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Führungswechsel am Alfred-Wegener-Institut

01.11.201701:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Führungswechsel am Alfred-Wegener-Institut
Prof. Dr. Karin Lochte (l.) und Prof. Dr. Antje Boetius (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Kerstin Rolfes)
Prof. Dr. Karin Lochte (l.) und Prof. Dr. Antje Boetius (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Kerstin Rolfes)

(openPR) Direktorin Karin Lochte übergibt die Leitung an Antje Boetius

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Am 1. November 2017 übernimmt Prof. Antje Boetius die Leitung des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Damit endet die Amtszeit von Prof. Karin Lochte, die das Institut die letzten zehn Jahre geleitet hat.

Prof. Antje Boetius kennt das Alfred-Wegener-Institut sehr gut und schon seit langem: Für ihre Doktorarbeit arbeitete die Tiefseeforscherin (Jahrgang 1967) in den Jahren 1993 bis 1996 am AWI in Bremerhaven. Nach einer Station am Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde kam Antje Boetius 1999 zurück ins Land Bremen und arbeitete dort am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie, der Jacobs University und der Universität Bremen, wo sie Vizedirektorin des MARUM, Zentrum für Marine Umweltwissenschaften ist. Seit Dezember 2008 leitet Boetius außerdem die Helmholtz-Max-Planck Brückengruppe für Tiefsee-Ökologie und-Technologie, die Wissenschaftler und Ingenieure vom AWI und dem MPI Bremen zusammenbringt. Ihr besonderes wissenschaftliches Interesse gilt dem Leben unter dem Eis und der Erforschung der Stoffflüsse und der Artenvielfalt der Weltmeere. Ihre Arbeit führte sie auf über 40 Schiffsexpeditionen, von denen sie viele geleitet hat.

Erfahrungen im Wissenschaftsmanagement sammelte Leibniz-Preisträgerin Boetius in Kommissionen und im Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie im Wissenschaftsrat, dem höchsten wissenschaftlichen Beratungsgremium des Bundes und der Länder. Durch diese und andere beratende Tätigkeiten gibt es viele Kontakte in die Politik. Als Zentrum der Helmholtz-Gemeinschaft wird das Alfred-Wegener-Institut zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Die geschäftsführende Bundesforschungsministerin Prof. Johanna Wanka zum Amtsantritt: „Ich freue mich sehr, dass wir mit Prof. Antje Boetius eine Persönlichkeit als Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts gewinnen konnten, die bei ihrer zielgerichteten strategischen Arbeit die Begeisterung für die Meeresforschung immer mit transportiert.“

Bremens Wissenschaftssenatorin Prof. Eva Quante-Brandt sagt: „Ich danke Karin Lochte sehr dafür, dass sie als national und international vernetzte, hochrenommierte Meeresforscherin mit ihrer exzellenten Arbeit das AWI zum Strahlen gebracht hat. Mit Antje Boetius wird erneut eine Wissenschaftlerin das Steuer am Alfred-Wegener-Institut übernehmen. Es freut mich besonders, dass wir solche wichtigen Rollenvorbilder für Mädchen und Frauen haben. Als Professorin der Universität Bremen steht Frau Boetius für die exzellente Ausbildung zukünftiger Generationen von Meeresforschenden.“

„Ich danke Karin Lochte von Herzen für Ihren beeindruckenden Einsatz, mit dem sie das AWI in den vergangenen Jahren zu internationaler Sichtbarkeit geführt hat. Auch die starke strategische Kooperation innerhalb unseres Forschungsbereichs Erde und Umwelt basiert entscheidend auf ihrem Engagement“, sagt Otmar D. Wiestler, der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. „Ich bin überzeugt, dass wir mit Antje Boetius eine würdige Nachfolgerin haben. Sie wird mit demselben Engagement und ihrem transdisziplinären Denken den Austausch innerhalb der Gemeinschaft und auch den Dialog mit der Gesellschaft weiter voranbringen. Ich freue mich auf unsere künftige Zusammenarbeit.“

Den besseren Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft nennt die neue AWI-Direktorin auch als eines ihrer Ziele. Erfahrungen in diesem Bereich bringt Antje Boetius durch den Vorsitz des Lenkungsausschusses von Wissenschaft im Dialog mit, einer Initiative für Wissenschaftskommunikation. Sie freut sich darauf, die AWI-Wissenschaftler dabei zu unterstützen, die Kryosphären-, Ozean- und Küstenforschung weiterzuentwickeln. Außerdem möchte sie neue Technologien fördern und beispielsweise die Nutzung robotischer Systeme und automatisierter Sensorik vorantreiben, die bereits in der Umweltbeobachtung der Küsten oder am Meeresboden unter dem Eis der Arktis eingesetzt werden.

Für Karin Lochte ist die Verstärkung der Arktisforschung ein wesentliches Beispiel für den Ausbau der AWI-Aktivitäten in den letzten Jahren. Durch die raschen Veränderungen wurde die Nordpolarregion zunehmend zum Hotspot in der Klimaforschung und steht auch immer stärker im öffentlichen Interesse. War das AWI vor zehn Jahren noch traditionell stark auf die Antarktis fokussiert, so sei das Institut heute bei der Erforschung beider Polarregionen sehr gut vertreten, nennt Karin Lochte eine der wichtigen strategischen Herausforderungen ihrer Amtszeit.

Der Wissenschaft wird Karin Lochte (Jahrgang 1952) als Vertreterin in mehreren internationalen Beiräten erhalten bleiben. Als Ruheständlerin will sie sich nach Vertragsende mit dem AWI im Jahr 2018 außerdem vermehrt ihrer Stiftung für Kinder aus benachteiligten Familien widmen.

Anlässlich der Amtsübergabe findet am 3. November am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven ein Festsymposium mit etwa 200 geladenen Gästen aus Wissenschaft und Politik statt.

SPERRFRIST: Mittwoch, 1. November 0:00 Uhr

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Das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der gemäßigten sowie hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der 18 Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

Quelle: idw

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