(openPR) Mit dem Trauma zu tanzen heißt, mit der eigenen Trauma-Biografie in Resonanz zu gehen und sich im Rhythmus der eigenen Zeit in das ureigene Ich-Selbst hinein zu entwickeln. Das ist ein fortlaufender Prozess der Selbst(er)kenntnis, Selbstbestimmung und Selbsterfüllung.
1)?Warum sich Gedanken um das eigene Trauma machen:?
Um das Leben selbst in die Hand zu nehmen; um AutorIn des eigenen Lebens zu werden; um Selbst-Verantwortung zu tragen; um alte Wunden zu heilen… Denn wenn traumatische Erfahrungen abspaltet und ins Unbewusste verbannt werden, sind diese sprichwörtlich wie der „Elefant im Porzellanladen“, – sie beeinflussen jeden Augenblick des Lebens in unvermeidbar destruktiver Weise…
2)?Wie das eigene Trauma erkennen:?
Das Leben bewegt sich in der kreativen Spannung von Symbiose und Autonomie. Eine Auswirkung von Traumata ist, dass die Fähigkeit zur Autonomie erheblich beeinträchtigt ist und Ersatzstrategien wie z.B. Kontrolle und / oder Aggression erfunden werden, die wie Autonomie aussehen, aber keine sind.
3)?Wie das eigene Trauma verstehen:?
Eine erlebte Situation wird dann zum Trauma, wenn sämtlichen Ressourcen für die Stressbewältigung versagen. Im Stresszustand mobilisiert der Mensch natürlicherweise Kräfte, um angreifen oder fliehen zu können. Wenn das nicht möglich ist, fällt er in die Erstarrung d.h. er kappt die Verbindung zum Ich-Selbst und damit auch zur emotionalen Erfahrung im Ich-Selbst: er dissoziiert. Bleibt dieser Zustand aufrechterhalten, d.h. er wird nicht verarbeitet, spaltet sich das Ich-Selbst in drei Anteile: ein Anteil trägt die abgespaltene Erfahrung (traumatisiertes Ich), ein anderer Anteil sorgt dafür, dass die traumatische Erfahrung abgespalten bleibt, d.h. nicht ins Bewusstsein kommt (Überlebens-Ich); und ein dritter Anteil funktioniert, als ob es das Trauma nie gegeben hätte (gesundes Ich).
4)?Wie das eigene Trauma heilen:?
In dem Maße, wie das eigene Überlebens-Ich und seine Strategien besser verstanden werden, wird auch das Verhalten anderer Menschen besser verstanden und es kann anders darauf reagiert werden. Über- und Unterreaktionen in zwischenmenschlichen Beziehungen zeigen in der Regel „nur“ die Trauma-Verwicklungen auf, die sich daraus ergeben, dass Menschen von Überlebens-Ich zu Überlebens-Ich agieren und reagieren, oder von Überlebens-Ich zum traumatisiertem Ich und umgekehrt.
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