(openPR) Die Bundesministerin für Bildung und Forschung hat am 20. April 2017 im Rahmen ihrer Frühjahrsreise „Zukunft der Jugend – Berufliche Bildung 2017“ das Projekt „Quali4Pro“ beim Ausbildungsverbund Teltow e.V. besucht. Hier erörterte sie im Gespräch mit Bildungsexperten aus Wissenschaft und aus Unternehmen, neue Ansätze und Konzepte für die Weiterbildung und für die Förderung betrieblichen Lernens von Beschäftigten des Wirtschaftsclusters Energietechnik.
Unter Bedingungen von Industrie und Arbeit 4.0, der Digitalisierung und des demografischen Wandels wachsen die Bedeutung und die Aufgaben der Weiterbildung in bisher nicht gekanntem Ausmaß. Auch für das Weiterbildungspersonal entstehen neue Herausforderungen. Hohe fachliche Expertise zu aktuellen Themen müssen mit didaktisch-methodischen Kompetenzen und mit der Nutzung digitaler Medien in der Weiterbildung einhergehen. Die Rolle der Weiterbildner verändert sich. Waren sie früher als Lehrende tätig, so sind sie heute auch als Coach, Lernbegleiter und Unterstützer gefragt.
Im Verbundprojekt „Professionalisierung und Qualifizierung des Weiterbildungspersonals -Quali4Pro“ werden seit November 2015 unter Federführung des IBBF mit den Partnern AVT e.V., der Lernfabrik Neue Technologien, der k.o.s GmbH und Prof. Dr. Peter Dehnbostel Grundlagen und Programme für eine moderne Weiterbildung und für das Lernen im Arbeitsprozess für das Wirtschaftscluster Energietechnik entwickelt und erprobt. Es entsteht ein modulares Programm zur Qualifizierung und Professionalisierung von Weiterbildungspersonal entwickelt.
Bei ihrem Besuch hat die Ministerin eine dieser Modul-Erprobungen hautnah kennen gelernt: die Qualifizierung von Weiterbildnern zum Einsatz digitaler Medien am Beispiel eines „online Lernlabors“, das flexibles, zeit- und ortsunabhängiges Lernen als Teil von Weiterbildung ermöglicht.
In der anschließenden Diskussionsrunde diskutierte Prof. Dr. Wanka die neuen Anforderungen an die Weiterbildung mit Experten aus Wirtschaft und Bildung. Gemeinsam stimmten die Teilnehmenden darin überein, dass die Qualität einer innovativ gestalteten Weiterbildung in den nächsten Jahren Basis für den Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit von Menschen, für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und der Innovationskraft von Unternehmen entscheidend sein wird. Vorgeschlagen wurde die Vision, ein WISSENSZENTRUM INNOVATIVE WEITERBILDUNG für die Metropolregion Berlin-Brandenburg als Antwort auf aktuelle zukünftige Herausforderungen an die Qualifizierung zu etablieren und dies als zielführend eingeschätzt. Das Qualifizierungspersonal in Unternehmen und Bildungsinstitutionen braucht Angebote zur systematischen, flexibel modifizierbaren und zeitaktuellen Aus- und Weiterbildung. Die Ergebnisse des Projekts „Quali4Pro“ sollen in ein zukünftiges WISSENSZENTRUM INNOVATIVE WEITERBILDUNG Eingang finden, um zukünftig innovative Lösungen zukunftsorientierter Weiterbildung formen und anbieten kann.














