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Blutig, zerpickt, krank, hungernd - Das ungeahnte Leid der Masthühner-Elterntiere

29.03.201710:27 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Blutig, zerpickt, krank, hungernd - Das ungeahnte Leid der Masthühner-Elterntiere
Muttertier mit blutiger Wunde
Muttertier mit blutiger Wunde

(openPR) Kranke, kahle Hühner mit großen blutenden Wunden; unzählige tote Tiere; Hähne, die verletzte Hennen immer wieder brutal bespringen – diese Bilder stammen aus fünf Elterntierbetrieben der WIMEX GmbH, Europas größtem Anbieter von Masthuhnküken. Elterntiere werden dazu benutzt, Eier zur Mastkükenproduktion zu legen und sind einer bisher kaum thematisierten Mehrfachbelastung ausgesetzt. Hohe Reproduktion bei gleichzeitig unnatürlicher Gewichtszunahme führen zu besonders hohem Tierleid. Spiegel Online und ZDF frontal 21 berichten heute mit aktuellem Foto- und Videomaterial von Animal Rights Watch e.V. (ARIWA).



Köthen, 28.03.2017: Wie in diesen riesigen, strukturlosen Hallen in Sachsen-Anhalt leben Millionen Elterntiere in Deutschland. Jedes Jahr legen sie über 600 Millionen Eier. In Brütereien schlüpfen daraus Küken, die für Hühnerfleisch gemästet werden. Die Tiere sind aufgrund der Enge gestresst und aggressiv. Vom ständigen Eierlegen sind ihre Eileiter oft entzündet. Wegen der katastrophalen hygienischen Bedingungen sind viele Tiere von Parasiten befallen. Typisch sind auch Hautkrankheiten und Beinfehlstellungen.

Ein schwer zu ertragender Aspekt: Die Tiere müssen über 23 Stunden am Tag Hunger leiden. Denn auch die Eltern der Masthühner sind genetisch auf unnatürliches Fleischwachstum gezüchtet. Dürften sie ihren Hunger stillen, so würden sie stark übergewichtig, ihre Reproduktionsleistung würde sinken – und damit der Profit der Betreiber, die durch den Nahrungsentzug nebenbei viele tausend Euro Futterkosten sparen. Der ständige Hunger verstärkt den Dauerstress. Aggressives Verhalten und die damit verbundenen Verletzungen sind die Folge.

In Elterntierhaltungen werden weibliche Hühner und männliche Hähne zusammen gehalten, damit sie sich gegenseitig befruchten. Immer wieder springen die Hähne auf die Hennen und fügen ihnen schmerzhafte, blutende Wunden zu. Krankenbuchten, in denen verletzte und kranke Tiere separiert werden könnten, gibt es in keiner der Anlagen. Schwache, kranke und verletzte Hühner werden daher umso mehr von Hähnen besprungen und von anderen Hühnern bepickt. Dieses brutale Verhalten ist kein Wunder – aufgewachsen ohne Eltern, haben diese Tiere nie ein angemessenes Sozialverhalten erlernt. In den riesigen anonymen Gruppen stehen sie permanent unter Sozialstress. Mit funktionierenden Familienverbänden von Hühnertieren in Freiheit ist das nicht vergleichbar.

Nach etwa 14 Monaten werden die Tiere getötet – dann nimmt ihre Legeleistung ab und sie sind nicht mehr rentabel. Jede sechste Henne und jeder dritte Hahn verenden jedoch vorzeitig. Versteckte Kameras zeigen, dass manche Tiere aktiv getötet werden, andere liegen im Sterben. Für die Tötung hängen zwar »Betäubungsschlagstöcke« in den Hallen, im alltäglichen Umgang wird den Tieren jedoch einfach der Kopf umgedreht.

„Die Eltern der Masthühner werden genau wie diese als bloße Produktionseinheiten und nicht als Lebewesen angesehen. Dass dies mit unfassbar viel Leid verbunden ist, zeigen die heute veröffentlichten Filmaufnahmen“, sagt Sandra Franz, Pressesprecherin von ARIWA. Die Aufnahmen stammen aus fünf verschiedenen Betrieben und die Haltungsbedingungen sind Branchenstandard – es handelt sich also nicht um Einzelfälle.

„Die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher haben sicher noch nie etwas von der Elterntierhaltung gehört. Das Leid dieser Tiere steckt zusätzlich in jedem Chicken-Nugget“, meint Sandra Franz weiter. „Dabei müssen wir gar keine Tiere halten, um uns gesund und abwechslungsreich zu ernähren. Die Zukunft gehört einer rein pflanzlichen Ernährung und einer nachhaltigen, bio-veganen Landwirtschaft.“

ARIWA stellt Ihnen Foto- und Filmaufnahmen kostenlos zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie uns bei Interesse.

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