(openPR) Inga steht für Interne ganzheitliche Integrationsberatung. Das Inga-Team berät Menschen mit Vermittlungshemmnissen und leistet einen präventiven Beitrag gegen Langzeitarbeitslosigkeit. Wie das funktioniert, erläutern Jörg Brügge (Teamleiter) und Thomas Brumm (Integrationsberater) aus dem Team Inga der Agentur für Arbeit Rhein-Sieg.
Die Interne ganzheitliche Integrationsberatung steht für eine „Rundumbetreuung“ in Arbeit. Wie füllen sie diesen Anspruch in ihrer täglichen Arbeit?
Thomas Brumm: „Wir arbeiten sehr individuell und intensiv mit den Kunden zur Integration in den Arbeitsmarkt. Das braucht Zeit und wir sind direkt erreichbar.“
Jörg Brügge: „Das heißt auch, wir können zum Beispiel unsere Kunden persönlich bei Arbeitgebern vorstellen, oder, weil wir die Kunden besser kennengelernt und ihr Vertrauen gewonnen haben, alternative Lösungswege mit ihnen gehen.“
Wie sehen diese alternativen Lösungswege aus? Wie gewinnen sie das Vertrauen der Kun-den?
Jörg Brügge: „In unseren eigenen Seminarräumen bieten wir für individuelle Workshops und Gruppenseminare zum Beispiel zu den Themen PC-Basistraining / 50+, Vorstellungsgesprächs- und Telefontraining sowie Potenzialanalyse an. Bei den Seminaren zu den Potentialen und Perspektiven ermitteln wir gemeinsam mit den Teilnehmern, was sie können und wohin sie wollen. Wir fragen konkret, wofür sie zuletzt gelobt worden sind oder was sie in der Freizeit gerne machen und gewichten die jeweiligen Neigungen und Interessen.“
Thomas Brumm: „Wie einfach die Integration in Arbeit sein kann, weil Menschen nicht direkt auf alternative Integrationsstrategien gekommen sind, habe ich in meiner Arbeit zur Zertifizierung als Integrationsberater über den verdeckten Arbeitsmarkt thematisiert.“
Was verstehen sie unter einem „verdeckten Arbeitsmarkt“?
Thomas Brumm: „Im verdeckten Arbeitsmarkt werden Stellen besetzt, ohne dass diese Stellen vorher veröffentlicht waren. Es werden lediglich ein Drittel der Arbeitsplatzangebote offiziell bekannt gemacht. Eine Strategie für Wege in den verdeckten Arbeitsmarkt ist die Nutzung von Netzwerken.“
„Gehen sie mal andere Wege. An wie viel Firmen sind sie auf ihrem Weg zur Agentur vorbeigekommen?“
Wie funktioniert Netzwerkarbeit bei Arbeitslosen, die sich bislang schwerer getan haben eine Arbeit zu finden?
Thomas Brumm: „Aufbauend auf unseren Angeboten, identifizieren wir erst einmal gemein-sam mit den Menschen ihre Netzwerke und ermutigen sie diese zu nutzen. Viele sind überrascht, wie viele Kontakte sie besitzen, die ihnen konkret bei der Integration in Arbeit weiter-helfen. Ich habe zum Beispiel mal einem Maschinenbediener im fortgeschrittenen Alter über seine Freizeitbeschäftigung im Kleingartenverein dabei geholfen eine andere Orientierung Richtung Garten- und Landschaftsbau einzuschlagen. Oder ich habe einer arbeitslosen Busfahrerin den Hinweis gegeben die Vertragsunternehmen der hiesigen Busunternehmen zu kontaktieren.“
Jörg Brügge: „Oftmals müssen die Kunden aktiviert werden, ihre Netzwerke zu nutzen, sich initiativ zu bewerben und einfach mal quer zu denken. Im Anschluss ergeben sich meistens viele Möglichkeiten und Perspektiven. Ein konkretes Beispiel ist eine Unternehmensrecherche über Google Maps. Dort präsentieren sich die Unternehmen teilweise direkt mit ihren Kontaktdaten oder verlinken zu ihren Webseiten. Das sind konkrete Chancen für Initiativbewerbungen.“
Thomas Brumm: Kunden mit Affinität zu Sozialen Netzwerken beraten und begleiten wir – etwa bei ihren Suchstrategien in den einschlägigen Businessnetzwerken. Oder wir zeigen ihnen Kniffs und Tricks zur effizienten Nutzung der Jobbörse.“









