(openPR) Der Beruf der Assistenz ist von hoher Service-Dienstleistung geprägt. Insbesondere die erfahrene Assistenz hat gelernt, auf die Bedürfnisse der Führungskraft und des Teams einzugehen. Sie denkt voraus und leistet durch effektive Zuarbeit einen wertvollen Beitrag. Darüber hinaus ist sie als Schnittstelle zwischen Leitung und Team oft erste Ansprechpartnerin / erster Ansprechpartner. Für Management und Team eine unersetzliche Unterstützung.
Ganz zwangsläufig ist die Wahrnehmung und Aufmerksamkeit sehr nach außen gerichtet, um im Bedarfsfall schnell reagieren zu können. Vorgesetzte, Teamkolleginnen und –kollegen haben sich daran gewöhnt, Wünsche und Fragen, ja auch Sorgen und Nöte, bei der Assistenz zu platzieren. Ist sie doch der Fels in der Brandung.
In meiner Arbeit mit Sekretärinnen, Sekretären, Assistentinnen und Assistenten als Trainerin und Coach konnte ich feststellen, dass der überwiegende Teil schnell erkennt und weiß, was Chef / Chefin und Team brauchen, die eigenen Bedürfnisse und Wünsche aber hinten anstellt, oder oft gar nicht wahrnimmt.
Das kann gerade in unserer Zeit, wo sich das Arbeitstempo sehr erhöht hat, zu Überbelastung führen.
Sich selbst zu coachen ist eine effektive Methode, um in ausgewogene Stabilität zu kommen. Es fällt leichter Grenzen wahrzunehmen und wo es angebracht ist ein klares, konstruktives „Nein“ zu sprechen.
Selbstcoaching hilft uns, unsere Stärken und Bedürfnisse bewusst zu machen und uns zu vertrauen. Ein Coach ist Mentor und objektiver Berater zugleich, er bringt uns mit geschickten Fragen zu Erkenntnis und Selbstbewusstsein. Wir erkennen Muster und finden Lösungswege zu mehr Freiheit und Lebensfreude, damit der Beruf und die Begegnung mit Menschen (wieder) Spaß und Freude bringt.
Die Techniken des Selbstcoaching unterstützen uns, ganz im Hier und Jetzt zu sein. Wir lernen, unser bester Freund zu sein und uns zu allererst um Rat zu fragen.
Eine nützliche Coaching-Methode ist die intensive Zielearbeit, um damit ein sog. „wohlgeformtes Ziel“ herauszuarbeiten. Bei dieser Technik geht es nicht nur darum, sich seiner Wünsche bewusst zu werden, sondern auch, ein realistisches, selbst erreichbares Ziel zu formulieren.
Meist gibt es ein eigentliches Ziel hinter dem Ziel, das sich mit hartnäckigem Hinterfragen herausfinden lässt. So könnten wir zum Beispiel einen Karrieresprung anstreben. Dieser Wunsch alleine hat noch keine wirkliche Aussage. Wir könnten hypothetisch fragen, wie fühle ich mich, wenn dieses Ziel erreicht wurde? Was wäre anders als heute? Was würde sich verändern? Wie würden die mir wichtigen Menschen reagieren? Wo würde ich leben und wie? Wie wäre mein Tagesrhythmus? Wäre ich glücklich und zufrieden? Was würde mich glücklich machen? Wie ginge es mir körperlich, wie mental? Was würde ich gewinnen, was verlieren?
Diese Betrachtung hilft uns, aus verschiedenen Blickwinkeln auf unser Ziel zu schauen. Wir sehen wesentlich mehr Aspekte und durchleben das angestrebte Ergebnis der Zukunft sozusagen im Heute. Wir werden uns bewusst, warum wir das wollen und ob das Ziel gegebenenfalls neu formuliert werden sollte.
Studien haben bewiesen, dass Menschen oft Ziele anstreben, die sie mit Mühe und Ausdauer erreichen, sich dann aber eine Leere einstellt und nicht die erwartete Zufriedenheit. Meist lag dies daran, dass das wirkliche Ziel nicht angestrebt wurde. Oft waren es Themen, die die Gesellschaft, die Familie, die Eltern für erstrebenswert hielten und man selbst hatte ganz andere Ambitionen. Die Methode des „wohlgeformten Zieles“ unterstützt uns, unseren wirklichen Wunsch und das damit verbundene Bedürfnis herauszufinden. Das könnte z.B. Anerkennung sein, Sicherheit, Wertschätzung oder Zufriedenheit.
Eine weitere Coaching-Methode ist die Betrachtung aus der Metaebene. Wir nehmen unser Agieren sozusagen „von außen“, von einem neutralen Punkt aus unter die Lupe und beobachten uns, wie wir in bestimmten Situationen agieren. Eine Technik, die uns hilft, uns aus einer Situation förmlich herauszunehmen und mit Abstand neue Ansätze für Lösungswege zu erkennen.
Zum Beispiel warum wir auf bestimmte Situationen immer in ähnlicher Weise reagieren. Wir erkennen unsere Muster aber auch unsere Stärken und lernen diese zu würdigen und gezielt einzusetzen.
Das Resultat des Selbstcoachings ist eine hohe Wertschätzung, mehr Selbstvertrauen und konstruktive Durchsetzungsfähigkeit.
Das bedeutet auch, sich nicht von der Wertung von außen abhängig zu machen. Kritik nicht persönlich zu nehmen, sondern objektiv zu betrachten, was davon als nützlich und zielführend erkannt wird und was wir ändern wollen, da es uns weiter bringt und der Sache dient. So fällt es leichter subjektive Kritik in Frage zu stellen und zurückzuweisen.
Wenden wir Coaching Methoden an, gelingt es uns immer wieder unsere Speicher zu füllen, damit wir letzten Endes „aus dem Vollen schöpfen“ um den Anforderungen unseres Berufsalltags mit mehr Gelassenheit und Stabilität begegnen zu können.
Mehr Informationen unter:
https://asb-hd.de/blog/office-management/erfolgscoaching-fuer-die-erfahrene-assistenz/
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