen Ereignissen, die ein Jahr später das Ende und das Ergebnis des Krieges entscheidend bestimmen werden: die Russische Revolution und der Kriegseintritt der USA. Damit treten zwei Mächte auf die Bühne der Geschichte, die bislang eher am Rand gestanden hatten. Zwar spielte Russland im europäischen Konzert der Mächte seine Rolle – aber als Sowjetunion wird es zur Weltmacht. Und auch die USA treten hier erstmals aus der selbstgewählten Isolation heraus und in die europäische Politik als Weltmacht ein. Sehr bald geraten beide neuen Mächte miteinander in einen lange andauernden grundsätzlichen Konflikt der Systeme, der über bloße Machtkämpfe der alten europäischen Mächte weit hinausgeht.

Ein solcher Kampf der Systeme ist nicht nur politisch oder gar militärisch, sondern immer auch kulturell. Sowjetische Kultur und US-amerikanische Kultur ringen ebenso um eine Vormachtstellung in der Welt, wie es die politischen und gesellschaftlichen Systeme tun, die sie hervorgebracht haben.

Die Leipziger Tagung setzt an dieser Stelle an. 1917 ist beides: ein „Einbruch der Moderne“ und „ein Bruch der Moderne“, nämlich ein Bruch mit der bisherigen kulturellen Dominanz Zentral- und Westeuropas. Wie manifestiert sich dieser (Ein-)Bruch, wie stehen die Elemente gegeneinander, wie zeichnete er sich eventuell auch schon vorher ab? Wie reagieren Kunst, Musik, Literatur auf diese Ereignisse? Wie die neue Kunstform, der Film?

Gegeneinander und miteinander stehen Hollywood und der proletarische Film, Neue Sachlichkeit und Abstraktion, Atonalität und Spätromantik, Lehrstücke und klassische Romane – und auch Demokratie und Diktatur. Die Konferenz wird Fragen und Antworten aus der Musikwissenschaft, der Literaturwissenschaft, der Kunstgeschichte, der Kulturwissenschaft, der Theaterwissenschaft, der Geschichte und der Politikwissenschaft zusammenbringen.

Die Tagung wird gemeinsam durchgeführt von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und vom Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig in Verbindung mit dem Verein Weimarer Republik. Informationen und Programm finden sich unter www.saw-leipzig.de. Zum Eröffnungsabend am 16.11. um 19.30 Uhr gibt es nach einer Einführung Stummfilme, die live am Klavier begleitet werden. Der Eintritt ist frei, Interessenten sind sind zu allen drei Veranstaltungstagen herzlich willkommen.

Weitere Informationen:
- http://www.saw-leipzig.de/2017_krieg_und_revolution

Quelle: idw

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