(openPR) Oppenheim / Rhein (mxp) - Von einer Umstellung der Wetterlage mit angenehmen 20 bis 25 Grad sind wir weiter entfernt denn je. Die Abkühlungen fallen immer magerer aus, die Hitzewellen erhöhen ihre Schlagzahl und Intensität. Seit Wochen wird der über Mitteleuropa liegende Warmluftberg immer wieder reaktiviert und noch verstärkt. Gleichzeitig liegt über dem mittleren bis östlichen Atlantik ein weit nach Süden reichender Trog, der auf seiner Vorderseite immer wieder von Neuem eine südliche bis südwestliche Strömung in Gang setzt. Mit ihr gelangt Sahara-Luft über das Mittelmeer zu uns. Darauf verweisen die Meteorologen des privaten Wetterdienstes meteoXpress Ltd.
Aufgrund der herrschenden Wetterlage und des Witterungsverlaufs um den Siebenschläfertag herum liegt die Vermutung nahe, dass es mit einer Abkühlung noch etwas dauern könnte... Der nächste Anlauf der Hitzewelle steht jedenfalls für die Wochenmitte und die zweite Wochenhälfte bereits in den Startlöchern.
Damit dürfte das Temperaturmittel im Juli in rekordverdächtige Höhen schnellen - momentan liegt es um rund 4 Grad über dem langjährigen Referenzmittelwert von 1961 bis 1990.
Eine Änderung könnte uns dann frühestens ab dem 10. August bevorstehen. Im Extremfall könnte der Sommer sich verausgabt haben und dann vorbei sein.
Bis dahin müssen wir auf kleine Reste von Atlantiktiefs oder Höhentiefs hoffen, die sich zu uns verirren und zumindest vorübergehend eine Linderung der Hitze bewirken. Aufgrund der großen Hitze und Schwüle bergen dann allerdings schon diese kleinen Abkühlungen bei sich weiter erhöhender Feuchte wie die von Samstag auf Sonntag um rund 5 Grad Unwetterpotential für den Samstag und Sonntag in sich.
Desweiteren führen die äußerst schwache Strömung und die kaum vorhandenen Luftdruckunterschiede und damit kaum vorhandenen Winde, dazu, dass - wenn eine Gewitterstörung erst einmal den Westen Deutschlands erreicht hat - diese sich nur sehr langsam weiter bewegt und ihr Verhalten unberechenbar wird.
Bleiben sich bildende Gewitter durch das Patt bei den Luftströmungen vor und hinter der Front an Ort und Stelle hängen und kommen durch Wellenbildung der Front kaum oder gar nicht mehr nach Osten voran, so steigt die Unwettergefahr. Zum einen halten dadurch die Starkniederschläge in Gewittern länger an, weil die Gewitter nicht rasch abziehen und zum anderen kann sich dies nach einem ersten Wolkenbruch in der Nacht oder am Morgen des Sonntags zum Sonntagabend eher wiederholen, weil die sich mit dem Tagesverlauf durch die starke Sonneneinstrahlung entlang der Gewitterstörung reaktivierenden Gewitter nicht nach Osten vorangekommen sind.
Bis zum nächsten Mal,
Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress
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