(openPR) Kunstinitiative „Memory Gaps ::: Erinnerungslücken“ der Malerin Konstanze Sailer gedenkt NS-Opfern mit Ausstellungen in Münchner Straßen, die es geben sollte.
Nach der Erinnerung an Henriette Rothkirch (* 09. Dez. 1900 in München; † 31. März 1942 in der NS-Tötungsanstalt Bernburg/Saale) zeigt die Kunstinitiative des Gedenkens erneut Tuschen auf Papier als digitale Erinnerungskontraste. Die Galerien befinden sich ausnahmslos in Straßen Münchens, die es nicht gibt, jedoch geben sollte. Straßen mit Namen von Opfern der NS-Diktatur.
Margit Zinke (* 18. Januar 1914 in München; † 21. April 1945 im Konzentrationslager Neuengamme) lebte ab 1924 in Hamburg, war Widerstandskämpfern, wurde 1945 im Hamburger Stadtteil „Hoheluft-Ost“ verhaftet und nach einem Gefängnisaufenthalt im April 1945 in das KZ Neuengamme im Süden Hamburgs überstellt und ohne Urteil, am 21. April 1945, erhängt.
Bis zum heutigen Tag existiert in München keine Straße, die ihren Namen trägt. Hingegen ist nach Friedrich Hilble heute noch eine Straße im Münchner Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg benannt, ebenso wie Hans Pfitzner nach wie vor mit einer Straße in München-Milbertshofen geehrt wird. Der renommierte und vielfach ausgezeichnete Komponist Pfitzner war nicht nur während der NS-Diktatur, sondern bis zu seinem Tod 1949 antisemitisch eingestellt. Er sympathisierte mit der NSDAP und versuchte, auch noch nach 1945 in seinen Schriften die NS-Verbrechen zu bagatellisieren. Anstelle von Hans Pfitzner sollte künftig in München-Milbertshofen an Margit Zinke erinnert werden. Hamburg und Münster haben sich 2011 und 2012 bereits ihrer Pfitzner-Straßen entledigt.
http://www.memorygaps.eu/gap-januar-2017/
http://www.memorygaps.eu/gap-september-2015/















