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Wohnungsneubau in Berlin steigt, Nachverdichtung geht zurück

11.09.201712:29 UhrIndustrie, Bau & Immobilien

(openPR) Am 8. August hat das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg eine Pressemitteilung versendet mit dem Titel „Berliner Wohnungsneubau im 1. Halbjahr 2017 leicht gestiegen“. Diese erfreulich klingende Schlagzeile ist allerdings ein wenig irreführend, und die Hauptnachricht des Statistikamtes nicht ganz so positiv, wie es den Anschein macht.



Einerseits bezieht sich die Pressemitteilung nicht auf den tatsächlichen Wohnungsbau, sondern lediglich auf die erteilten Baugenehmigungen – dies aber nur als kleiner Hinweis am Rande. Wesentlich relevanter ist die Tatsache, dass entgegen der positiven Schlagzeile die Zahl der Baugenehmigungen für neue Wohnungen in Berlin eben nicht leicht gestiegen, sondern leicht zurückgegangen ist. 11.318 Wohnungen wurden im ersten Halbjahr 2017 genehmigt, das sind 33 Wohnungen oder 0,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Entscheidend in der Überschrift der Pressemitteilung ist die Silbe „neu“ in dem Wort „Wohnungsneubau“. Tatsächlich hat die Zahl der genehmigten Neubauwohnungen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 7,7 Prozent zugelegt. Das ist erfreulich. Gleichzeitig jedoch ist die Zahl der Genehmigungen für neue Wohnungen durch Nachverdichtungsmaßnahmen wie Dachaufstockungen geradezu eingebrochen. Nur 1.276 Wohnungen sollen durch Nachverdichtung entstehen, im Vorjahreszeitraum waren es noch 2.029 – ein Rückgang um 37,1 Prozent.


Regulierungen machen Nachverdichtung schwer


Wir haben bereits in früheren Branchennews darüber berichtet, wie schwer es der Berliner Senat der Wohnungswirtschaft durch immer neue Regulierungen macht, Nachverdichtungsmaßnahmen genehmigt zu bekommen. In den aktuellen Baugenehmigungszahlen lässt sich nun schwarz auf weiß nachlesen, wie fatal diese Strategie des rot-rot-grünen Senats ist. Denn obwohl die Zahl der genehmigten Neubauwohnungen zugelegt hat, bleibt die Zahl der insgesamt genehmigten neuen Wohnungen konstant beziehungsweise nimmt sie sogar leicht ab – weil immer weniger nachverdichtet wird.

Es zeigt sich, dass der Wohnraummangel in Berlin nur gelöst werden kann, wenn sowohl der Neubau als auch die Nachverdichtung angekurbelt werden, und nicht nur eines von beiden. Irgendwann lässt sich die Zahl der Neubauwohnungen nicht mehr groß steigern, schlicht und ergreifend weil es kaum noch freie Grundstücke gibt. Das Nachverdichtungspotenzial ist gerade in Berlin mit seinen vielen unbebauten Hinterhöfen und Dachgeschossen dagegen nach wie vor immens.

Weitere Informationen finden Sie auf: www.accentro.de/news-presse/branchennews.html

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