(openPR) Vince Voltage ist ein junger, aufstrebender, derzeit in Reutlingen lebender Fotodesigner. Seine Aufnahmen zeigen eine andere, vielen verborgene Seite des Lebens. Vince entdeckte seine Liebe zur Fotografie, als er mit seiner Band auf Europa-Tournee war. Seither prägen Portraits extravaganter, aufwendig gestylter, auf sehr eigene Art und Weise ausdrucksstarker Modelle sein Schaffen. Viele seine Arbeiten setzen sich unter anderem kritisch mit der Dekadenz unserer Wegwerfgesellschaft auseinander. Klassische Portrait-Fotografie und das Spiel mit Licht und Schatten, People- und Fashion-Style-Fotografie, Eindrücke aus fotografischen Streifzügen durch das Designerdasein, der Beschäftigung mit alten Kulturen und allerlei anderer Input verweben sich zu seinem eigenen Stil. Laut Vince entsteht Kunst selten, wenn man zufrieden ist, so wurden in der Serie "demons" negative Emotionen verarbeitet. Seine Arbeiten zu "iron republic" mit ihrer dystopischen Grundstimmung wirft nicht zuletzt durch die Tatsache, dass die fiktive, zukünftige Welt von Frauen regiert wird, gesellschaftspolitische Fragen auf. Mal spleenig und bizarr, mal sexy und verrucht, dann wieder mit Lächeln auf den Lippen auf der "White Trash Couch" zeigen sich Modelle auf seinen Bildern. Er zeigt ungewöhnliche Erscheinungen in ebenso ungewöhnlichen Locations und ungewöhnlichen Zusammenhängen. Das Sehbare, der Hauch von Underground, des Nicht-Alltäglichen, die Gratwanderung zwischen Konzeption, Composing und spontaner Fotografie aus dem Bauch heraus, und seine Gabe, mit der Aufnahmesituation verbundene Emotionen aus seinen Modellen herauszulocken und festzuhalten, verleihen seinen Fotografien die gewisse Verve. Nicht übersehbar drücken seine Werke eine spürbare Authentizität aus, die dem Betrachter der Bilder die Möglichkeit verleiht, den Augenblick nachfühlen zu können, sich in Augen, Blick und Ausdruck verlieren und in den "Underground" eintauchen zu können.
Die Dichotomie zwischen schönen und düsteren Elementen ist zentrales Motiv der Ausstellung. Die Ausstellung selbst sowie viele Bilder in sich sind von Ambivalenz durchsetzt, die man nicht immer auf den ersten Blick erkennt. "veracity" hat Vince Voltage deshalb als Titel gewählt, weil Kunst nicht selten den Anspruch auf Wahrhaftigkeit erhebt. Albert Schweizer sah in der Wahrhaftigkeit die Treue zu sich selbst. Darum geht es laut Vince in der Kunst - aber auch darum, dass Kunst für sein Empfinden nicht eine Wahrheit darstellt, die allgemein gültig und für jeden gleich ist. Mittlerweile wurde Vince auf all diesen Gebieten viel Aufmerksamkeit und Anerkennung zu Teil. Heute ist er als selbstständiger Fotograf tätig, kollaboriert mit internationalen Models und Designern und arbeitet weiter an der Vervollständigung seiner Serien und der Erfüllung seiner Vision.













