(openPR) Unter diesem Motto haben sich am 16.02.2017 über 300 Teilnehmer zum 6. Fachtag für Mehrsprachigkeit in Stuttgart getroffen. In Workshops, Vorträgen und einem World-Café wurde ausgetauscht, vorgestellt und gemeinsam erarbeitet, wie Mehrsprachigkeit in Kita, Krippe und Schule gelingen kann.
Staatsministerin Aydan Özoguz, befürwortet in ihrem Grußwort Mehrsprachigkeit - Kinder sollen alle ihre Sprachen altersgemäß beherrschen; Kitas und Schulen die Mehrsprachigkeit stärker konzeptionell verankern.
Professor Wassilios E. Fthenakis, prominenter Fürsprecher der Mehrsprachigkeit und Präsident des didacta-Verbandes eröffnete auch in diesem Jahr den Fachtag, gemeinsam mit Professor Henning Wode und Axel Thelen, Gründer von educcare.
Professor Wode, Pionier des Sprachbads in Deutschland, erkIärte, dass Immersion die erfolgreichste Sprachlernmethode weltweit sei. Sie wird „Sprachbad“ genannt, weil viel Sprache und vielfältiger Sprachkontakt dafür nötig sind. Hier und da mal ein fremdes Wort wie eine tröpfelnde Sprachdusche reiche nicht aus. Er forderte, das Sprachbad europäisch und global auszurichten. Keinesfalls solle nur Englisch gefördert werden. Alle Kinder sollen von Immersion profitieren können. Auch die, die mit anderen Erstsprachen als Deutsch hier leben oder zu uns kommen.
Axel Thelen von educcare, mit mittlerweile 29 bilingualen Kitas und ca. 900 Mitarbeitern, ergänzt: „Frühe Mehrsprachigkeit ist sowohl für das einzelne Kind als auch für die Gesellschaft inzwischen ein Erfordernis“. Er betont weiter, dass alle Beteiligten, auch die Politik, dazu aufgefordert sind, die hierzu passenden Rahmenbedingungen zu gestalten.
Der Fachtag Mehrsprachigkeit ist der größte dieser Art. Einzigartig verbindet er Theorie und Praxis und verschiedene Schwerpunkte. Einerseits geht es um die Kinder, die einsprachig aufwachsen und andere Sprachen im Sprachbad lernen sollen. Andererseits fokussiert er die Kinder mit anderen Muttersprachen, die Deutsch, ihre Muttersprache und moderne Fremdsprachen lernen sollen. Erstmalig stellte in diesem Jahr Dr. Anja Steinlen, Universität Erlangen-Nürnberg, aktuelle Forschungsergebnisse zur Bilingualität in Krippen für Kinder unter drei Jahren vor.
Die Teilnehmer des Fachtags sind so bunt wie seine Themen: Sie stammen aus Krippen, Kitas und Schulen sowie Bildungsmanagement aus dem In- und Ausland (Österreich, Türkei, Belgien). So hat sich auch eine deutsch-spanisch bilinguale Kita aus Hamburg zu acht aufgemacht und eine Grundschule in Kandern hat die Schule wegen des Fachtags sogar für einen Tag geschlossen.
Der Kooperationspartner eduka unterstützt Mehrsprachigkeit in deutschen Kitas auf eine ganz eigene Weise: Er hat sich darauf spezialisiert, Personal für deutsch-englische bilinguale Kitas zu finden.
Weitere Kooperationspartner sind erneut der didacta Verband und der Bundesverband Leseförderung.








