(openPR) Strassen/München, 17. Juli 2006 – Bäder, Bräuche, Badestuben: Die Badekultur hat eine lange Tradition, die bis weit in die Antike zurück reicht. Die alten Römer schätzen das Bad nicht nur zur Reinigung, sondern schrieben ihm auch heilende Kräfte zu. Im Mittelalter kam die christliche Lehre der Askese auf, die das Baden als Luxus und Verweichlichung ablehnte. Die Syphilis, die spanische Söldner nach Europa einschleppten, bedeutete aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr für viele Badehäuser im 15. und 16. Jahrhundert das Ende.
Diese „Wasserscheu“ hielt sich lange Zeit; während des Barock und des Rokkoko ersetzten Puder und Parfum Wasser und Seife. Der Sonnenkönig Ludwig XIV. hat angeblich in seinem ganzen Leben nie gebadet. Ab dem Hochmittelalter entstanden jedoch wegen der heilkräftigen Wirkung von Mineral- und Schwefelquellen überall in Europa Kurorte, die wahre Pilgerscharen auf der Suche nach Linderung anzogen.
Das traditionsreiche Hotel Strasserwirt pflegt die Badekultur auf seine ganz eigene Weise mit dem beliebten Arrangement „Badltage“. Das Angebot enthält wahlweise drei oder fünf Übernachtungen inklusive Strasserwirt Genießerkulinarium sowie eine Massage und Yogaübungen. Ebenfalls im Preis inbegriffen ist ein Tag im „Aigner Badl“ mit Schwefelbad, Jause und Kutschfahrt. Kulinarischer Höhepunkt ist ein festliches Degustationsmenü mit herbstlichen Spezialitäten der Region von Haubenkoch Werner Gander. Buchbar vom 10. bis 30. September 2006. Preis pro Person und Aufenthalt: ab Euro 255,00 €. Weitere Informationen telefonisch unter +43 (0) 4846 63 54, per E-Mail unter
Das „Aigner Badl“ kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, die mitten in Abfaltersbach beginnt. Hier steht der 1450 erstmalig urkundlich erwähnte Gasthof Post, der bis vor wenigen Jahren tatsächlich auch das Postamt beherbergte. 1599 kaufte Georg Aigner, ein Bauer aus dem nahe gelegenen Sillian, das Gasthaus und ließ sich in dem Ort nieder. 1772 ließ die Familie Aigner etwas außerhalb des Dorfes ein Badehaus, das Aigner Badl, errichten. Im unteren Stockwerk befanden sich damals die kleinen getäfelten Baderäume. Heute gibt es vier Einzel- und zwei Doppelkabinen mit insgesamt acht Badewannen aus Lärchenholz.
Das Bad war von jeher nicht für Damen und Herren von Geblüt sondern für Handwerker, Bauern, Knechte und Mägde gedacht. Zunächst suchten die Badegäste keine Linderung von Leiden sondern schlicht körperliche Sauberkeit. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Einrichtung dann zum Kurbad, die Heilquelle hilft balneologischen Erkenntnissen zufolge gegen Haut- und Gelenkserkrankungen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden rund 300 Badegäste gezählt, heute sind es 700 bis 1000. Letzthin wurde das Aigner Badl von Grund auf renoviert und in der Form der Gründerzeit in Stand gesetzt.
STRASSERWIRT HERRENANSITZ ZU TIROL
Das renommierte 4-Sterne-Hotel Strasserwirt zählt zu den traditionsreichsten Domizilen in Tirol. Am historischen Jakobsweg gelegen, war der Strasserwirt einst Herberge der Pilger auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela. 1837 ersteigerte Andrä Bürgler den Gasthof, der auch heute noch im Besitz der Familie Bürgler ist. Bis 1872 war der Strasserwirt ein Einkehrgasthof für Fuhrleute und Umschlagplatz für Frachten und Güter.
1955 übernahmen Eckhard und Josefine Bürgler das Haus. Unter ihrer Leitung erfolgten verschiedene An-, Aus- und Umbauten im alten Stil. So wurde 1986 der Neubau dem Stil des alten Gebäudes angepasst.
Seit 1989 liegt die Geschäftsführung in den Händen von Elisabeth Bürgler, seit 2003 leitet sie das Hotel gemeinsam mit Werner Gander. Beide legen besonderen Wert auf hohe Professionalität in der Geborgenheit und Sicherheit eines über Jahrhunderte gewachsenen traditionsreichen Hauses und schaffen eine Atmosphäre, in der die Gäste die Freude am Genießen, an Entspannung und an Erholung für Körper, Geist und Seele entdecken. Besonders am Herzen liegt Elisabeth Bürgler und Werner Gander der Wunsch, das Anwesen behutsam in eine neue Zeit zu führen, die Tradition zu achten und zu ehren.











