(openPR) Der alljährlich publizierte Gallup Engagement Index für Deutschland zeigt auch für 2016 ein mit den Vorjahren vergleichbares Bild: viele Mitarbeiter fühlen sich nur im geringen Maße oder gar nicht mit ihrem Arbeitgeber verbunden. Instrumente, um diesen Zustand zu ändern, existieren. Deutsche Unternehmen zeigen jedoch ein Beharrungsvermögen, an diesem Zustand nichts ändern zu wollen.
(Bamberg, 12.06.2017) Der Gallup Engagement Index für Deutschland gibt alljährlich Auskunft über die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit ihrem Arbeitsplatz und den dort vorherrschenden Rahmenbedingungen. Und jedes Jahr zeigt sich das selbe Bild: Nur 15% der Beschäftigten fühlen sich hochgradig an ihr Unternehmen gebunden. Die große Masse jedoch pflegt keine emotionale Beziehung, klagt über Probleme in der Führung und quittiert dies mit einer hohen Fehlquote. Es nicht überraschend, dass sich hieraus eine hohe Kostenbelastung ableiten lässt.
Vermisst werden von vielen Beschäftigten auch Instrumente, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Darüber hinaus fühlt sich fast jeder zweite Mitarbeiter nicht leistungsgerecht vergütet.
Lebensarbeitszeitkonten, variable Vergütungssysteme und Mitarbeiterbeteiligungsinstrumente (immateriell wie materiell) könnten schnell und wirkungsvoll zu einem geänderten Stimmungsbild beitragen. Aber gerade diese Instrumente werden in deutschen Unternehmen nur rudimentär eingesetzt. So kommt z.B. die Quote der Unternehmen, die ihre Mitarbeiter am Kapital beteiligt, über die Marke von 1,5% nicht hinaus.
„Wir brauchen zwei Dinge, um diesen Zustand zu überwinden“, fordert Stefan Fritz, Unternehmensberater und Geschäftsführer der mit-unternehmer.com Beratungs-GmbH: „Aufklärung und eine höhere Unterstützung von steuerlicher Seite. Erst wenn die deutsche Wirtschaft Vertrauen in das zur Verfügung stehende Instrumentarium hat und erkennt, wie sehr es dazu beitragen kann und wird, die Führungsarbeit in den Unternehmen zu unterstützen, werden sich die zukünftigen Befragungsergebnisse des Gallup Engagement Index ändern und die Werte wieder interessant.“













