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Instabile Mitte - Fünf Fragen zum Thema Iliosakralgelenk

29.12.201613:24 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Instabile Mitte - Fünf Fragen zum Thema Iliosakralgelenk
iFuse Implantate im Iliosakralgelenk
iFuse Implantate im Iliosakralgelenk

(openPR) Als Verbindungselement von Wirbelsäule und Becken trägt unser Iliosakralgelenk, kurz ISG, maßgeblich zur Stabilität des Körpers bei. Allerdings bringen Verschleißerscheinungen, etwa durch anhaltende Fehlhaltungen, oder entzündlich-rheumatische Erkrankungen, Schwangerschaften, ein Sturz auf das Gesäß oder der Tritt ins Leere das starke Konstrukt im Beckenbereich aus der Spur. Folge: schmerzhafte Verkantungen der Gelenkplatten. „Dadurch auftretende Beschwerden werden oftmals dem Wirbel oder der Bandscheibe zugeschrieben und fälschlicherweise viel zu häufig operiert. Dabei liegt die eigentliche Ursache in jedem fünften Fall im Iliosakralgelenk“, weiß Dr. Kasim Fischer, Facharzt für Neurochirurgie aus Mönchengladbach. Im Folgenden beantwortet der Experte die wichtigsten Fragen zu Diagnosestellung, konservativen Maßnahmen und modernen Operationsmöglichkeiten.



1. Wie sieht das typische Beschwerdebild aus?
„Patienten klagen häufig über einseitige, tiefsitzende Schmerzen im unteren Rücken, die teilweise bis in beide Beine und Kniegelenke ausstrahlen. Ebenfalls als typisch gelten Druckbeschwerden im Gesäß und der Leistenregion, die plötzlich auftreten, zum Beispiel bei bestimmten Bewegungen wie dem Beugen oder Drehen des Oberkörpers. Mit der Zeit kommen Schmerzen vor allem beim Gehen, nach längerem Sitzen oder beim Treppensteigen vor.“

2. Wie kann ein ISG-Syndrom festgestellt werden?
„Klare Diagnosen lassen sich ausschließlich mithilfe einer Kombination von Untersuchungen stellen. Als Erstes erfolgt daher eine ausführliche Anamnese. Stimmen die Aussagen der Patienten mit dem Beschwerdebild überein, leiten Ärzte weitere Schritte ein. Bildgebungsverfahren wie Computer- oder Magnetresonanztomografie sowie Röntgenuntersuchungen kreisen den möglichen Auslöser dann weiter ein. Auch eine minimalinvasive Therapie mithilfe von lokalen Infiltrationen kommt zum Einsatz, um den Schmerzauslöser zu ermitteln. Alle Ergebnisse werden anschließend sorgfältig interpretiert, um andere Ursachen sicher auszuschließen.“

3. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
„Zuerst schöpfen wir alle konservativen Methoden aus. Dazu zählt beispielsweise die medikamentöse Therapie mithilfe von Schmerzmittelgabe. Physikalische und manuelle Maßnahmen wie Elektrophysiologie oder Fangopackungen lindern ebenfalls erste ISG-Beschwerden. Klagen Betroffene über anhaltend starke Schmerzen, lindern auch lokale Injektionen direkt ins Gelenk kurzzeitig auftretende Probleme. Als nächster Schritt kommt die Radiofrequenz-Thermokoagulation zum Einsatz, bei der unter Einfluss von Wärme eine Verödung der schmerzempfindlichen Strukturen herbeigeführt wird. Erst wenn alle genannten Maßnahmen ausgereizt sind und eine Beschwerdefreiheit nur noch über sehr kurze Zeit oder überhaupt nicht mehr eintritt, empfiehlt sich ein operativer Eingriff.“

4. Welche operativen Möglichkeiten gibt es und wie verläuft der Eingriff?
„Zwar existieren verschiedene Techniken, um das ISG zu stabilisieren, aufgrund langjähriger positiver Erfahrungen empfehlen wir bei fortgeschrittener Instabilität jedoch eine Versteifung des Kreuz-Darmbein-Gelenks mit den sogenannten iFuse-Implantaten. Hierbei werden zur Stabilisierung des ISG drei kleine dreieckige Titanimplantate in das betroffene Gelenk eingebracht. Die Behandlung erfolgt ambulant oder mit einer Übernachtung im Krankenhaus. Ein weiterer Vorteil: Der minimalinvasive Eingriff benötigt lediglich einen kleinen Hautschnitt von vier Zentimetern und dauert eine Stunde. Anschließend verwachsen die Dreiecksimplantate sicher mit dem umliegenden Knochen. Nach einer dreiwöchigen Einheilphase können Patienten das Gelenk ohne Schmerzen wieder voll belasten.“

5. Zahlen Krankenkassen die Dreiecksimplantate?
„Ja, sowohl bei Gesetzlich- als auch bei Privatversicherten übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung.“

Weitere Informationen unter www.si-bone.de

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