(openPR) Vereine gehören in die regionale Dorfkultur, wie Schnitzel zu Pommes oder gebrannte Mandeln zur Kerwe. Bestimmt finden sich auch unter Ihnen einige, die sich schon einmal ehrenamtlich engagiert haben oder sogar Mitglied in einem Verein sind?
Das Vereinswesen blickt auf eine lange Tradition zurück und leistet seit jeher einen zentralen Beitrag zum gesellschaftlichen Kulturgut und der Förderung des sozialen Miteinanders. Vereine werden für unser gesellschaftliches Zusammenleben immer wichtiger, zumal sich der Staat zunehmend aus vielen öffentlichen Bereichen zurückzieht und somit Verantwortung an Vereine und andere gemeinnützige Organisationen abtritt.
Damit die neu gewonnenen Aufgaben bewältigen werden können, brauchen Vereine vor allem Personal wie auch zeitliche und finanzielle Ressourcen, die sie oftmals nicht mobilisieren können. Heute müssen sie wirtschaftlich handeln, Begriffe wie “Wettbewerb”, “Kundenorientierung” oder “Kosteneffizienz” fallen inzwischen in vielen Vorstandssitzungen.
Um zu verhindern, dass sich das Vereinswesen zum Auslaufmodell entwickelt, haben Anja Lothschütz, Geschäftsführerin der WerteWissenWandel gGmbH, einem gemeinnützigen Weiterbildungsinstitut mit Sitz in Weinheim, und ihre Mitarbeiterin Jana Peeters das Projekt „Verein 3.0 – Verein(t) in die Zukunft“ ins Leben gerufen. Den Beiden liegt es besonders am Herzen, Vereine als Raum für gelebte Kultur, Engagement und soziales Miteinander zukunftsfähig zu machen. Das Ehrenamt braucht ein attraktives Umstyling, das mobilisiert. Letztendlich leben gemeinnützige Organisationen vom Ehrenamt und die Gesellschaft von gemeinnützigen Organisationen.
Verein 3.0 ist eine Lern-, Beratungs- und Vernetzungsplattform für Mitglieder, Vorstände und Vereinsliebhaber. Bereitgestellt werden Downloadmaterialien (Leitfäden, Mustervorlagen, Schritt-für-Schritt Tutorials), Webinar-Reihen und E-Coaching-Angebote, um Vereinsarbeit zu erleichtern und die überregionale Vernetzung zwischen Engagierten zu fördern. Dadurch können Projekte effizienter abgewickelt, mehr Ehrenamtliche mobilisiert und die jüngere Generation als potentielle Nachfolger aktiviert werden.
Um die Finanzlücke zur Realisierung dieses Projekts zu schließen, wird läuft seit 8. September bis zum 20. Oktober eine Crowdfunding-Kampagne (Spendenakquise durch die Gemeinschaft). Dabei appellieren die Initiatorinnen an Ihre Mithilfe, sei es durch Weiterleitung der Informationen als auch einen finanziellen Beitrag.
Weitere Infos zum Projekt und der Spendenmöglichkeit finden Sie auf der Website www.startnext.com/verein-3-0/












