(openPR) Nach einem vielversprechenden Jahresstart hat der Goldpreis zum ersten Mal seit fünf Wochen wieder Verluste eingefahren. Die Gründe hierfür liegen wieder einmal in den USA: Dort hat der neue US-Präsident Donald Trump dem Dow Jones zu einem Rekordstand von 20.000 Punkten verholfen. Da Trump ein hohes Tempo vorlegt und seine Wahlkampfversprechen abarbeitet, setzen Investoren derzeit auf positive Impulse für die US-Wirtschaft. Eine Hoffnung ist, dass die Politik Trumps das Außenhandelsdefizit der USA verringert. Dies stärkt den US-Dollar und lässt die Zinsen steigen – drückt aber den Goldpreis.
So ist es auch wenig verwunderlich, dass der weltgrößte Gold-ETF, der SPDR Gold Trust, weitere Abflüsse verkraften musste. In der vergangenen Woche sank die vom SPDR Gold Trust gehaltene Edelmetallmenge von 809,15 auf 799,07 Tonnen. Anteilseigner sind vor allem institutionelle Investoren wie Renten- und Hedgefonds; zu den bekanntesten gehört der Vermögensverwalter BlackRock. Ganz anders sieht die Lage beim deutschen Pendant Xetra-Gold aus. Der Gold-ETC verzeichnete in der dritten Kalenderwoche Zuflüsse im Wert von 544 Millionen US-Dollar. Dies ist der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge der größte wöchentliche Anstieg seit 2012. Es gebe eine Menge Unsicherheiten und genau das treibe die Käufe von Gold-ETFs, nicht nur in Deutschland, sondern auch in London, so Michael Blumenroth, Analyst der Deutschen Bank.
Während die Investoren an den Goldmärkten in Europa und den USA weiter handeln, haben sich die chinesischen Anleger seit vergangenem Freitag feiertagsbedingt zurückgezogen. Am Donnerstag, dem letzten Tag vor den Ferien anlässlich des chinesischen Neujahrs, verzeichnete die Shanghai Gold Exchange bei den beliebten Ein-Kilogramm-Goldbarren einen Umsatz von lediglich 4,7 Tonnen. Der durchschnittliche Tagesumsatz belief sich in der vergangenen Woche auf 20,7 Tonnen. In den beiden ersten Januarwochen waren es noch über 32 Tonnen gewesen.
Auf www.GoldPreis.de und damit hier in Deutschland suchten die Anleger in der vergangenen Woche nach Goldbarren in kleineren Stückelungen. Zu den beliebtesten Größen gehörten Barren zu 10 Gramm, 20 Gramm, 1 Unze, und 50 Gramm. Darüber hinaus suchten besonders viele Nutzer nach den Goldmünzen Krügerrand, Wiener Philharmoniker sowie Australian Kangaroo.
In dieser Woche stehen weltweit einige geldpolitische Entscheidungen an. Am morgigen Dienstag kommen die Spitzen der Bank of Japan zur Zinssitzung zusammen. Einen Tag später, am 1. Februar, entscheidet die US-Notenbank Fed über den Leitzins. Am Donnerstag geht es mit der Bank of England weiter. Neben den Zinsen geht es auch um das laufende Anleihekaufprogramm der Zentralbank. Am Freitag erscheinen abschließend neue Daten vom US-Arbeitsmarkt, u. a. die Arbeitslosenquote.






