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Mütter benachteiligt: Der Wiedereinstieg in den Job

11.04.201712:04 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Mütter benachteiligt: Der Wiedereinstieg in den Job
Mütter benachteiligt - Jobsuche mit Kindern ist schwierig
Mütter benachteiligt - Jobsuche mit Kindern ist schwierig

(openPR) Gleichstellungsgesetze, Frauenbeauftragte, Frauenquoten – es wird offiziell eine Menge dafür getan, dass Frauen eine bessere Chance im Arbeitsleben bekommen. Diese Reglementierungen beseitigen allerdings nicht die Mauern in den Köpfen: Oft werden in der Arbeitswelt Mütter benachteiligt, die nach der Elternzeit wieder zu arbeiten beginnen möchten. Natürlich gibt es Gesetze dagegen, doch in der Realität bieten auch diese keinen wirksamen Schutz.



Regelrechtes Verhör

Die Tatsache, dass bestimmte Fragen im Bewerbungsablauf verboten sind, interessiert einige Arbeitgeber überhaupt nicht, wie eine Mutter der Süddeutschen Zeitung berichtet. Sie wurde in zahlreichen Mails und Gesprächen danach gefragt, wie die Kinderbetreuung geregelt sei. Oft hat sie geschluckt und darüber hinweggesehen, doch ein regelrechter Verhörkatalog hatte schließlich dazu geführt, dass sie mit der Zeitung sprach. Es wurde nicht nur nach dem Alter und der Betreuung der Kinder gefragt, sondern auch nach den Plänen für eine Betreuung während der Schließungszeiten von Hort, Schule und Krippe, nach dem Beruf des Mannes und seiner Bereitschaft, im Notfall einzuspringen, nach den Großeltern – leben sie weit weg, sind sie rüstig? Lauter Fragen, die Männern kaum gestellt werden, hier werden also ganz klar die Mütter benachteiligt.

Auf die Barrikaden oder in den Job?

Die Empörung, die den Leser überkommt, drängt ihn eigentlich zum Handeln – wer derartig offensichtlich Mütter benachteiligt, sollte ordentlich Wind von vorn bekommen. Da gibt es doch Gesetze, da kann man doch was machen! Auch hier sind Theorie und Praxis nur schwer vereinbar. Natürlich kann man bei einem so offensichtlichen Gesetzesverstoß gerichtliche Schritte einleiten – doch was dann? Wer sich auf eine solche Weise in einen Job hineinklagt, hat zumeist keinen angenehmen Alltag. Und gleichzeitig stigmatisiert man sich selbst, weil solch ein Vorgehen hohe Wellen schlagen würde: Für die Medien wäre es ein gefundenes Fressen. Frauen, die auf eine Einkommensquelle angewiesen sind, können es sich kaum leisten, zur Galionsfigur des Geschlechterkampfes zu werden.

Jämmerlicher Ausgleich

Um zu verhindern, dass Mütter benachteiligt werden, erlaubt der Gesetzesgeber es Frauen, bei der Beantwortung unzulässiger Fragen zu lügen. Fragen nach der Schwangerschaft zum Beispiel, aber auch nach der Kinderbetreuung, den familiären Umständen, den Großeltern. Damit soll verhindert werden, dass (werdende) Mütter benachteiligt werden. Gleichzeitig aber weist es auf einen eklatanten Systemfehler hin, wenn "erlaubtes Lügen" die einzige Möglichkeit ist, an einen Job zu kommen. Viele Frauen fühlen sich schlecht dabei, obwohl es nicht ihr Fehler ist, und wenn sich später im Job herausstelle, dass man nicht ganz ehrlich war, wird der Arbeitsalltag sowieso nur schwer erträglich.

Im realen Arbeitsleben werden Mütter benachteiligt

Wie man es dreht und wendet: Die Arbeitssituation ist häufig für Frauen mit Kindern extrem kompliziert. Und wer keine Zeit hat, auf die real durchgesetzte Gleichberechtigung zu warten, oder die Muße, die finanzielle Sicherheit und die Sturheit mitbringt, sich in einen öffentlichen Kampf zu stürzen, dem bleibt meist nur die zähneknirschende Anpassung. Und damit die Beantwortung der Frage, wie es denn mit der Kinderbetreuung aussieht. Natürlich muss man hier nicht die Wahrheit sagen, doch es ist so viel leichter, wenn man das guten Gewissens tun kann. Nicht nur, damit der Arbeitgeber beruhigt ist, sondern auch für den eigenen Seelenfrieden: Wer geht schon gern wieder in den Job, wenn er weiß, dass die kleinste Unregelmäßigkeit in den Abläufen für eine Katastrophe sorgen kann?

Granny als verlässliche Kinderbetreuung

Wer Großeltern in unmittelbarer Nähe hat, die sich gern um die Enkel kümmern, ist fein raus. Doch was, wenn das nicht der Fall ist? Es reicht schon, dass Mütter benachteiligt werden, wenn sie in die Arbeitswelt zurückkehren; sie sollten sich nicht auch noch den ganzen Tag über Sorgen machen müssen. Und hier kommt die Granny ins Spiel: Eltern können sich zu 100 Prozent sicher sein, dass sie ihre Aufgabe mit Zuverlässigkeit und Freude erfüllt. Wer sich anmeldet, um eine Granny zu werden, sehnt sich nach dem Zusammensein mit Kindern und danach, aus seinem reichen Erfahrungsschatz zu schöpfen und so junge Familien zu unterstützen.

Die Granny als Oma-Ersatz

Es gibt zahlreiche Gründe, warum eine Frau eine Granny wird: Sie alle hätten gern Enkel. Doch was tun, wenn die Kinder mit ihnen am anderen Ende der Welt leben oder lieber Karriere machen? Viele der Frauen sind verwitwet oder geschieden, und eventuelle Pläne, diese schönen Jahre nach der Rente mit ihren Gatten zu verbringen, haben sich in Rauch aufgelöst. Doch das ist nicht das Alter, in dem frau die Hände in den Schoß legt, Stickkränzchen besucht und um neun Uhr schlafen geht! Es ist ein wundervolles Alter, in dem man mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht, sich seiner selbst sicher ist und seine Energie und Kraft genau einschätzen kann. Ein Alter, in dem man die perfekte Oma sein kann – ob für eigene Kinder oder für Enkel, ist völlig egal.

Granny als Trumpfkarte im Bewerbungsgespräch

Werden Sie zu einem Gespräch eingeladen oder erhalten Sie von einem potenziellen Arbeitgeber eine Mail mit einer dieser aufdringlichen Fragen, haben Sie mit einer Granny die perfekte Antwort parat. Wo Mütter benachteiligt werden, weil sie eine unzureichende Antwort geben, sind Sie aus dem Schneider, denn mit einer Granny können Sie die perfekten Konditionen vereinbaren: Sie lebt weiterhin in ihrer Wohnung oder ihrem Haus, kommt aber zur gewünschten Zeit zu Ihnen und kümmert sich um die Kinder. Ob sie den Tag mit ihnen verbringt oder sie in Kindergarten oder Schule abliefert und mittags wieder in Empfang nimmt, hängt ganz von Ihrer Absprache ab. Fakt ist: Sie wissen Ihre Lieblinge in guten Händen, und Ihr potenzieller Arbeitgeber wird ebenfalls beruhigt sein. Es ist die wohl bestmögliche Lösung für eine insgesamt skandalöse Situation.

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