(openPR) Der diesjährige Artist in Residence Daniel Müller-Schott ist der Solist des fünften Abonnementkonzerts des Georgischen Kammerorchester Ingolstadt am Donnerstag, 4. Mai. Für sein zweites GKO-Gastspiel hat er zur Frage „Was ist überragend?“ das Violoncellokonzert a-Moll op. 129 von Robert Schumann ausgewählt (in einer Bearbeitung für Violoncello und Streichorchester). Außerdem kommen die Sinfonietta Nr. 1 von Malcolm Arnold, Edward Elgars Serenade für Streicher e-Moll op. 20 und die Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201 von Wolfgang Amadeus Mozart zur Aufführung. Mit Ruben Gazarian am Pult ist die musikalische Leitung des Abends Chefsache. Die Konzerteinführung findet um 19.10 Uhr statt, eine öffentliche Generalprobe um 10.00 Uhr.
Das Streben nach Reduktion und Entschlackung bestimmt alle zu Gehör kommenden Werke; so auch das Violoncellokonzert von Robert Schumann (1810–1856), das sechs Jahre vor seinem Tod entstand. Es verkörpert exemplarisch das Missverständnis, Schumann sei ein schlechter Orchesterkomponist gewesen, weil es dem Ideal eines romantischen Virtuosenkonzerts so gar nicht entsprach. Die hier vom Georgischen Kammerorchester Ingolstadt aufgeführte Bearbeitung für Streichorchester von Bernhard Jestl stärkt eben dieses verkannte, kammermusikalische Profil. Auch Edward Elgar (1857–1934) knüpft mit seiner 1892 vollendeten Serenade nicht einfach an jene Ständchen früherer Zeiten an, sondern erprobt romantische Ausdrucksmöglichkeiten auf „engem Raum“. Das Prinzip der Reduktion gilt auch für die Sinfonietta Nr. 1 von 1958 des englischen Komponisten Malcolm Arnold (1921–2006). Seine Sinfonietten sind ein Gegenentwurf zu seinen neun Sinfonien, die wirkungsvoll zwischen Spätromantik, Folklore und Jazz changieren. Wie sehr die Wiener Klassik in der Entschlackung und Reduktion ein Vorbild ist, zeigt Wolfgang Amadeus Mozarts (1756–1791) Sinfonie Nr. 29 KV 201. In dieser letzten „Jugendsinfonie“ von 1774 sind alle Stimmen nuancenreich aufeinander abgestimmt, um jeweils ein Eigenleben zu entwickeln. Eine Synthese aus kammermusikalischer Feinheit und sinfonischer Kraft ist das Ergebnis, bereits weit entfernt vom blockhaften Orchestersatz italienischer Prägung.
Daniel Müller-Schott zählt zu den derzeit besten Cellisten weltweit. Seit zwei Jahrzehnten begeistert er Publikum wie Presse mit seinen herausragenden musikalischen Interpretationen und seiner gewinnenden Persönlichkeit. Neben der Aufführung der großen Cellokonzerte ist ihm die Entdeckung unbekannter Werke und die Erweiterung des Cello-Repertoires ein besonderes Anliegen. So haben ihm Sir André Previn und Peter Ruzicka Cellokonzerte gewidmet. In der aktuellen Saison ist er der „Artist in Residence“ des GKO.
www.gko-in.de
„Was ist überragend?“ – Do, 04.05.2017, 20.00 Uhr, Festsaal Stadttheater Ingolstadt – 19.10 Uhr Konzerteinführung
Malcolm Arnold: Sinfonietta Nr. 1
Robert Schumann: Violoncellokonzert a-Moll op. 129 (Bearbeitung für Violoncello und Streichorchester von Bernhard Jestl)
Edward Elgar: Serenade für Streicher e-Moll op. 20
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201
Daniel Müller-Schott, Violoncello
Ruben Gazarian, Leitung
Weitere Konzerte
29. April 2017, 20.00 Uhr, Offenburg, Gastspiel
Daniel Müller-Schott (Violoncello), Ruben Gazarian (Leitung)
6. Mai 2017, 20.00 Uhr, Fürstenfeldbruck, Gastspiel
Daniel Müller-Schott (Violoncello), Ruben Gazarian (Leitung)
10./11./17. Mai 2017, 09.00 & 10.15 Uhr, Piccolokonzert (Angebote für Kindergärten), Kameriat
Martina Silvester (Moderation & Konzept) – ausverkauft
15./16./23. Mai 2017, 09.00 & 10.30 Uhr, Kinderkonzert (Angebote für Schulen)
Jugendzentrum Fronte’79, Martina Silvester (Moderation & Konzept), Henry Bonamy (Leitung)
24. Mai 2017, 18.30 Uhr, Gastspiel Ingolstadt – Auftritt bei der MittwochKlassik um halb Sieben
Kooperation des GKO Ingolstadt mit den Dirigierklassen der Hochschule für Musik und Theater München.
E. Elgar: Serenade für Streichorchester
B. Bartók: Rumänische Tänze
L. Janácek: Suite für Streichorchester
Dirigenten der HfMT München: Jiannan Cheng, Artem Lohhinov, Julian Schulz und Sebastian Schwab






