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Hochschule Geisenheim erhält Projektförderung des BMEL

01.09.201716:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Hochschule Geisenheim erhält Projektförderung des BMEL
PSt Peter Bleser mit den Projektpartnern (PYREG GmbH)
PSt Peter Bleser mit den Projektpartnern (PYREG GmbH)

(openPR) Projektkonsortium arbeitet an der Entwicklung eines granulierten organischen Düngemittels aus regionalen Gülleüberschüssen. Im Projekt sollen bereits vorhandene Techniken wie Pyrolyse, Separationstechniken oder Stickstoffrückgewinnung neu kombiniert werden. Mit dem Karbondünger sollen das Grundwasser entlastet und die Produktion von Lachgas reduziert werden.



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Die Hochschule Geisenheim, Institut für Bodenkunde & Pflanzenernährung, AG Klimafolgenforschung, hat beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eine Förderung in Höhe von rund 12.500 Euro für das Kooperationsprojekt „Karbondünger aus phosphorreichen Wirtschaftsdüngern durch Karbonisieren mit Stickstoffrückgewinnung“ eingeworben. Die Förderbescheide erhielten die beteiligten Partner am gestrigen Donnerstag, 31. August 2017, in Dörth aus den Händen des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Peter Bleser. Im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung unterstützt das BMEL Projekte, die einen Beitrag zur effizienten Nutzung von Düngemitteln unter Beibehaltung oder Verbesserung von Erträgen und Qualitäten leisten.

„Ziel unseres Projekts ist es, ein granuliertes organisches Düngemittel aus regionalen Gülleüberschüssen zu entwickeln. Wir erwarten, dass dieses Karbondüngemittel positivere Umwelteffekte hat als konventionelle Düngemittel“, erläutert Prof. Dr. Claudia Kammann, die Teil des Projektteams an der Hochschule Geisenheim ist. Hintergrund der Forschungsarbeit ist die übermäßige Belastung des Grundwassers mit Nitrat, vor allem in Gebieten mit Intensivtierhaltung und großen Gülleüberschüssen. Ein weiteres Problem ist die steigende Emission des starken Treibhausgases Lachgas durch den Einsatz von Stickstoffdüngemitteln in der Landwirtschaft. Im Projekt sollen bereits vorhandene Techniken wie Pyrolyse, Separationstechniken oder Stickstoffrückgewinnung neu kombiniert werden. „Wir wollen uns die poröse Struktur und die hohe innere Oberfläche von Pflanzenkohle zu Nutze machen und sie mit den Nährstoffen aus der Gülle beladen. Wir wollen erreichen, dass diese dann kontinuierlich an die Pflanze abgegeben werden und nicht durch Auswaschung rasch verschwinden“, erläutert die Wissenschaftlerin. „Mit jeder Gabe eines Karbondüngers wird über die stabile Pflanzenkohle etwas Kohlenstoffdioxid aus dem Gülle-Kohlenstoff in einer dauerhaften Form gespeichert. Wird dagegen pure Gülle ausgebracht, so kehrt der darin enthaltene Kohlenstoff durch Zersetzung rasch als Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre zurück.“

MdB Klaus-Peter Willsch, der als Abgeordneter des Rheingau-Taunus-Kreises das Projekt in Berlin unterstützt hatte, zeigte sich erfreut über die Förderung: „Die Hochschule Geisenheim ist für ihre praxisorientierte Forschung bekannt. Die Ergebnisse und mögliche Produkte kommen den Winzern und Landwirten im Kreis und darüber hinaus direkt zu Gute. Gleichzeitig sorgen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ihrer Arbeit an nachhaltigen und umweltschonenden Methoden in der Landwirtschaft für eine ökologische Entlastung unserer schönen Region; ein Aspekt, der in Zukunft noch an Bedeutung zunehmen wird.“

Am Projekt sind mehrere Forschungsinstitute und Unternehmen beteiligt. Konsortialführer ist die TH Bingen mit Prof. Dr. Thomas Appel. Die weiteren Projektpartner sind die Firma Pyreg GmbH mit Geschäftsführer Dipl.-Ing FH Helmut Gerber, Dipl.-Ing. G. Klaß von der KLASS Filter GmbH sowie Prof. Dr. Diedrich Steffens von der Justus-Liebig-Universität Gießen. Das Gesamtfördervolumen für das Projekt liegt bei rund 579.000 Euro.

Die Hochschule Geisenheim ist als Partner vor allem für die Prüfung der Unbedenklichkeit und der Umweltwirkung des Düngers verantwortlich; die AG Klimafolgenforschung und das Institut für Bodenkunde & Pflanzenernährung arbeiten dabei eng mit dem Institut für Gemüsebau zusammen. „Wir werden gemeinsam dafür forschen, dass der Dünger nicht nur der Umwelt zu Gute kommt, sondern auch den Anwendern in der Praxis ökonomische Vorteile liefert“, so Kammann.

Quelle: idw

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