(openPR) In vielen Teilen der BRD sind die ersten Schulanfänger wieder in den Ernst des Lebens geschickt worden. Gleichzeitig beginnt für viele Eltern mit ALG II die Sorge, für ihre Schützlinge die Mittel zur Verfügung zu stellen, die benötigt werden, um nicht als negatives Beispiel in einer der zahlreichen Pisastudien der nächsten Jahre aufzutauchen.
Leider finden Eltern hier keine wohlwollenden Regelungen von Seiten der Regierung. Während Klassenfahrten vom SGB II als zusätzlich zu erbringende Leistung definiert wurde, scheint der Gesetzgeber vergessen zu haben, dass die nachfolgende Generation neben Klassenfahrten aber auch noch andere Kosten haben, um eine erfolgreiche schulische Ausbildung zu absolvieren. Gerade der psychologische Aspekt einer Schullaufbahn wird hier vollkommen außer Acht gelassen.
Die Schultüte, der erste eigene Ranzen, Schreibutensilien und Schulbücher werden nicht bezuschusst. Wie die enormen Kosten gedeckt werden sollen, scheint der Gesetzgebung entgangen zu sein, obwohl von vielen Seiten immer wieder auf diese Notlage hingewiesen wurde. Dazu trägt auch die neue Schulgesetzgebung bei, zudem der Sozialticker berichtete.
http://www.sozialticker.com/hartz-iv-schueler-ohne-schulbuecher.html
Recycling ist zwar eine gute ökonomische Entscheidung bei der Verwertung von Müll, jedoch wirkt es sich psychologisch sehr negativ aus, wenn Kinder zu ihrem 1. Schultag mit gebrauchten Ranzen, veralteten Schreibutensilien oder Schulbücher beginnen. Ganz abgesehen, dass dieser Tag als schönste Tag im Leben eines Schülers den Reiz verloren hat und sicherlich nicht dazu beiträgt, dass diese den Gang zu Schule gerne bestreiten... sofern dies ihnen möglich ist. Wieso?
In nur wenigen Gemeinden sind Schüler von den Kosten des Schulwegs befreit oder werden großzügig bezuschusst. Vielfach ist es so, dass Kinder, diese Kosten aus ihrem Anteil des Regelsatzes bestreiten müssen. Eine Belastung, die neben anderer Kosten eine enorme Zumutung für Kinder aus ALG II Haushalten ist. Zu Zeiten der ehemaligen Sozialhilfe waren Kinder diesbezüglich besser gestellt.
Ob von Regierungsseite hier noch unbürokratisch schnell Abhilfe geschaffen wird, bleibt mahnend abzuwarten.
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