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Forschungsdatenmanagement an der RWTH Aachen

27.10.201716:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Mehr Qualität, Vollständigkeit und Reproduzierbarkeit von Forschungsdaten.

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Es ist ein häufig vorkommendes Problem: Ein Wissenschaftler wird nach Daten zu seiner Promotion gefragt. Natürlich hat er sie damals auf CD gespeichert, und er kann den Datenträger noch finden, obwohl er seitdem mehrmals umgezogen ist. Aber jetzt muss er feststellen, dass der Laptop kein CD-Laufwerk hat. „Das ist ein typisches Problem, mit dem sich das Forschungsdatenmanagement – kurz FDM genannt – beschäftigt. Es umfasst alle Methoden und Verfahren, die Wissenschaftler nutzen können, um ihre Forschungsdaten langfristig zu sichern und nachnutzbar zu machen“, erläutert Professor Matthias S. Müller, Inhaber des Lehrstuhls für Hochleistungsrechnen und Leiter des IT Centers der RWTH Aachen. „Forschungsdatenmanagement ist der erste Schritt auf dem Weg zur IT-Prozessunterstützung des Kernprozesses Forschung“, betont RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg. „Professionell betrieben hilft es bei allen Projekten. Es stellt sicher, dass während der Projektdauer und in der Zeit danach keine wertvollen Daten verloren gehen. Sie werden auch besser vor Missbrauch und Diebstahl geschützt“, sagt Müller.



In den letzten Jahren gab es bereits erhebliche Fortschritte in der Digitalisierung des „student life cycle“, also des Kernprozesses Lehre. Nun enthält die Digitalisierungsagenda der RWTH mit dem „data life cycle“ auch den Kernprozess Forschung. „Den wollen wir auch vollständig digitalisieren, um das Wissen der Hochschule besser nutzbar zu machen“, meint Schmachtenberg. Erste Lösungen und ein gemeinsames Verständnis für den Prozess wurden von der Projektgruppe „Einführung eines FDM für die RWTH“, in der das Dezernat Forschung und Karriere, die Universitätsbibliothek und das IT-Center seit September 2015 intensiv kooperieren, erarbeitet. Die Grundlage dafür bildete eine vorausgegangene Umfrage zu den Bedarfen in den Einrichtungen der Hochschule.

Während des Projektes wurden unter anderem Beratungsstrukturen, Weiterbildungsangebote und Dienste für die Forschenden der RWTH erarbeitet. Seit September ist beispielsweise der neue Dienst „SimpleArchive“ im Regelbetrieb, der die nachhaltige Nutzung wissenschaftlicher Daten unterstützt. Dieses Angebot ist in Verbindung mit dem Publikationssystem „RWTH-Publications“ innovative Antwort auf die globale Anforderung an die wissenschaftliche Community, Daten über den lokalen Kontext hinaus und im Rahmen einer kooperativen Praxis langfristig verfügbar zu machen.

Kooperationen als wesentlicher Aspekt

Kooperationen sind für das FDM ein wesentlicher Aspekt. Dazu gehören die Spiegelung der Archive mit dem Forschungszentrum Jülich, die Nutzung des Persistent-Identifier Dienstes der GWDG, der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen, und gemeinsame Aktivitäten mit der TU Darmstadt zur Versorgung der Ingenieurcommunity mit Metadatenwerkzeugen. Auch der Austausch von Diensten zwischen Hochschulen wird vorangetrieben. So lässt die RWTH die TU Darmstadt auf ihr Archivierungswerkzeug „SimpleArchive“ zugreifen, die Aachener können im Gegenzug die Webanwendung „RDMO“ nutzen. Dieses Werkzeug unterstützt die strukturierte Planung, Umsetzung und Verwaltung des Forschungsdatenmanagements und ermöglicht zusätzlich die textuelle Ausgabe eines Datenmanagementplans, DMP.

„Die Generierung, Sicherung und Bereitstellung von Forschungsergebnissen sind ein wichtiger Bestandteil des wissenschaftlichen Arbeitens. Die digitale Revolution eröffnet neue Wege, Forschungsdaten bei neuen Fragestellungen zu verarbeiten und breit zu nutzen“, ergänzt Benedikt Magrean, Geschäftsführer des IT Center und der Leiter des Einführungsprojektes.

Quelle: idw

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