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TU Berlin: Lieber länger haltbar, als ständig der letzte Schrei

01.09.201715:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Online-Studie des Zentrums Technik und Gesellschaft zeigt, dass technische Innovationen bei der Produktwahl nicht das wichtigste Kaufargument sind

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Die heute beginnende Internationale Funkausstellung (IFA) präsentiert wieder viele Innovationen. Das Gros der Bevölkerung wünscht sich jedoch Beständigkeit, lange Haltbarkeit und Robustheit bei elektronischen Geräten – anstatt ständig neue Modelle und Funktionen. Dies ergab eine aktuelle Repräsentativerhebung des Zentrums Technik und Gesellschaft (ZTG) an der TU Berlin. Im Rahmen der Studie untersuchte eine Forschergruppe Erwartungen und Erfahrungen mit Nutzungs- und Lebensdauern bei Elektronikprodukten und fokussierte dabei insbesondere Smartphones und Waschmaschinen.



Für neun von zehn Konsumentinnen und Konsumenten spielt es bei der Wahl eines Smartphones eine große Rolle, dass der Akku lange halten soll und dass das Gerät möglichst robust ist. Damit sind diese beiden Merkmale die wichtigsten überhaupt bei der Wahl eines Smartphones. Technische Details, die Marke und das Design spielen im Vergleich dazu eine weniger große Rolle. Auch bei der Wahl einer Waschmaschine kommt der Haltbarkeit die größte Rolle zu, etwa gleichauf mit geringem Strom- und Wasserverbrauch. „Obwohl sich die Konsumentinnen und Konsumenten Geräte mit einer langen Lebensdauer erhoffen und 80 Prozent der Befragten mehr Informationen darüber wünschen, bewerben die Hersteller kaum diese Geräteeigenschaften. Stattdessen bekommen die Verbraucherinnen und Verbraucher immer wieder vermeintliche Innovationen präsentiert. Unsere Studie zeigt hingegen, dass 70 Prozent der Befragten es eher anstrengend finden, dass es ständig neue Modelle auf dem Markt gibt“, erklärt Dr. Melanie Jaeger-Erben, Leiterin der Forschergruppe am Zentrum Technik und Gesellschaft.

Haltbarkeit, Robustheit und Zuverlässigkeit sind den Angaben der Umfrageteilnehmenden zufolge wichtige Produkteigenschaften beim Einkauf.

Das Wissen zur richtigen Pflege für lange Haltbarkeit ist begrenzt, aber erwünscht

Doch auch Konsumentinnen und Konsumenten können durch sorgsamen Umgang dazu beitragen, damit die Funktionsfähigkeit möglichst lange erhalten bleibt. In der Onlineumfrage wurde offen, also ohne Antwortvorgaben, danach gefragt, was unternommen wird, um Smartphone und Waschmaschine zu pflegen.

Auffällig ist, dass weniger als die Hälfte der Befragten überhaupt etwas tut, um die Langlebigkeit ihrer Geräte zu fördern. Und wenn, dann sind es bisweilen nicht die richtigen Tätigkeiten. Ein Beispiel: Bei Smartphones ist häufig der Akku die lebensdauerverkürzende „Schwachstelle“, ein korrektes Ladeverhalten kann die Lebensdauer der Geräte also deutlich beeinflussen. Werden Nutzerinnen und Nutzer konkret danach gefragt, welche Form der Aufladung am förderlichsten im Sinne der Langlebigkeit ist, zeigt sich, dass nur circa 40 Prozent die eigentlich richtige Praxis kennen: den Akku nicht gänzlich zu be- und entladen. Ein Drittel glaubt hingegen, dass das vollständige Be- und Entladen richtig ist – was den Akku dauerhaft aber eher strapaziert. 16 Prozent der Befragten ist nicht klar, dass ihr Ladeverhalten auf die Haltbarkeit des Akkus überhaupt eine Auswirkung hat.

Die Umfrage zeigt aber auch, dass sich viele Menschen mehr Wissen zur Förderung der Langlebigkeit wünschen. Über 80 Prozent möchten wissen, wie sie elektronische Geräte pflegen müssen, damit sie lange halten. Knapp 70 Prozent wollen sogar mehr Informationen, wie man selbst Geräte repariert.

Jedes zweite Smartphone, das nicht mehr genutzt wird, verschwindet in der Schublade

Auch beim Umgang mit nicht mehr genutzten Geräten gibt es Veränderungspotenzial. Der Umfrage zufolge wird fast jedes zweite Smartphone, das nicht mehr verwendet wird, zu Hause gelagert. „Dadurch aber verlieren die Konsumenten bares Geld. Je länger sie ungenutzt gelagert werden, desto mehr verlieren sie an Wert“, sagt Dr. Jaeger-Erben. Würden zudem die Geräte einer Zweitnutzung zugeführt werden, könnten wichtige Ressourcen wie Edel- und Sondermetalle geschont werden. Ein nicht geringer Teil der Befragten ist hier aber schon auf einem guten Weg: Ein Fünftel verkauft das nicht mehr genutzte Phone, ein weiteres Fünftel verschenkt es weiter.

Die repräsentative Onlinebefragung von 2.000 Personen zwischen 14 und 66 Jahren wurde zwischen Juli und August 2017 im Rahmen der Nachwuchsforschungsgruppe „Obsoleszenz als Herausforderung für Nachhaltigkeit – Ursachen und Alternativen“ durchgeführt. Es ist ein Verbundvorhaben zwischen dem Zentrum Technik und Gesellschaft und dem Forschungsschwerpunkt Technologien der Mikroperipherik (beide TU Berlin) sowie dem Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Themenschwerpunkts der Sozialökologischen Forschung.

Mehr Informationen zur Studie:
https://challengeobsolescence.info/aktuelles

Homepage der BMBF-Nachwuchsgruppe „Obsoleszenz als Herausforderung für Nachhaltigkeit - Ursachen und Alternativen“:
www.challengeobsolescence.info

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Dr. Melanie Jaeger-Erben
TU Berlin
Zentrum Technik und Gesellschaft
Leiterin BMBF-Nachwuchsgruppe „Obsoleszenz als Herausforderung für Nachhaltigkeit - Ursachen und Alternativen“
Tel.: 030/314-21084
E-Mail: E-Mail

Weitere Informationen:
- https://challengeobsolescence.info/aktuelles

Quelle: idw

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