(openPR) München, 10. April 2017 (kk) – Außer-gewöhnliches im wahrsten Sinne des Wortes hat die kleine, aber sehr feine Sammlung eines Kunstliebhabers aus Hessen zu bieten. Die Kollektion deren Hauptaugenmerk auf den expressionistischen Werken der Brücke-Künstler liegt, kommt im Rahmen der Ketterer Kunst-Auktionen vom 8.-10. Juni in München zum Aufruf.
„Ich war hin und weg“, so beschreibt der Sammler, was er empfand, als er kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs bei einem Besuch im Frankfurter Kunstkabinett erstmals Gemälde von Karl Schmidt-Rottluff sah. Der grobe, holzschnittartiger Stil hatte es ihm angetan. In der Folge entdeckte er auch die Arbeiten der anderen Mitglieder der Künstlergruppe „Die Brücke“ für sich. Er war begeistert von dieser Art zu malen, die so gänzlich anders war als das, was bis dato als „schön“ galt. Gemeinsam mit seiner Frau, der es vor allem die Werke von Otto Mueller angetan hatten, besuchte er zahlreiche Ausstellungen.
Es blieb jedoch nicht lange beim Betrachten allein und so ersteigerte das Ehepaar 1962 mit Ernst Ludwig Kirchners „Drei Akte im Walde“ sein erstes expressionistisches Werk. Eine Auktion im Stuttgarter Kunstkabinett bei Roman Norbert Ketterer, dem Onkel von Robert Ketterer, dem heutigen Inhaber und Geschäftsführer von Ketterer Kunst, markierte den Auftakt zu einer wunderbaren Sammlung und einer großen Leidenschaft.
Bei Roman Norbert Ketterer erwarb der ehemalige Unternehmer noch ein weiteres Blatt aus dem Kirchner-Nachlass: den handkolorierten Holzschnitt „Die Geliebte“ aus der Mappe „Bilder zu Peter Schlemihls wundersamer Geschichte von Albert von Chamisso“ aus dem Jahr 1915. Die beiden Werke kommen nun im Zuge der Sommerauktionen mit Schätzpreisen von EUR 40.000-60.000 respektive EUR 100.000-150.000 zum Aufruf.
„Es freut mich sehr,“ so Robert Ketterer, „dass sich der Kreis wieder schließt und wir nun sowohl die beiden bei meinem Onkel erworbenen Kirchner-Arbeiten als auch über 30 weitere Kleinode dieser mit viel Kennerschaft zusammengetragenen Sammlung in unserer Auktion anbieten dürfen.“ Das Außergewöhnliche und der Unikatcharakter findet sich in jedem einzelnen Werk der Kollektion, denn das Interesse des Sammlers weckten vor allem jene Arbeiten, die nur in kleiner Stückzahl vorhanden waren, dem Künstler als Probedruck dienten oder sonst etwas Einzigartiges haben, wie z.B. einen zusätzlichen Farbauftrag.
Zu den besonders spannenden Werken zählen neben Hermann Max Pechsteins Holzschnitt „Badende XI“ aus dem Jahr 1911 (Taxe: EUR 30.000-40.000), Otto Muellers Lithografie „Zigeuner-Liebespaar 2“, Erich Heckels Holzschnitt „Kinder auf der Bank“ und Emil Noldes Radierung „Dampfer (Groß Dunkel)“ (Taxen: je EUR 18.000-24.000) auch drei weitere Arbeiten auf Papier von Ernst Ludwig Kirchner (Taxen: je EUR 20.000-30.000).
Weitere wichtige Arbeiten der Juni-Auktion kommen u.a. auch von Josef Albers, Stephan Balkenhol, Georg Baselitz, Willi Baumeister, Max Beckmann, Chuck Close, Heinrich Maria Davringhausen, Gabriele Münter, Ernst Wilhelm Nay, Serge Poliakoff und Gerhard Richter (siehe separate Pressemeldung).
Vorbesichtigung
04.-06. Mai - Ketterer Kunst, Holstenwall 5, 20355 Hamburg*
09./10. Mai - Galerie Römerapotheke, Rämistr. 18, 8001 Zürich, CH*
14.-16. Mai - Galerie Schwind, Fahrgasse 8, 60311 Frankfurt*
19.-22. Mai - Ketterer Kunst, Malkastenstr. 11, 40211 Düsseldorf*
26. Mai-01. Juni - Ketterer Kunst, Fasanenstr. 70, 10719 Berlin*
03.-09. Juni - Ketterer Kunst, Joseph-Wild-Str. 18, 81829 München**
* ausgewählte Werke
** alle Werke
Auktionen in München:
08.-10. Juni - Klassische Moderne / NACH 1945 /Zeitgenössische Kunst


















