(openPR) Ahrensburg, den 12.06.2017: Wasserschäden gibt es viel häufiger als man denkt. Über 1 Million leitungswasserbedingte Schäden in privaten Haushalten, ob Eigentum oder Miete, werden den Hausrat- und Wohngebäudeversicherern jedes Jahr gemeldet. Was tun im Notfall?
Das Problem ist, dass man den Schaden oft erst bemerkt, wenn das Kind schon lange in den Brunnen gefallen ist. Ob die undichte Waschmaschine oder ein Rohrbruch im Gemäuer, unter Putz oder Estrich, unangenehm, arbeitsintensiv und oft mit großen Folgen verbunden ist das allemal. Sobald der Schaden bemerkt wird, sollte sofort der Quelle die Nahrung genommen werden - also der Hauptwasserhahn umgehend ausgeschaltet werden. Dann sollte der Sanitärfachmann gerufen werden, damit der Ursprung des Schadens durch ein Leckortungsverfahren schnellstmöglich gefunden wird.
Nicht zu unterschätzen ist die Gefahr, die bei höheren Wasserständen lauern kann, beispielsweise im Waschkeller. Hat die Wassermenge schon Steckdosen erreicht, besteht Lebensgefahr für das eigene Leben (Stromschlag!) und das der elektrischen Geräte (Kurzschluss!). Sofern man den betroffenen Raum nicht betreten muss, um an den Stromkasten zu gelangen, stellt man diesen sofort ab. Auch eventuell gelagertes Gefahrengut muss gesichert und aus dem "Gefahrengebiet" gebracht werden.
Bei größeren Wassermengen hilft unabhängig von der Stromschlaggefahr die Feuerwehr beim Abpumpen. Kleineren Schäden rückt man selbst mit Handpumpe und Eimer und Lappen zu Leibe.
In jedem Fall sollte einer der ersten Anrufe auch der Versicherung gelten. Man ist nicht verpflichtet, die Handwerker zu beauftragen, die für diese arbeiten; trotzdem gibt die Versicherung oft Tipps zur Dokumentation des Schadens oder auch, ob man mit der Schadenbeseitigung überhaupt schon beginnen kann, bevor ein Gutachter alles gesichtet hat. Um möglichst viel Luft an die beschädigten Stellen zu lassen, sollte der betroffene Raum oder die betroffenen Stellen freigeräumt werden. Denn auch die Spätfolgen, die ein Wasserschaden haben kann, sind durchaus gesundheitsrelevant. Schimmelsporen sind böse Begleiterscheinungen von Wasserschäden, die nicht professionell und 100%ig ausgetrocknet werden. Oft reicht hier der Kondensationstrockner nicht aus und es muss ein Profi für Gebäudetrocknung beauftragt werden, der die richtige Methode empfiehlt und veranlasst.
Um künftige Rohrbrüche unter Putz, Estrich oder zwischen den Wänden zu vermeiden, kann man im Fall einer Kernsanierung oder beim Neubau vorsorgen: Oftmals sind es keine Rohrbrüche im direkten Sinn, sondern Löt- und Pressnähte und heikle Verbindungsstellen, die eine potentielle Gefährdung darstellen. Solange noch kein verdeckender Putz oder Estrich vorhanden ist, sollte man daher das ganze System einer Druckprobe unterziehen lassen. Eventuelle Leckagen können so zuverlässig festgestellt und beseitigt werden.













