(openPR) Vor ausverkauftem Haus feierte „Armenia“ am vergangenen Wochenende im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt seine Premiere. Regisseur M.A. Littler inszeniert in seinem Spielfilm Alain Croubalian in der Rolle des archetypisch entwurzelten Haig Boghos.
Frankfurt a.M., 22.11.2016 – Mit 131 Sitzplätzen ist das Kino im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt zwar eines der schönsten sicher aber nicht eines der größten Kinos. Deshalb waren bei der Europa-Premiere am vergangenen Wochenende gleich zwei ausverkaufte Vorstellungen nötig um dem Besucherandrang gerecht zu werden. Die erste Veranstaltung fand am Samstag den 19. November um 20.00 Uhr mit Galaempfang vor größtenteils armenischem Publikum statt. Für alle die sich nicht rechtzeitig eines der bereits Wochen im Voraus vergriffenen Tickets sichern konnten, wurde das Event am darauf folgenden Tag um 18.00 Uhr wiederholt. An beiden Abenden beantworteten Regisseur M.A. Littler und sein Hauptdarsteller Alain Croubalian vor Ort die Fragen des Publikums.
Zum Inhalt:
Der des Lebens überdrüssige Sänger Haig Boghos begibt sich kurz nach seinem fünfzigsten Geburtstag auf eine Reise, um seine von Völkermord, Exil und Diaspora geprägte Familiengeschichte zu rekonstruieren. Seine Odyssee führt ihn von Basel über Frankfurt und Marseille bis in die entlegensten Teile des Kaukasus nach Armenien. Doch mehr als die Rekonstruktion einer Familienhistorie ist seine Reise eine innere, spirituelle Suche nach der eigenen Identität in der Diaspora.
Pressestimmen:
„Darf man das sagen? Wie schön diese Aufnahmen (...) sind? Welche schlicht wunderbaren Bilder also der Regisseur (...) am Rand des Kaukasus gefunden hat? Vielleicht muss man das sogar. (...) Wie soll man wahrhaftig und ohne falschen Ton davon erzählen, was im Jahr 1915 im Osmanischen Reich geschah? (...) "Wenn Themen groß werden", so Littler (...), „dann ist man gut beraten, es klein zu machen." Was für die mit Unterstützung der Hessischen Filmförderung entstandene Produktion vor allem heißt, sie konsequent zu personalisieren. Nicht auf Überwältigung zu setzen, das Grauen gar (...) vorzuführen, sondern ihm nachzuspüren, es zu ahnen und sich ihm vorsichtig zu nähern.“
(Christoph Schütte, Frankfurter Allgemeine)
„Der gebürtige Frankfurter, der Marc Alexander heißt, aber stets nur seine Initialen verwendet, widmet sich in seinen Filmen Menschen und Geschichten abseits des Mainstream. Die Mischung aus fiktiven und dokumentarischen Elementen und die Beschäftigung mit einem leidgeprüften Land wie Armenien sind für ihn ungewöhnlich und zeigen eine neue Seite seines Schaffens.“
(Matthias Bittner, Frankfurter Neue Presse)











