(openPR) Von vielen sogenannten „Normalen“ werden Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung nicht ernst genommen und belächelt. Was kann jemand mit solch einem Handicap schon leisten? Die einfache Antwort ist: sehr viel, er braucht nur ein bisschen mehr Unterstützung. Wer sich das nicht vorstellen kann, sollte sich die sportlichen Wettbewerbe der Special Olympics ansehen. Abhängig vom Grad der Beeinträchtigung sind einige langsamer oder schwächer, andere wiederum könnten mit ihren Leistungen auch im „Normalsport“ mithalten – nicht in der oberen Liga, aber auf jeden Fall im unteren Drittel.
Da sind Eiskunstläufer unterwegs, die profimäßig ihre Figuren aufs Eis zaubern. „Ja, aber die sind ja auch nur geistig behindert, warum sollen sie das nicht schaffen“, meinte eine Zuschauerin. Ganz einfach: Erstens, weil eine intellektuelle Beeinträchtigung sehr oft mit einer körperlichen einhergeht. Und zweitens, weil die entsprechende Koordination der Arme und Beine und die Merkfähigkeit für die Bewegungsabläufe eine mentale Leistung darstellt, die bei diesen Sportlern noch sehr viel höher zu bewerten ist.
Der gravierende Unterschied zwischen Olympischen Spielen und denen von Special Olympics liegt aber nicht in der Leistung der Spieler. Der wirklich wichtige Unterschied wird sichtbar, wenn man den Umgang der Spieler untereinander betrachtet. Was bei den Special-Olympics-Athleten fehlt, ist das Ellenbogen-Denken. Natürlich möchte jeder gewinnen, aber wenn es nicht klappt, ist es auch ok. Da freut man sich einfach für den anderen mit, der die Medaille erreicht hat. Die Fairness, die eigentlich einer der Grundpfeiler des Sports überhaupt sein sollte, wird hier nicht nur groß geschrieben, sondern gelebt. Und dazu muss man die Sportler nicht anhalten – das ist fest in ihrem Denken verankert. (Text zur freien kostenlosen Verwendung)









