(openPR) Kostenvergleich Pendeln
Stadt oder Umland: Lohnt sich das Pendeln wirklich?
• Pendeln lohnt sich signifikant finanziell nur in München und Berlin
• Drei Vergleichswohnungen in Dortmund zum Preis einer Münchner Unterkunft
• Zwei Vergleichswohnungen in Leipzig zum Preis von einer Stuttgart
• In Hamburg oder Frankfurt am Main müssen Pendler genau kalkulieren
• keine wesentlichen Vorteile in Ballungsräumen wie Dortmund oder Düsseldorf
• Pendeln mit dem Auto bringt keine Zeitersparnis
• Fahrtkosten dazu zum Teil sogar höher als die ortsübliche Miete
München, 24.07.2017. Bis sieben Uhr schlafen, in Ruhe Müsli oder Nutellabrot frühstücken, und dann zu Fuß zur Arbeit gehen. Ohne Hast, ohne Verspätung, ohne Verkehrsprobleme: Für Millionen Deutsche ist dies ein Traum - auf dem Weg zur Arbeit verbringen sie teils mehrere Stunden am Tag im Zug oder im Auto – auch, weil sich die Mieten in den Großstädten kontinuierlich erhöhen.
Über 60 Prozent der Arbeitnehmer zieht es laut dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) täglich von außerhalb der Stadtgrenzen in die großen Metropolen. Tendenz: steigend. Das Online-Sparportal CupoNation (https://www.cuponation.de/pendelkosten) hat sich die Frage gestellt: Lohnt sich das Pendeln wirklich?
In einer Studie wurden die Mietpreise in zehn deutschen Städten und jeweils fünf umliegenden Orten bis 130 Kilometer Entfernung verglichen und in Korrelation zu den Fahrtkosten gesetzt. Ziel war es, Kostenvorteile beim Pendeln herauszufiltern. Als Referenz wurde eine Wohnung mit drei Zimmern und einer Größe zwischen 60 und 70 m² genommen, die Distanz zwischen Wohnort und Arbeitsplatz auf maximal 130 km festgelegt. Für den Vergleich der Pendler, die diesen Weg mit dem Auto zurücklegen, wurde die Fahrtkostenrechnung 2017 des ADAC, die die durchschnittlichen Kosten für Wenig-, Normal- und Vielfahrer inklusive Laufleistung, Wertverlust und Verschleiß zusammengestellt hat, zugrunde gelegt.
Städte-Vergleich: Preisunterschied von bis zu 924 Euro
Mit täglich mehr als 350 000 Menschen, die zum Arbeiten in die Stadt fahren, ist München der Spitzenreiter – was sich auch in den Mietpreisen niederschlägt. Die bayrische Landeshauptstadt hat mit 1322 Euro die höchste Durchschnittsmiete der zehn verglichenen Städte für die gesuchte Beispiel-Wohnung – 862 Euro mehr als in Bremen, und 547 Euro mehr als in Hamburg. Für den Münchner Preis könnte man an der Weser also rund drei Referenz-Mietwohnungen beziehen, in der Metropole an der Elbe immerhin noch zwei. Die preisgünstigste Unterkunft findet sich mit 398 Euro in Leipzig. Spar-Spitzenreiter der Pendlerstädte ist Chemnitz, in dem die Vergleichswohnung mit durchschnittlich 319 Euro Miete rund viermal so preiswert ist wie eine Unterkunft in München.
(Zeit-) Ersparnis nur mit Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel
In allen verglichenen Städten sind bis auf eine Ausnahme (von Neuss nach Düsseldorf) die durchschnittlichen Kosten für Miete und Auto höher als die für Miete und Öffentliche Verkehrsmittel. Zugrunde liegt dem die Autokostenrechnung des ADAC, die die durchschnittlichen Kosten für Wenig-, Normal- und Vielfahrer inklusive Laufleistung, Wertverlust und Verschleiß zusammengestellt hat. Rechtfertigen sich die höheren Kosten durch Zeitersparnis? Nein. Von den verglichenen Pendlerorten um Bremen herum sparen Pendler mit Bahn und Öffentlichem Nahverkehr mit Hin- und Rückweg im Durchschnitt täglich zwischen 22 und 66 Minuten. In Berlin sind es zwischen 44 und 68 Minuten, in Köln zwischen 18 und 44 Minuten und in Frankfurt am Main bleiben täglich zwischen 10 und 124 Minuten mehr Freizeit.
Pendler-Vorteil e nur bei genauer Kalkulation
Wer zur Arbeit nach Bremen – oder von dort nach Hamburg pendeln möchte, kann in den verglichenen umliegenden Orten zwar bei der Miete sparen – in Kombination mit dem nötigen Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel ergeben sich aber nur bei ganz genauer Kalkulation Vorteile. Im Falle eines Pendelns von Bremen nach Hamburg würde man im verglichenen Szenario nur rund 40 Euro sparen – dafür viel Freizeit verlieren. Mit dem Auto zu fahren ist dabei aber stets die teurere Option.
Fahrtkosten zum Teil höher als die ortsübliche Miete
In Ballungsräumen wie Dortmund, Düsseldorf und Köln bringen längere Anfahrten keine signifikante Ersparnis. So beträgt beispielsweise die größte Ersparnis beim Pendeln aus den fünf umliegenden Orten in die Heimatstadt des BVB 47,69 Euro – vom 32,4 km entfernten Recklinghausen aus. Wer die Strecke täglich mit dem Auto bewältigen würde, müsste im Pott dafür allerdings mehr Geld ausgeben als für die Miete in Dortmund selbst. Gleiches gilt für den Großteil der verglichenen Pendler-Städte in Bremen, Berlin und Leipzig.







