(openPR) Am 7. Februar stellt Regisseur M.A. Littler im Berliner Z-inema in der Bergstrasse 2 seinen aktuellen Spielfilm "Armenia" persönlich vor. Die Vorstellung beginnt um 20.00 Uhr. Im Anschluss an die Filmvorführung wird Littler in einer offenen Diskussion mit dem Publikum in Dialog treten. Zuvor kann man ihn bereits in der angegliederten Z-Bar, die ab 19.00 Uhr geöffnet ist, in ungezwungener Runde antreffen.
Zum Inhalt:
Der des Lebens überdrüssige Sänger Haig Boghos (Alain Croubalian) begibt sich kurz nach seinem fünfzigsten Geburtstag auf eine Reise, um seine von Völkermord, Exil und Diaspora geprägte Familiengeschichte zu erforschen. Seine Odyssee führt ihn von Basel über Frankfurt und Marseille bis in das Heimatland seiner Vorfahren - Armenien. Doch mehr als die Rekonstruktion einer Familienhistorie ist seine Reise eine persönliche Sinnsuche, die von einem Gefühl der inneren Heimatlosigkeit angetrieben wird. Die historische und psychologische Reise in das Unbekannte repräsentiert sowohl die Gedankenwelt eines verlorenen Individuums als auch das kollektive Bewusstsein eines leidgeprüften Volkes.
Pressestimmen:
"Darf man das sagen? Wie schön diese Aufnahmen (...) sind? Welche schlicht wunderbaren Bilder also der Regisseur (...) am Rand des Kaukasus gefunden hat? Vielleicht muss man das sogar. (...) Wie soll man wahrhaftig und ohne falschen Ton davon erzählen, was im Jahr 1915 im Osmanischen Reich geschah? (...) "Wenn Themen groß werden", so Littler (...), "dann ist man gut beraten, es klein zu machen." Was für die mit Unterstützung der Hessischen Filmförderung entstandene Produktion vor allem heißt, sie konsequent zu personalisieren. Nicht auf Überwältigung zu setzen, das Grauen gar (...) vorzuführen, sondern ihm nachzuspüren, es zu ahnen und sich ihm vorsichtig zu nähern."
(Christoph Schütte, Frankfurter Allgemeine)
"(...) die Durchwirkung von realer Historie mit einer fiktionalisierten Forschungsreise und essayistischen Ideen – formal und inhaltlich – macht den Film spannend: wie hier mit Bildern, die "Spielfilm!" schreien, eine Geschichte, die "Dokumentarfilm" murmelt, behandelt wird, wie daraus ein essayistisches Summen wird, das den Zuschauer umschwirrt. - (...)ein Mäandern um das Suchen und das Finden, um Sehnsucht und Heimatlosigkeit – wie formt das Vergangene den gegenwärtigen Menschen und andererseits: Wie formt der Mensch in seiner Erinnerung das Vergangene?(...)!
(Harald Mühlbeyer, kino-zeit.de)
"Der deutsch-südafrikanische Regisseur M.A. Littler legt sein langsam voranschreitendes Road Movie wie eine innere Meditation an. Melancholie gibt den Ton vor in diesem essayistischen Abgesang auf die Humanität, die in der Geschichte der Menschheit immer wieder bitter auf die Probe gestellt wurde."
(Alexandra Wach, Filmdienst)
Stab & Besetzung:
Buch & Regie: M.A. Littler // Kamera: Philip Koepsell // Produktion: Mirko Belbez, Eduardo Saroyan, Christoph Nuehlen // Schnitt: M.A. Littler, Philip Koepsell // Art Director: Sinead Gallagher // Musik: Friedrich Paravicini, Alain Croubalian, Digger Barnes //
Darsteller: Alain Croubalian, Beatrice Barbara, Anne Bottomley, Aren Emirze, Astghik Beglaryan, Eva Karobath, u.a.










